MotoGP 2026: Gresini-Ducati zeigt die Farben für Alex Marquez und Aldeguer
Das Gresini-Team präsentiert sich in Malaysia für 2026 - Alex Marquez will Höhenflug fortsetzen - Fermin Aldeguer peilt nach Beinbruch baldiges Comeback an
Teambesitzerin Nadia Padovani auf der Ducati von Alex Marquez
Foto: Gresini Gresini
Das italienische Gresini-Team hat in Malaysia die Farben für die MotoGP-Saison 2026 vorgestellt. Nach einem der erfolgreichsten Jahre in der Teamgeschichte, in dem man das beste Satellitenteam war, sind die Erwartungen groß. Das Ziel lautet, an die Erfolge anzuknüpfen.
"2025 war für uns ein großartiges Jahr und wir hoffen, dass wir weiterhin Protagonisten sein werden", sagt Teambesitzerin Nadia Padovani bei der Präsentation. Sportdirektor Michele Masini ergänzt: "Wir werden natürlich trotzdem versuchen, noch einen Schritt zu machen."
"Ich glaube nicht, dass wir irgendetwas Neues erfinden müssen. Wir sollten die Saison einfach genauso starten wie im vergangenen Jahr: mit Entschlossenheit und vollem Einsatz von jedem Einzelnen im Team", spricht Masini das familiäre, aber professionelle Umfeld an.
"Und ich denke, diesmal haben wir sogar noch mehr als im letzten Jahr, inklusive des Werkspakets für Alex, also zusätzliche Werkzeuge, um auf der Strecke eine noch bessere Performance abzuliefern."
Im Fokus der Präsentation stand Alex Marquez. Der Spanier schloss 2025 hinter seinem älteren Bruder Marc als Vizeweltmeister ab. Erstmals in der Geschichte der Königsklasse belegten zwei Brüder die ersten beiden Plätze.
Alex Marquez feierte im Vorjahr beim Heimrennen in Jerez seinen ersten MotoGP-Sieg. Es folgten noch zwei weitere Siege in Barcelona und Sepang. Insgesamt eroberte er zwölf Podestplätze. Dazu kamen 15 Podestplätze in Sprints, inklusive dreier Siege.
In der Box von Alex Marquez gibt es nur eine wesentliche Veränderung. Er erhält mit der Ducati GP26 das gleiche Modell wie das Werksteam. Damit wird der 29-Jährige bereits in den kommenden Tagen beim Wintertest in Sepang stärker in die Evaluierung der Entwicklungsteile eingebunden.
"Ganz ehrlich", sagt Ducatis General Manager Gigi Dall'Igna, "ich finde, dass nicht nur Alex, sondern das ganze Team diese Behandlung von Ducati verdient, weil sie vergangenes Jahr einen fantastischen Job gemacht haben."
"Ich freue mich, Alex das bestmögliche Motorrad für die Meisterschaft zur Verfügung zu stellen, und ich bin auch deshalb sehr froh, weil wir mit einem so starken Fahrer garantiert viele wertvolle Informationen bekommen, um das Motorrad im Laufe der Saison weiterzuentwickeln."

Alex Marquez hat erstmals aktuelles Ducati-Werksmaterial
Foto: Gresini
Und wie geht Alex Marquez mit dem Erwartungsdruck um? "Ja, nach so einer Saison wie im vergangenen Jahr ist es normal, dass man uns vor Saisonbeginn zu den Favoriten zählt. Aber wir dürfen deswegen nicht unsere Denkweise ändern."
"Ich meine, die Konzentration und vor allem die Mentalität müssen genau dieselben bleiben. Ich glaube, wenn wir da irgendwas verändern würden, wäre das der falsche Weg, um in die Saison zu starten. Wir haben alle Zutaten, um die Dinge Schritt für Schritt richtig anzugehen. Genau das müssen wir tun, um das volle Potenzial der offiziellen Ducati herauszuholen."
Wann kann Aldeguer nach Beinbruch wieder fahren?
Teamkollege Fermin Aldeguer steht vor seiner zweiten MotoGP-Saison. Als bester Rookie 2025 gewann der Spanier in Indonesien sein erstes MotoGP-Rennen. Dazu kamen ein zweiter und ein dritter Platz. Seine Premierensaison schloss Aldeguer als WM-Achter ab.
Obwohl Aldeguer direkt bei Ducati unter Vertrag steht, während Alex Marquez seinen Vertrag mit Gresini hat, erhält er nicht die neueste Desmosedici. Er wird in diesem Jahr mit der GP25 aus dem Vorjahr fahren.
Im Januar gab es bei Aldeguers Saisonvorbereitungen einen herben Rückschlag. Anfang des Jahres stürzte der 20-Jährige beim privaten Motorrad-Training und brach sich dabei den linken Oberschenkelknochen. Eine Operation verlief erfolgreich.

Fermin Aldeguer fehlte bei der Teampräsentation in Malaysia
Foto: Gresini
Da die Genesung noch andauert, kann Aldeguer in den kommenden Tagen nicht am Sepang-Test teilnehmen. Er reiste auch nicht nach Malaysia und nahm an der Präsentation nur über eine Videoschaltung teil.
"Ja, leider kann ich nicht dabei sein, aber das Wichtigste ist im Moment, dass mein Oberschenkel gut verheilt", sagt Aldeguer und berichtet: "Es läuft gut. Tag für Tag fühle ich mich besser. Ich komme dem Moment immer näher, an dem ich endlich wieder aufs Motorrad steigen kann."
Wann er wieder fahren wird, ist aber noch offen: "Ich hoffe natürlich, so schnell wie möglich, aber im Moment kann ich kein genaues Datum oder Rennen nennen. Ich habe mir ein paar Ziele gesetzt, um rechtzeitig fit zu werden - idealerweise für Brasilien oder vielleicht Austin."
Sportdirektor Masini betont jedoch, dass man ein Comeback nicht überstürzen wird: "Zuerst wünschen wir Fermin natürlich eine schnelle Genesung. Wir werden ihm die nötige Zeit geben, vollständig gesund zu werden und zu 100 Prozent zurückzukommen."
"Vergangenes Jahr hat er mit einem Grand-Prix-Sieg schon gezeigt, welch enormes Talent er hat. Ich denke, dieses Jahr wird entscheidend sein, um auf der Strecke Konstanz zu finden, vor allem, weil jeder Freitag, jedes Rennwochenende anders sein wird als vergangenes Jahr."
"Damals war zu Beginn jedes Wochenendes alles neu für ihn. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir dieses Jahr schneller auf den vorderen Positionen sein werden als im vergangenen Jahr." Die kommenden Wochen werden zeigen, wann sich Aldeguer im MotoGP-Feld zurückmeldet.
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