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Trainingsbericht

MotoGP FT1 Misano 2026: Marquez im letzten Moment schneller als Bezzecchi

Marc Marquez schnappt Marco Bezzecchi im letzten Moment die Bestzeit im ersten Misano-Training weg - Pedro Acosta stürzt - Yamaha und Honda in den Top 10

MotoGP FT1 Misano 2026: Marquez im letzten Moment schneller als Bezzecchi

Marc Marquez fuhr zum Schluss noch die schnellste Runde

Foto: Gold Gold

Im letzten Moment stellte Marc Marquez (Ducati) im ersten Training für den Grand Prix von San Marino in Misano die Bestzeit auf. Der Vorjahressieger unterbot damit die Runde von Marco Bezzecchi (Aprilia) um sechs Hundertstelsekunden.

Pünktlich zum MotoGP-Trainingsbeginn hatte sich das Wetter an der Adriaküste deutlich gebessert. Nach starken Regenfällen am Mittwoch und Donnerstag schien am Freitagvormittag die Sonne.

Nach nächtlichem Regen war die Strecke am Morgen zwar noch feucht, doch bis zum ersten MotoGP-Training trocknete der Asphalt ab, wodurch von Beginn an mit Slicks gefahren werden konnte.

Als das Training losging, stürzte Jack Miller schon in Kurve 4 von seiner Pramac-Yamaha. Schlagartig war beim Anbremsen das Vorderrad eingeklappt. Zu diesem Zeitpunkt erschien Franco Morbidelli erst in der VR46-Box.

Der Italiener, der im nächsten Jahr in die Superbike-WM wechselt, hatte sich verspätet und fuhr erst nach einigen Minuten aus der Boxengasse. Alle begannen das Training mit dem weichen Vorder- und dem Medium-Hinterreifen.

Nach zehn Minuten wurden erneut gelbe Flaggen geschwenkt, diesmal im ersten Sektor. Pedro Acosta war beim Einlenken in Kurve 1 von einer KTM gestürzt. Auch er verlor schlagartig die Kontrolle über das Vorderrad.

Nach dem ersten Run führte Bezzecchi das Timing mit 1:32.025 Minuten, 0,041 Sekunden vor Alex Marquez (Gresini-Ducati) an. Marc Marquez hatte zu diesem Zeitpunkt 0,369 Sekunden Rückstand und war Vierter.

Für den zweiten Run wechselten nur die beiden Aprilia-Fahrer Bezzecchi und Raul Fernandez (Trackhouse) auf den Medium-Vorderreifen. Bezzecchi verbesserte seine Bestzeit auf 1:31.872 Minuten.

Auch Marc Marquez steigerte sich in seinem zweiten Run auf den dritten Platz hinter seinem Bruder. Sein Rückstand auf Bezzecchi blieb zunächst bei 0,290 Sekunden. Beide wechselten für den zweiten Run auf einen neuen weichen Vorderreifen.

Aber anschließend stellte Marc Marquez mit 1:31.680 Minuten neue Bestzeit auf und war 0,192 Sekunden vor Bezzecchi. Gleichzeitig verbesserte sich Jorge Martin mit der zweiten Werks-Aprilia auf Platz drei, womit die Top 3 in der WM vorne waren.

Gut startete auch Lokalmatador Luca Marini ins Rennwochenende. Im dritten Run verbesserte sich der Honda-Fahrer auf den dritten Platz und bestätigte diese Zeit auch in seiner folgenden Runde.

Viele Verbesserungen in den letzten Minuten

Vier Minuten vor Ablauf der Zeit unterbot Bezzecchi die Zeit von Marc Marquez um 0,033 Sekunden und setzte sich mit 1:31.647 Minuten wieder an die Spitze. Auch Marini legte nach. Er blieb Dritter, aber nur 0,075 Sekunden hinter Bezzecchis Zeit.

Das war aber noch nicht das endgültige Trainingsergebnis, denn in den finalen Minuten konnten sich noch einige Fahrer steigern. Bezzecchi verbesserte mit gebrauchten Reifen die Bestzeit auf 1:31.528 Minuten.

Aber am Ende des Trainings fuhr Marc Marquez als einer der letzten Fahrer über die Ziellinie und die Stoppuhr blieb bei ihm bei 1:31.468 Minuten stehen. Damit unterbot er Bezzecchis Zeit um 0,060 Sekunden und war somit Trainingsschnellster.

Zum Schluss verbesserte sich auch noch Raul Fernandez auf Platz drei. Alex Marquez beendete das Training als Vierter, gefolgt von der besten Honda. Das war aber nicht Marini, sondern LCR-Fahrer Johann Zarco auf Platz fünf.

Acosta fuhr am Ende die sechstschnellste Zeit. Marini wurde Siebter. Die Top 10 komplettierten Martin, Fabio Quartararo (Yamaha) und Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) (zum Ergebnis).

In Misano sind nur 21 Fahrer am Start, denn Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) konnte nach seiner Daumenoperation noch nicht zurückkehren. Aprilia-Testfahrer Lorenzo Savadori befand sich in Barcelona, um die neue 850er zu testen.

Das Nachmittagstraining beginnt um 15:00 Uhr. Dann entscheidet sich, welche zehn Fahrer sich direkt für Q2 qualifizieren.

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