MotoGP FT1 Phillip Island 2025: Miller fährt Bestzeit, Bagnaia in den Top 10
Mit neuen Reifen fährt der Australier Jack Miller zum Schluss Bestzeit - Alex Marquez Zweiter, aber enge Situation mit Miguel Oliveira - Francesco Bagnaia vorne dabei
Jack Miller fuhr in der Schlussphase die schnellste Runde
Foto: Getty Getty
Optimaler Start in das Heimrennen für Lokalmatador Jack Miller (Pramac-Yamaha). Der Australier stellte im ersten Freien Training auf Phillip Island die Bestzeit auf. Alex Marquez (Gresini-Ducati) und Pedro Acosta (KTM) folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Nach morgendlichem Regen trocknete die Strecke bis zum ersten Training der Königsklasse ab. Bei bewölktem Himmel und kühlen 17 Grad Celsius wehte auch Wind über die Strecke, auf den sich die Fahrer einstellen mussten.
Francesco Bagnaia kehrte bereits nach der ersten Aufwärmrunde zurück an die Ducati-Box, ebenso Fabio Di Giannantonio. Dessen VR46-Ducati-Teamkollege Franco Morbidelli stürzte in seinem ersten Run in der Doohan-Kurve (Kurve 1).
In der Ducati-Box wurden die Reifen auf Bagnaias zweites Motorrad gewechselt. Es dauerte, bis das Motorrad bereit war und er wieder auf die Strecke fuhr. Bagnaia steigerte sich von Runde zu Runde, aber nach dem ersten Run fehlten ihm 1,9 Sekunden auf die Spitze.
Als Bagnaia zurück an der Box war, war seine Körpersprache eindeutig, als er die Instabilität und Vibrationen am Motorrad beschrieb. Teammanager Davide Tardozzi wirkte besorgt, als er Bagnaias erstes Feedback hörte.
In seinem zweiten Run steigerte sich Bagnaia schließlich deutlich und verkürzte seinen Rückstand zunächst auf rund sechs Zehntelsekunden und in seiner elften Runde weiter auf drei Zehntelsekunden. Damit mischte er in den Top 10 mit.
Enge Situation zwischen Marquez und Oliveira
In der Schlussphase wechselte keiner vom Medium-Hinterreifen auf den weichen, einige Fahrer montierten jedoch einen neuen Vorderreifen. Joan Mir stand zwei Minuten vor Trainingsende in der Doohan-Kurve im Kiesbett. Seine Honda erlitt auf der Zielgeraden einen Motorschaden.
Lokalmatador Miller fuhr zum Schluss mit einem neuen weichen Vorderreifen und einem neuen Medium-Hinterreifen. Zur Freude seiner Fans stellte er mit 1:28.281 Minuten Bestzeit auf. Mit dieser Runde verwies er Alex Marquez um 0,036 Sekunden auf den zweiten Platz.
Alex Marquez hatte zum Schluss Glück. In der Doohan-Kurve war er knapp hinter Miguel Oliveira (Pramac-Yamaha). Plötzlich berührte der Vorderreifen von Marquez den Hinterreifen von Oliveira. Marquez konnte den Sturz verhindern, Oliveira ebenso, der sich anschließend umdrehte.
Die Rennkommissare leiteten eine Untersuchung ein, ob Oliveira eventuell in der schnellen Doohan-Kurve vom Gas gegangen sei. Sie entschieden rasch und sprachen keine Sanktionen aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch die Ölflagge wegen Mirs Motorschadens geschwenkt.
Acosta lag als Dritter auch nur 0,135 Sekunden zurück. Indonesien-Sieger Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) fuhr in seiner letzten Runde die viertschnellste Zeit. Yamaha-Ass Fabio Quartararo kündigte am Donnerstag an, dass er sich auf dieser Strecke gute Chancen ausrechnet.
Das zeigte Quartararo mit lediglich 0,239 Sekunden Rückstand und Platz fünf. Marco Bezzecchi übte im Laufe des Trainings auch die Long-Lap-Schleife, da er sie im Rennen am Sonntag zweimal absolvieren muss. Der Aprilia-Fahrer klassierte sich als Sechster.
Bagnaia beendete den Vormittag schließlich auf Platz sieben. Die Top 10 komplettierten Johann Zarco (LCR-Honda), Di Giannantonio und Brad Binder (KTM). Mit 2,5 Sekunden Rückstand war Rookie Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) das Schlusslicht im Feld (zum kompletten Ergebnis).
Aprilia bestätigte während des Trainings, dass Jorge Martin auch beim Malaysia-Wochenende noch nicht zurückkehren wird.
Das zweite Training beginnt um 6 Uhr MESZ. Dann entscheidet sich, wie immer, wer sich direkt für Q2 qualifiziert.
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