MotoGP

MotoGP 2027: VR46-Ducati bestätigt Nicolo Bulega als zweiten Fahrer

Superbike-Dominator Nicolo Bulega erhält 2027 seine große MotoGP-Chance - Bei VR46 schließt sich für den Italiener ein Kreis, denn dort begann seine Karriere

Gerald Dirnbeck

Veröffentlicht: 09.09.2026, 09:12

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MotoGP 2027: VR46-Ducati bestätigt Nicolo Bulega als zweiten Fahrer

Nicolo Bulega erfüllt sich 2027 den lange gehegten Traum vom MotoGP-Aufstieg

Foto: Pertamina Pertamina

Nicolo Bulega wechselt von der Superbike-WM in die MotoGP und geht in der Saison 2027 für das Team von Valentino Rossi an den Start. VR46-Ducati bestätigte beim Heimrennen in Misano die Fahrerpaarung für die Zukunft.

Bulega wird Teamkollege von Fermin Aldeguer, der von Gresini zu VR46 wechselt. Aldeguer ist weiterhin Ducati-Werksfahrer und hat einen Zweijahresvertrag. Bulega soll einem Einjahresvertrag mit Option auf eine zweite Saison zugestimmt haben.

Mit dem Wechsel in die MotoGP erfüllt sich Bulega einen Lebenstraum, und gleichzeitig schließt sich für ihn ein Kreis, denn er fuhr schon in den kleinen Klassen für VR46 und war Teil von Rossis Akademie.

"Der Sprung in die MotoGP ist ein Traum", kommentiert Bulega seinen Aufstieg und erklärt: "Ich habe mich für dieses Team entschieden, weil ich schon immer mit ihm verbunden war: Als Kind war ich in der VR46-Fahrerakademie, daher kenne ich alle sehr gut. Aus menschlicher Sicht ist es daher einfacher, diesen Schritt mit Menschen zu gehen, die ich kenne. Außerdem sind sie alle äußerst professionell."

Bulega hat auf ungewöhnlichem Weg den Sprung in die MotoGP geschafft, denn seine Grand-Prix-Karriere schien schon zu Ende zu sein. 2015 gewann der Italiener die Moto3-Juniorweltmeisterschaft.

Beim Saisonfinale in Valencia durfte er sich mit einer Wildcard von VR46 zum ersten Mal in der Moto3-WM präsentieren. 2016 folgte Bulegas erste komplette Saison mit dem VR46-Team.

Bereits beim vierten Rennen gelang ihm in Jerez mit Platz zwei sein erstes Highlight. Im Herbst folgte mit Platz drei in Motegi ein weiteres Podium. Als WM-Siebter war er nur knapp hinter Joan Mir und Fabio Di Giannantonio drittbester Rookie.

Allerdings ging es mit Bulegas Form danach bergab. 2017 holte er eine Poleposition, aber keinen Podestplatz und fiel auf WM-Platz zwölf zurück. Auch 2018 gelangen keine Highlights, er sammelte nur viermal WM-Punkte.

Trotzdem schenkte ihm VR46 das Vertrauen und holte ihn 2019 ins Moto2-Team als Teamkollegen für Luca Marini. Bulega stand im Schatten der anderen Moto2-Rookies Di Giannantonio, Enea Bastianini und Jorge Martin.

Ende 2019 kam es zur Trennung zwischen der VR46-Akademie und Bulega, er verließ Rossis Team und wechselte zu Gresini, aber auch 2020 und 2021 schaffte er in der Moto2 nicht den Durchbruch.

Somit musste Bulega das Grand-Prix-Fahrerlager im Alter von 22 Jahren verlassen, aber Ducati ermöglichte ihm eine zweite Chance. Er wurde für das neue Projekt in der Supersport-WM mit der Panigale V2 engagiert.

2023 dominierte Bulega die Supersport-WM. Ducati beförderte ihn in die Superbike-WM. Er gewann in Phillip Island gleich sein erstes Rennen, musste sich aber 2024 und 2025 in der WM dem BMW-Fahrer Toprak Razgatlioglu geschlagen geben.

In dieser Saison dominiert Bulega fast nach Belieben. Von den ersten neun Rennwochenenden gewann er bis auf ein Rennen jedes. Ende September kann er beim Heimrennen in Cremona den ersten Matchball für den WM-Titel nutzen.

"Die Jahre in der WorldSBK haben meine Erwartungen bei weitem übertroffen, sodass wir darüber nachdachten, diesen Schritt in die Königsklasse zu wagen", sagt Bulega. "Ich bin glücklich, dieses Ziel erreicht zu haben, auch wenn es etwas länger gedauert hat und mein Weg anders verlief als üblich. Es ist auf jeden Fall großartig und ich bin sehr stolz."

Parallel zum Titelkampf bereitet sich der 26-Jährige schon auf seine erste MotoGP-Saison vor. Ducati engagierte ihn als zweiten Testfahrer neben Michele Pirro, um die neue 850er-Desmosedici mit Pirelli-Reifen zu testen. Ende 2025 absolvierte Bulega als Ersatz für Marc Marquez bereits zwei MotoGP-Rennwochenenden.

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