MotoGP Austin FT2: Marc Marquez knapp vor Jack Miller Schnellster

Viele Bodenwellen sorgen für einen Rodeo-Ritt in den USA - Marc Marquez fährt Freitagsbestzeit - Ducati stark in den Top 10 vertreten - Rossi hat Rückstand

MotoGP Austin FT2: Marc Marquez knapp vor Jack Miller Schnellster

Geheimfavorit Marc Marquez (Honda) fuhr im zweiten Freien Training für den Grand Prix der USA auf dem Circuit of The Americas in Austin (Texas) die schnellste Runde. Aber Jack Miller überließ Marquez das Feld nicht alleine, denn der Ducati-Fahrer war nur um 0,015 Sekunden langsamer. WM-Favorit Fabio Quartararo (Yamaha) mischte als Dritter im Spitzenfeld mit.

Das Nachmittagstraining ging bei Sonnenschein, leicht bewölktem Himmel und bei einer Außentemperatur von 29 Grad Celsius über die Bühne. Der Großteil entschied sich für den Medium-Hinterreifen und den harten Vorderreifen.

Mit 20 Kurven hat der technisch anspruchsvolle Circuit of The Americas die meisten Ecken aller Rennstrecken im Kalender. Da das letzte Mal im Frühling 2019 dort gefahren wurde, mussten sich die Fahrer wieder darauf einschießen und einen Rhythmus finden.

Deshalb wurden die Zeiten kontinuierlich schneller. Gleich zu Beginn drehten Marc Marquez, Miller und Quartararo die schnellsten Runden. Nach fünf Umläufen hatte Marquez seine Linie gefunden und war deutlich schneller als der Rest. Sein Vorsprung betrug zu diesem Zeitpunkt eine halbe Sekunde.

 

In seiner sechsten Runde hatte Marquez bei der dritten Zwischenzeit fast 0,6 Sekunden Vorsprung und bog dann in die Boxengasse ab. Zu diesem Zeitpunkt war Valentino Rossi (Petronas-Yamaha) mit 3,3 Sekunden Rückstand 21. und Letzter.

Rodeo-Ritt auf den extremen Bodenwellen

Bei den Stopps arbeiteten die Mechaniker am Set-up und nahmen Änderungen vor. Vor allem die Dämpfung und die Elektronik standen im Mittelpunkt, denn die 5,5 Kilometer waren buchstäblich ein Rodeo-Ritt.

Die Fahrer hatten mit den Bodenwellen zu kämpfen. Obwohl Teile der Strecke seit dem letzten Besuch 2019 neu asphaltiert wurden, sind die Bodenwellen insgesamt schlimmer geworden. Chattering war ein großes Problem.

 

In den finalen zehn Minuten wurden weiche Reifen eingesteckt und die Zeitenjagd begann. Als die Fahrer ans Limit gingen, gab es auf den Bodenwellen auch die ersten Stürze. Iker Lecuona (Tech-3-KTM) und Miguel Oliveira (KTM) gingen in Kurve 12 zu Boden.

Aleix Espargaro (Aprilia) erwischte es im vierten Sektor. Keine Probleme hatte Marc Marquez. Mit 2:04.164 Minuten sicherte sich der Honda-Fahrer die Bestzeit. In seiner nächsten Runde war er in den ersten beiden Sektoren noch schneller, machte dann aber einen Fehler und drehte das Gas zu.

Honda und Ducati stark in den Top 10 vertreten

Miller überließ Marquez das Feld nicht alleine und blieb ihm in der Zeitenliste auf den Fersen. Und Quartararo hatte als Dritter auch nur zwei Zehntelsekunden Rückstand. Einen guten Freitag hatte Pol Espargaro mit der zweiten Honda. Er kämpfte mit der RC213V und fuhr die viertschnellste Zeit.

 

Dass die Honda auf dem Circuit of The Americas funktioniert, untermauerte Takaaki Nakagami mit Platz fünf. Hinter dem Japaner folgten mit Francesco Bagnaia, Jorge Martin und Johann Zarco drei Ducati-Fahrer. Die Top 10 rundeten Joan Mir (Suzuki) und Enea Bastianini (Ducati) ab.

Link zum kompletten MotoGP-Ergebnis FT2

KTM verpasste am Ende knapp die Top 10. Brad Binder hatte als Elfter knappe sieben Zehntelsekunden Rückstand. Oliveira konnte zunächst gute Rundenzeiten zeigen, aber durch den Sturz fuhr er keine Runde mit dem weichen Reifen und rutschte auf Platz 18 ab.

Zum Schluss konnte sich Rossi mit den weichen Reifen noch deutlich steigern. Der Routinier verkürzte den Rückstand auf eineinhalb Sekunden und beendete den Freitag als 17.

Das dritte MotoGP-Training beginnt am Samstag um 16:55 Uhr MESZ.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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