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MotoGP: Ab 2027 keine Wildcards mehr für alle Hersteller

Ab 2027 gibt es in der MotoGP keine Wildcards mehr - Die Grand-Prix-Kommission hat das endgültige Aus für alle Hersteller beschlossen - Reifendruckregel bleibt

MotoGP: Ab 2027 keine Wildcards mehr für alle Hersteller

Wildcards der Testfahrer gibt es ab 2027 nicht mehr

Foto: Getty Getty

Die Grand-Prix-Kommission hat in Sitzungen im März und April einige Anpassungen im Reglement der Motorrad-Weltmeisterschaft vorgenommen. Sie betreffen hauptsächlich die Königsklasse MotoGP.

Eine wesentliche Änderung betrifft Wildcards. Sie werden ab der MotoGP-Saison 2027 vollständig abgeschafft. Dies gilt für alle Hersteller, unabhängig von ihrem Concession-Rang.

Außerdem wurde präzisiert, dass in der Saison 2026 keine Wildcard-Einsätze mit den neuen Prototypen, die ab 2027 nur noch 850 Kubikzentimeter Hubraum haben, durchgeführt werden. Das gilt ebenfalls für alle Hersteller.

Das heißt, die neuen Motorräder werden erstmals beim Saisonauftakt 2027 im Renneinsatz zu sehen sein. Wildcards bleiben für die Moto2- und Moto3-Klassen auch in Zukunft erlaubt.

Eine weitere Präzisierung im MotoGP-Reglement betrifft die Regelung zur Überwachung des Mindestdrucks im Vorderreifen. Obwohl der Reifenlieferant von Michelin auf Pirelli wechselt, bleibt diese Regelung erhalten.

Geändert wurde die Startprozedur, und zwar mit sofortiger Wirkung. Nach einer offiziellen Startunterbrechung auf dem Grid wird der Countdown zur Aufwärmrunde nun ab der 5-Minuten-Tafel fortgesetzt, statt wie bisher ab der 3-Minuten-Tafel.

Dadurch erhalten die Mechaniker mehr Zeit und mehr Planungssicherheit darüber, wann sie ihre Arbeit am Motorrad vor der Aufwärmrunde beenden müssen. Diese neue 5-Minuten-Regel galt bereits beim Grand Prix von Spanien.

Darüber hinaus wurden Klarstellungen im Regelwerk vorgenommen bezüglich zusätzlicher Testtage für MotoGP-Fahrer nach Verletzungen sowie hinsichtlich der Homologationsvorschriften für die MotoGP-Elektronik der IMU.

Eine Detailänderung betrifft die Klassen Moto2 und Moto3: Herzfrequenzmonitore sind nun auch in den beiden kleinen Klassen offiziell als optionale Sensoren zugelassen.

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