Morbidelli mit Vorjahresbike happy: Dank Ducati-Updates näher dran
Für seine GP25 hat Franco Morbidelli mehrere technische Updates erhalten, die ihn nach eigener Einschätzung näher an das aktuelle Werksniveau heranbringen
Franco Morbidelli sieht sich auch ohne aktuelles Werksbike gut dabei
Foto: Getty Getty
Ducati ist auch 2026 die Marke mit den meisten Fahrern auf der Strecke, doch Franco Morbidelli arbeitete beim dreitägigen MotoGP-Test in Sepang unter besonderen Voraussetzungen. Fermin Aldeguer fehlte verletzungsbedingt, während die übrigen Ducati-Piloten bereits mit der GP26 ausgerüstet waren.
Damit war Morbidelli der einzige Fahrer im Feld, der eine ältere Desmosedici-Generation bewegte. Trotz dieser Ausgangslage bewertet er die Testarbeit als erfolgreich. In der kombinierten Zeitenliste aller drei Tage belegte er Rang sieben. Auf die Bestzeit von Alex Marquez in 1:56.402 Minuten fehlten ihm 0,728 Sekunden.
"Es waren drei intensive Arbeitstage, genau das, was man braucht, um sich bestmöglich an das neue Paket anzupassen und den Rhythmus mit der MotoGP wiederzufinden. Wir konnten uns von Tag zu Tag steigern, deshalb bin ich zufrieden", resümiert Morbidelli.
Wie kommt Morbidelli mit der GP25 zurecht?
Der Fokus lag für ihn klar auf der eigenen Entwicklungsarbeit, auch wenn der Vergleich innerhalb der Ducati-Familie ständig präsent war. "Wir haben unsere Arbeit gemacht und versucht, uns entsprechend unseres Gefühls zu verbessern. Natürlich haben wir auch immer ein Auge auf die anderen Ducatis geworfen."
"Das Paket ist anders. Es gibt Bereiche, in denen sie schneller sind, aber auch andere, in denen ich schneller bin. Daran kann man mit jedem Paket arbeiten, wenn sich das Fahrgefühl bestätigt, und genau das haben wir getan", erklärt der VR46-Pilot.
Im Vorfeld war spekuliert worden, dass der Umstieg von der GP24 auf die GP25 für Morbidelli zusätzliche Schwierigkeiten bringen könnte, nicht zuletzt wegen der Probleme, die Francesco Bagnaia und Fabio Di Giannantonio in der vergangenen Saison mit der neue Spezifikation der Desmosedici hatten.
Updates von Ducati überzeugen Morbidelli
Der Italiener widerspricht diesem Szenario jedoch und verweist auf konkrete technische Verbesserungen an seinem Motorrad. "Meiner Meinung nach bin ich näher dran, denn im letzten Jahr habe ich im Vergleich zu 2024 praktisch keinerlei Updates erhalten, während es in diesem Jahr mehrere Neuerungen gibt."
Allein das bringe ihn schon in eine bessere Position, betont Morbidelli. Ganz gelöst sieht er seine früheren Probleme aber noch nicht. Der Abstand innerhalb des eigenen Teams ist für ihn weiterhin ein Maßstab, an dem gearbeitet werden muss.
"Wir arbeiten daran, denn der Rückstand beträgt noch viereinhalb Zehntel (der Bezug scheint sein Teamkollege zu sein, der Dritter wurde; Anm. d. R.), und das ist nicht das, was ich mir wünsche. Also müssen wir weiter daran arbeiten."
Während viele Fahrer nach den ersten Tests traditionell davor warnen, das Kräfteverhältnis überzubewerten, hält Morbidelli die Zeitenliste von Sepang bereits für aussagekräftig.
"Natürlich kann man die Kräfteverhältnisse erkennen. Man muss nur auf die Zeitenliste schauen, denn die spiegelt sie immer wider", sagt der VR46-Fahrer und erklärt: "Wenn man sich den Großen Preis von Malaysia im letzten Jahr anschaut, sieht man: Die Fahrer, die damals vorne waren, sind auch jetzt vorne."
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