MotoGP Argentinien: Rossi, Márquez oder Lorenzo? Oder Überraschung?

Zum dritten Mal findet der Große Preis von Argentinien auf dem Termas de Rio Hondo Circuit statt, zum ersten Mal als zweites Saison-Event.

Bislang war der Argentinien-GP immer der dritte Saisonlauf gewesen, doch 2016 wurde die Reihenfolge mit Texas getauscht. Nun wird erst in Südamerika gefahren und erst dann geht es in die USA.

Letztes Jahr holte Valentino Rossi dort seinen zweiten Saisonsieg. Widersacher Marc Márquez hatte gegen Rennhalbzeit schon über vier Sekunden Vorsprung, doch der Italiener konnte diesen Rückstand zufahren und gewinnen. Als Márquez den Sieg mit der Brechstange herbeiführen wollte, kollidierte der Honda-Pilot mit der Yamaha und stürzte.

Andrea Dovizioso landete auf Platz zwei, sein Ducati-Teamkollege Andrea Iannone wurde in der letzten Kurve der letzten Runde von Cal Crutchlow auf Platz vier verwiesen. Der spätere Weltmeister Jorge Lorenzo kam auf Platz fünf ins Ziel.

Alle Fotos vom Auftakt in Katar

Andrea Iannone, Ducati Team, Ducati führt
Andrea Iannone, Ducati Team, Ducati führt

Photo by: Michelin Sport

Lorenzo, Márquez oder Rossi? Oder Überraschung?

2016 ist der Lauf in Argentinien das erste Aufeinandertreffen unter regulären Bedingungen: Nämlich ohne zuvor auf dieser Strecke getestet zu haben, mit den neuen Michelin-Reifen und der neuen Einheitselektronik.

Auf dem Papier kommen Lorenzo, Márquez und Rossi am ehesten für den Sieg in Frage. Nach seiner Darbietung von Katar aber wohl am ehesten Lorenzo, der sich auf die Michelins schon am besten eingeschossen zu haben scheint und der letztes Jahr an dieser Stelle hier noch Probleme mit der neuen Bridgestone-Generation hatte.

„Nach dem Sieg von Katar und dem guten Gefühl, was ich dort auf der Strecke hatte, will ich jetzt sehen, wie es auf einer Strecke geht, auf der wir bislang immer Probleme hatten“, so Lorenzo.

„Wir müssen auf dem Boden bleiben. Wir sind perfekt in die Meisterschaft gestartet, aber wir müssen noch verstehen, wie sich das Motorrad auf verschiedenen Strecken-Layouts verhält.“

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In Katar habe ich das Podest nicht geschafft, trotzdem war es ein gutes Rennen. In Argentinien muss es aber besser werden - Valentino Rossi

Teamkollege Rossi strotzt nach seinem Aufholsieg aus dem Vorjahr natürlich vor Selbstvertrauen. „Ich freue mich sehr auf Argentinien“, so der Italiener. „Letztes Jahr, das war ein tolles Rennen.“

„Aber es wird schwierig, das zu wiederholen, aber wir werden es versuchen. In Katar habe ich das Podest nicht geschafft, trotzdem war es ein gutes Rennen. In Argentinien muss es aber besser werden.“

Bei Márquez wird die Frage sein, inwieweit und grundlegend die Probleme an der Honda behoben werden konnten. In Katar fuhr er, für sich selbst überraschend, auf das Podest. „Das war kein Ergebnis, was wir hätten vorhersehen können“, sagte er.

„Am Renntag konnte ich dort dann nach harter Arbeit endlich so hart pushen, wie es derzeit möglich ist. Jetzt müssen wir schauen, ob das von Katar auch hier funktioniert. Insgesamt würde ich am Sonntag gern ein besseres Ergebnis anpeilen. Ich mag Argentinien, wir waren dort immer schnell.“

Was kann Ducati?

Ducati kann auf jeden Fall wieder vorn mitmischen – das haben sie letztes Jahr und dort haben sie in Katar schon angefangen. Möglicherweise gibt es den ersten Sieg? Andrea Dovizioso oder Andrea Iannone?

Ich bin noch immer ziemlich enttäuscht über das Rennen dort. Ich war echt schnell und hatte die Pace für ein historisches Ergebnis. - Andrea Iannone

Iannone ging in Katar jedenfalls mega-entschlossen zu Werke, stürzte aber. Klar sagt er: „Ich bin noch immer ziemlich enttäuscht über das Rennen dort. Ich war echt schnell und hatte die Pace für ein historisches Ergebnis.“

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Teamkollege Dovizioso hat letztes Jahr in Katar und Argentinien auf dem Podest gestanden, dieses Jahr ist er erneut mit Rang zwei in die Saison gestartet. „Wenn ich unsere derzeitige Leistung einschätzen soll, dann glaube ich, dass wir für die kommenden Rennen eine sehr gute Basis haben.“

„Eine unsichere Komponente sind dieses Jahr immer die Michelin-Reifen, wenn wir auf eine Piste kommen, auf der wir noch nicht getestet haben. Aber nach Katar bin ich mir sicher, dass wir mit unseren Desmosedici GP ein exzellent-konkurrenzfähiges Level erreicht haben.“

Zielankunft das Ziel bei Aprilia

Stefan Bradl, Aprilia Gresini Racing Team
Stefan Bradl, Aprilia Gresini Racing Team

Photo by: Toni Börner

Nach seinem Nuller vom Auftakt will Stefan Bradl in Argentinien erstmals das Ziel sehen. Dabei steht natürlich auch die Weiterentwicklung der brandneuen Aprilia RS-GP voll im Fokus des Deutschen.

„Das Motorrad wird Runde für Runde besser und genau aus diesem Grund freue ich mich unglaublich auf das nächste Wochenende“, so Bradl. „Das wird für uns eine wichtige Standortbestimmung. Es liegen zwei wichtige Wochen für uns. Ich glaube an unser Potenzial, das hat Alvaros Ergebnis in Katar gezeigt.“

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung GP Argentinien
Rennstrecke Autodromo Termas de Rio Hondo
Fahrer Valentino Rossi , Andrea Dovizioso , Jorge Lorenzo , Stefan Bradl , Marc Marquez , Andrea Iannone
Artikelsorte Vorschau
Tags aprilia, argentinien, ducati, honda, motogp, vorschau, yamaha