MotoGP-Concession-System: Ducati steigt ab, Aprilia steigt auf
Erstmals seit 2024 rutscht Ducati aus Rang A - Aprilia zieht dank starker Ergebnisse in Rang B nach - Honda steigt wieder zu Yamaha in Rang D ab
Ducati ist erstmals aus Rang A abgestiegen
Foto: Getty Getty
Mit dem Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring erreichte die MotoGP-Saison 2026 ihre Halbzeit. Elf von 22 Rennwochenenden sind absolviert und damit erfolgt anhand der WM-Wertung eine neue Berechnung des Concession-Systems.
Im aktuellen System werden zum Halbzeitpunkt und am Saisonende die Punkte jedes Herstellers gezählt, um zu bestimmen, in welche Concession-Stufe er für die folgenden sechs Monate fällt.
Seit der Einführung des aktuellen Concession-Systems im Jahr 2024 war Ducati stets auf der höchsten und damit restriktivsten Stufe, Rang A, geblieben. Das hat sich nun erstmals geändert.
Um in Rang A zu bleiben, müssen 85 Prozent der verfügbaren Punkte erzielt werden. Ducati erreichte in den letzten zwölf Monaten 84,5 Prozent, womit die italienische Marke in Rang B absteigt.
Damit verfügt Ducati nach zweieinhalb Jahren wieder über die Möglichkeit, in der restlichen Saison drei Wildcards einzusetzen. Außerdem wird das Reifenkontingent für private Tests von 170 auf 190 erhöht.
In Rang B befinden sich nun beide italienische Marken. Aprilia hat dank der Erfolge 72 Prozent der WM-Punkte gesammelt und steigt damit von Rang C auf. Dadurch sinkt die Anzahl der Testreifen von 220 auf 190.
Außerdem dürfen statt sechs nur noch drei Wildcards angemeldet werden. Bisher meldete Aprilia nur eine Wildcard für Lorenzo Savadori in Jerez an. KTM bleibt unverändert in Rang C, da man 49,8 Prozent der WM-Punkte erreichte.
KTM ist damit als einzige Marke in Rang C, denn Honda ist abgestiegen. Beim Saisonfinale 2025 in Valencia war der Aufstieg von Rang D in Rang C noch als großer Fortschritt gefeiert worden, doch nun ist Honda wieder abgestiegen.
Für Rang C liegt die erforderliche Mindestgrenze bei 35 Prozent der WM-Punkte. Honda erzielte nur 31,8 Prozent. Auch Yamaha hat die Grenze mit 23,5 Prozent nicht erreicht. Damit befinden sich beide japanischen Hersteller wieder in Rang D.
Es stehen 260 Testreifen zur Verfügung. Außerdem dürfen auch die Stammfahrer privat testen. Es darf auch auf jeder Grand-Prix-Strecke getestet werden und nicht nur auf drei nominierten Kursen.
Außerdem stehen zehn statt acht Motoren zur Verfügung und die Motorentwicklung ist auch nicht eingefroren. Zudem dürfen zwei Aerodynamik-Updates homologiert werden.
Allerdings bleiben diese Freiheiten aktuell vor allem theoretisch. Honda wird für die RC213V keine neuen Entwicklungen mehr bringen. Auch von Yamaha ist kein Motorupdate mehr zu erwarten.
Wenn im kommenden Jahr das neue technische Reglement mit 850 Kubikzentimetern Hubraum greift, werden alle fünf Hersteller in Rang B beginnen.
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