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MotoGP 2021: Suzuki zeigt die GSX-RR von Weltmeister Joan Mir und Alex Rins

In Katar stellt Suzuki sein Motorrad für die MotoGP-Saison 2021 vor, mit dem das Team um Joan Mir und Alex Rins die Mission Titelverteidigung angehen will

MotoGP 2021: Suzuki zeigt die GSX-RR von Weltmeister Joan Mir und Alex Rins

Am Rande des MotoGP-Wintertests in Katar hat Suzuki am Samstagvormittag seine Farben für die Saison 2021 präsentiert. Damit ließ der japanische Hersteller, der mit dem amtierenden Weltmeister Joan Mir sowie Alex Rins an den Start geht, als letztes der insgesamt zwölf Teams die Hüllen fallen.

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Beim Farbschema der GSX-RR bleibt Suzuki sich treu: Das Blau-Silber dominiert die Lackierung. Neu hinzugekommen sind die Logos von Monster Energy. Der Energy-Drink-Hersteller hat einen mehrjährigen Kooperationsvertrag mit Suzuki unterzeichnet und ist daher auch auf den Bikes als Sponsor präsent.

"Wir sind sehr glücklich darüber, Monster Energy als Partner an unserer Seite zu haben", sagt MotoGP-Projektleiter Shinichi Sahara. "Wir hoffen, dass unsere Präsenz auf der Weltbühne weiter zunimmt. Und das Wichtigste ist, dass unser Bike damit noch stärker und cooler aussieht." Das findet übrigens auch Mir.

"Ich mag das Design sehr. Es ist ein bisschen aggressiver als im vergangenen Jahr mit dem Monster-Logo", findet der MotoGP-Champion. Mit Blick auf die Saison 2021 sagt er: "Wir haben eine große Herausforderung vor uns: die Titelverteidigung!"

Bei der Fahrerpaarung setzt Suzuki dafür auf das angestammte Gespann aus dem Vorjahr. Dieses sicherte dem Team schließlich auch den größten Erfolg seit dem Wiedereinstieg in die Königsklasse 2015: Mir konnte den Weltmeistertitel erringen, Rins wurde Gesamtdritter, sodass Suzuki auch die Teamwertung gewann.

Am Herstellertitel und damit der Triple Crown scheiterte man in Ermangelung eines eigenen Satellitenteams knapp. Für die MotoGP-Saison 2021 zählt Suzuki mit seinen Fahrern aber dennoch zum engeren Favoritenkreis.

Suzuki: Trotz Entwicklungsstopp Steigerung drin

Die GSX-RR erwies sich bereits im vergangenen Jahr als verlässliches und auf fast allen Strecken konkurrenzfähiges Gesamtpaket. Grundlegend verändert hat sich dieses wegen eines weitgehenden Entwicklungsstopps in der MotoGP zwar nicht, Feinarbeiten an Chassis, Dämpfung und Elektronik sind aber möglich.

"Aufgrund der Regularien können wir am Motorrad nicht so viel ändern", sagt Technikchef Ken Kawauchi. "Aber unsere Ingenieure in Japan versuchen dennoch, dass Bike Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Mit Hilfe des Teams und der Fahrerperfomance werden wir uns im Vergleich zum Vorjahr weiter steigern können."

Suzuki ist als Werksteam in der Königsklasse bereits seit 1974 vertreten, allerdings mit mehreren Unterbrechungen. Siebenmal konnten Suzuki-Fahrer den Titel erringen: Barry Sheene (1976, 1977), Marco Lucchinelli (1981), Franco Uncini (1982), Kevin Schwantz (1993), Kenny Roberts jnr. (2000) und Joan Mir (2020).

Mir war erst 2019 in die MotoGP aufgestiegen und wurde bereits in seinem zweiten Jahr Weltmeister. Er gewann ein Rennen und stand weitere sechsmal auf dem Podium. Am Ende reichten ihm 13 Punkte Vorsprung für den Titelsieg.

Zwar keine Startnummer eins bei Joan Mir, aber ...

Als Startnummer bleibt Mir trotzdem bei der 36, verrät aber: "Wir haben die Eins an ein paar Stellen verewigt. Ich denke, das ist großartig." Das Ziel für sein drittes Jahr in der Königsklasse ist klar definiert: "Wir wollen um den Titel kämpfen. Das Bike ist wunderschön, das Team bereit und ich habe einen tollen Teamkollegen."

Teamkollege Rins ging mit einer Schulterverletzung in die vergangene Saison, die ihn lange beeinträchtigte, nach eigenen Angaben mittlerweile aber keine Schwierigkeiten mehr bereitet. Auch er stand einmal ganz oben auf dem Treppchen und feierte vier weitere Podien. Den Vizetitel 2020 verpasste er um 19 Zähler.

"Die vergangene Saison war für mich eine Achterbahnfahrt mit der frühen Verletzung", blickt Rins zurück. "Am Ende konnten wir das Jahr aber mit einer guten Performance beenden und werden versuchen, daran anzuknüpfen. Ich freue mich sehr, jetzt endlich wieder loszulegen - mit diesen Farben und neuen Sponsoren."

Suzuki auch ohne Davide Brivio auf Titelmission

Trotz der konstanten Fahrerpaarung für 2021 musste Suzuki Anfang des Jahres einen personellen Einschnitt hinnehmen: Der langjährige Teammanager Davide Brivio verabschiedete sich in Richtung Formel 1, wo er die Rennleitung des Alpine-Teams übernimmt. Seine Aufgaben will Suzuki künftig intern neu verteilen.

"Der Weggang von Davide war natürlich ein großer Verlust für das Team", weiß Sahara. "Aber wir haben super professionelle Mitarbeiter. Deren Fähigkeiten sind mehr als ausreichend, um diesen Verlust auszugleichen", ist der MotoGP-Projektleiter sicher.

"Mit unseren zwei starken Fahrern Joan und Alex, die in diesem Jahr erneut um den Titel kämpfen werden, sowie der Unterstützung unserer japanischen Ingenieure und des Testteams sind wir zu hundert Prozent bereit, in die neue Saison zu starten." Neben Sylvain Guintoli setzt Suzuki weiterhin auf Takuya Tsuda als Testfahrer.

Mit Bildmaterial von Suzuki Racing.

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