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Trainingsbericht

MotoGP FT1 Jerez 2026: VR46-Doppelspitze, Sturz von Jorge Martin

Mit neuen Reifen schieben sich Fabio Di Giannantonio und Franco Morbidelli an die Spitze - Jorge Martin stürzt nach dem Training vor den Übungsstarts

MotoGP FT1 Jerez 2026: VR46-Doppelführung, Sturz von Martin

Fabio Di Giannantonio fuhr zum Schluss mit neuen Reifen

Foto: Gold Gold

Die MotoGP ist zurück in Europa! An diesem Wochenende findet der traditionsreiche Grand Prix von Spanien in Jerez statt. Im ersten Training meldete sich das VR46-Ducati-Team an der Spitze. Fabio Di Giannantonio fuhr vor Franco Morbidelli die Bestzeit (zum Ergebnis).

Das erste Rennwochenende in Europa fand bei bewölktem Himmel und bei für Andalusien relativ kühlen 17 Grad Celsius statt. Trackhouse-Aprilia trat mit einem überarbeiteten Design des neuen Sponsors SuperFile an.

Tech3-KTM war nur mit einem Motorrad am Start, da Maverick Vinales nach seiner Schulteroperation noch Genesungszeit benötigt. Das Feld wurde durch Wildcards von Lorenzo Savadori (Aprilia) und Augusto Fernandez (Yamaha) aufgefüllt.

Für Ducati begann das erste Training gut. Nach dem ersten Run führte Alex Marquez (Gresini) vor Marc Marquez und Di Giannantonio. Saisondominator Marco Bezzecchi (Aprilia) hatte nach dem ersten Run als Vierter einen Rückstand von 0,4 Sekunden.

Alle Fahrer nutzten den Medium-Hinterreifen und fast alle den weichen Vorderreifen. Von den Topfahrern begann nur Bezzecchi mit dem Medium-Vorderreifen. Der Vorteil von Aprilia lag bislang in der Bremsphase und am Kurveneingang.

Laut Ducati-Teammanager Davide Tardozzi hat Ducati deshalb an der Elektronik gearbeitet, "um dem Fahrer zu ermöglichen, in den Kurven schneller zu sein, und zu versuchen, ihm vor allem beim Bremsen zu helfen."

Bei den Motorrädern von Marc Marquez und Francesco Bagnaia waren wieder die "Leg-Wings" seitlich beim Sitz montiert. Auch Alex Marquez hatte sie erstmals. Di Giannantonio verzichtete darauf und will sie beim Montagstest ausprobieren.

Bei Trainingshalbzeit rollte Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha) mit einem technischen Problem aus. Yamaha hat einige neue Entwicklungen nach Jerez gebracht, darunter Schwingen und Chassis, aber noch keinen neuen V4-Motor.

Acosta trotz neuer Reifen nicht vorne dabei

Für den dritten Run in der Schlussphase wechselten Di Giannantonio, sein Teamkollege Morbidelli und Pedro Acosta (KTM) auf neue Reifen. Sie wählten vorne und hinten Medium.

Bagnaia hatte zu Beginn seines dritten Runs einen harmlosen Ausritt ins Kiesbett von Kurve 1 und konnte problemlos weiterfahren. Auch Razgatlioglu war in der Schlussphase mit seiner zweiten M1 wieder auf der Strecke.

Die neuen Reifen machten schließlich den Unterschied und sorgten für eine VR46-Doppelführung. Di Giannantonio stellte mit 1:36.954 Minuten 0,288 Sekunden vor Morbidelli die Bestzeit auf.

Mit knapp vier Zehntelsekunden Rückstand folgte Alex Marquez als Dritter. Bezzecchi war als Vierter knapp vor Marc Marquez. Die beiden Marquez-Brüder fuhren ihre persönliche Bestzeit bereits zu Beginn des Trainings.

Raul Fernandez (Trackhouse) war als Sechster der zweitbeste Aprilia-Fahrer. Jack Miller (Pramac-Yamaha) sorgte mit der siebtbesten Zeit für eine kleine Überraschung. Acosta war trotz neuer Reifen zum Schluss nur Achter.

Martin stürzt am Ende des Trainings

Die Top 10 komplettierten Johann Zarco (LCR-Honda) und Jorge Martin (Aprilia). Nach dem Training bestand wie gewohnt die Möglichkeit, Übungsstarts auf der Start-Ziel-Geraden durchzuführen.

Dazu kam es für Martin jedoch gar nicht. In der Runde aus den Boxen stürzte der Ex-Weltmeister in Kurve 3. Er blieb unverletzt, doch für seine Aprilia-Mechaniker fiel damit die Mittagspause aus, um das Motorrad zu reparieren.

Das Nachmittagstraining beginnt um 15:00 Uhr. Dann entscheidet sich wie immer, welche Fahrer sich direkt für Q2 qualifizieren.

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