MotoAmerica eine Option? Petrucci will sich nach der Dakar entscheiden

Nach seinem MotoGP-Abschied zieht es Danilo Petrucci erst einmal in die Wüste zur Rallye Dakar, ganz vom Tisch ist die MotoAmerica für 2022 aber noch nicht

MotoAmerica eine Option? Petrucci will sich nach der Dakar entscheiden

Die Gerüchte, dass Danilo Petrucci im nächsten Jahr in der MotoAmerica an den Start gehen könnte, halten sich seit Misano hartnäckig. In dieser Woche machte der scheidende MotoGP-Pilot aber zunächst seine Teilnahme an der Rallye Dakar 2022 mit KTM offiziell - ein seit Wochen offenes Geheimnis.

"Das Einzige, was ich mit Sicherheit bestreiten werde, ist die Dakar", betont Petrucci, angesprochen auf seine Pläne für nächstes Jahr. "Danach werde ich entscheiden, ob es eine gute Idee ist, das noch ein paar Jahre weiterzumachen, je nachdem ob ich konkurrenzfähig bin und es mir Spaß macht. Es ist ja auch ein sehr gefährlicher Sport."

"Ich werde das mit KTM besprechen und wir werden sehen, wie es weitergeht. Abgesehen davon gibt es keine Neuigkeiten. Die Gerüchte, die zuletzt kursierten, waren etwas voreilig." Zum damaligen Zeitpunkt habe er selbst gerade erst davon erfahren.

Petrucci sorgt sich wegen der Gefahren in der Wüste

Die Möglichkeit, in die USA zu wechseln, ergab sich im Laufe des letzten Misano-Wochenendes. Petrucci erfuhr von seinem Management, dass Ducati ein Interesse daran hat, den frei gewordenen Platz von Loris Baz im nächsten Jahr mit ihn zu besetzen.

Doch der Fokus des Italieners liegt jetzt erst einmal auf der Dakar mit KTM: "Die Dakar ist für mich eine wirklich aufregende und faszinierende Sache, aber mit Sicherheit bin ich da aktuell noch nicht absolut konkurrenzfähig. Ich beginne quasi bei Null, denn ich bin eine solche Rallye noch nie in meinem Leben gefahren."

"Ich weiß also nicht, ob es mir gefallen wird. Und vor allem mache ich mir Sorgen wegen der Gefahr. Dort kann man bei jedem Schritt sein Leben und seine Karriere riskieren. Um wirklich schnell zu sein, muss man viele Dinge wissen", sagt Petrucci.

Erste Dakar-Teilnahme als Fingerzeig für die Zukunft

"Man kann den Dünen und der Wüste nicht wirklich trauen, vor allem nicht bei so hohen Geschwindigkeiten, denn Rallye-Motorräder erreichen fast 200 km/h und sind absolut schnell. Und die Steine, die Felsen, sind wirklich hart. Darüber mache ich mir natürlich Gedanken", gibt er zu. Doch erfreut sich auf die Herausforderung.

"Nach der Dakar werde ich entscheiden, ob ich im nächsten Jahr die Möglichkeit ergreife, im Straßenrennsport weiterzumachen. Aber für den Moment trete sich gewiss nicht zur Dakar an, nur um drei Wochen in der Wüste zu verbringen." Er sieht seine Premiere im kommenden Januar als eine Art Probe aufs Exempel an.

"Ich will herausfinden, ob ich es genießen und mit entsprechendem Training und entsprechender Vorbereitung konkurrenzfähig sein kann, um die nächsten zwei, drei Jahre weiterzumachen." Petruccis Dakar-Start 2022 soll bestenfalls nicht der letzte sein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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