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MotoGP in Argentinien: Michelin wagt Premiere bei den Reifen

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MotoGP in Argentinien: Michelin wagt Premiere bei den Reifen
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Nach dem Chaos-Rennen im Vorjahr hofft MotoGP-Reifenlieferant Michelin in Argentinien auf besseres Wetter und geht bei der Auswahl der Pneus neue Wege

Im vergangenen Jahr geriet der Große Preis von Argentinien aufgrund des Wetters zu einem echten Chaos-Rennen. Und das wirkt bis heute nach, nicht nur was den erneuten Zusammenstoß von Marc Marquez (Honda) und Valentino Rossi (Yamaha) auf der Strecke angeht. Auch in Bezug auf Asphalt und Reifen birgt der Kurs einige Fallstricke.

Die Oberfläche von Termas wurde im Vorjahr für den größten Teils des Layouts erneuert, allerdings fanden viele der Sessions 2018 auf feuchter Strecke statt. Die Folge: Michelin hatte nie die Möglichkeit, die Reifenpalette komplett auszuschöpfen, um ausreichend Daten zu sammeln. Tatsächlich war kein MotoGP-Event in Argentinien seit 2016 völlig trocken.

"Termas ist für Michelin seit unserer Rückkehr in die MotoGP eine Art Nemesis. Als wir dort 2015 einen Test hatten, regnete es, also bekamen wir nicht alle Daten und in den drei Jahren, in denen wir dort gefahren sind, hatten wir schlechtes Wetter, was bedeutet, dass wir nie in der Lage waren, ein völlig trockenes Wochenende zu verbringen", erinnert sich Piero Taramasso.

Trockenreifen in Termas ausschließlich symmetrisch

Dabei wäre das umso wichtiger, weiß der Motorsportchef von Michelin. Denn der Kurs ist mit seinen fünf Links- und neun Rechtskurven, der langen Geraden und den hohen Temperaturen ein echter Härtetest für die Reifen. "Es ist eine anspruchsvolle Strecke, die die Reifen wirklich an die Grenzen bringen kann, vor allem, wenn es ziemlich warm ist."

Bei den diesjährigen Reifenmischungen hat sich Michelin nicht nur an den begrenzten Daten aus dem vergangenen Jahr orientiert. "Wir haben auch unser Wissen darüber, wie Reifen auf anderen Strecke mit ähnlichen Eigenschaften wie Termas abgeschnitten haben, genutzt, um eine Auswahl für dieses Wochenende zu treffen", erklärt Taramasso weiter.

Dabei gibt es eine interessante Premiere: Zum ersten Mal setzt der Reifenhersteller in Argentinien nicht nur bei den Vorder-, sondern auch bei den Hinterreifen ausschließlich auf ein symmetrisches Design. Das sei angesichts der gleichmäßigen Verteilung der Belastung durch die verschiedenen Kurven die beste Aufteilung, so die Erklärung.

Die Mischungen sind wie gewohnt soft, medium und hard. Sollte es abermals regnen, gibt es Regenreifen in soft und medium. Die Hinterreifen sind in diesem Fall asymmetrisch, mit dem härteren Gummi auf der rechten Flanke. Michelin hofft jedoch auf trockene Bedingungen: "Wir sind entschlossen, einige starke Ergebnisse zu erzielen - wenn das Wetter es zulässt!"

Mit Bildmaterial von Michelin.

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Rennserie MotoGP
Urheber Juliane Ziegengeist