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MotoGP in Japan 2019: Marquez siegt souverän - Rossi gestürzt

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MotoGP in Japan 2019: Marquez siegt souverän - Rossi gestürzt
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20.10.2019, 07:00

Marc Marquez setzt seine Siegeserie in Motegi fort und sichert Honda den Hersteller-Titel im Alleingang - Quartararo ist "Rookie des Jahres" - Rossi scheidet mit Sturz aus

Perfektes Motegi-Wochenende für Marc Marquez: Nach der Pole am Samstag sicherte sich der Spanier auch im Rennen den Spitzenplatz und bescherte Honda auf der Heimstrecke damit den vorzeitigen Titelgewinn in der Herstellerwertung. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) schnappte sich Platz zwei und zugleich den Titel "Rookie des Jahres". Andrea Dovizioso (Ducati) feierte als Dritter sein 100. Podium.

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Auch wenn Marquez im Rennen alles unter Kontrolle zu haben schien, gab er zu: "Einfach war das nicht. Meine Strategie war diesmal, von Beginn an einen Abstand herauszufahren. Dann ließ ich es aber ein bisschen ruhiger angehen, weil Motegi in puncto Spritverbrauch eine der kritischsten Strecken ist. Man musste heute viel nachdenken beim Fahren."

"Aber das gesamte Team hat mal wieder einen großartigen Job gemacht und den besten Kompromiss gefunden", lobte Marquez seine Crew. In der ewigen Bestenliste der MotoGP-Sieger kletterte der 26-Jährige dank seine Triumphs in Japan weiter nach oben. Mit 54. Siegen in der Königsklasse rangiert er nun auf Platz drei gleichauf mit Mick Doohan und hinter Valentino Rossi (1.) sowie Giacomo Agostini (2.).

Quartararo rettet P2 vor Dovizioso ins Ziel

Auch Quartararo schrieb seine eigene Erfolgsstatistik mit dem sechsten Podest in seiner Rookie-Saison fort. "Mein Hinterreifen war komplett am Ende. Marc war einen Tick schneller. Ich habe 100 Prozent gegeben, um an ihm dran zu bleiben, aber am Schluss kam 'Dovi' stark näher. Ich bin happy, den zweiten Platz ins Ziel gebracht zu haben", resümierte er.

Dovizioso verfehlte Platz zwei am Ende nur knapp. Ihm lief die Zeit davon. "Das Rennen war seltsam, weil es so viele unterschiedliche Reifenwahlen gab", erklärte der Ducati-Pilot im Parc ferme. "Ich denke, der (Soft-)Reifen von Quartararo war am Schluss einfach fertig. Ich selbst tat mich an diesem Wochenende ein bisschen schwer, aber die Reifenwahl für das Rennen (soft-medium; Anm. d. Red.) war die richtige."

 

Vor dem Start war die Reifenwahl für viele tatsächlich ein Fragezeichen. Mit 21 Grad Luft- und 28 Grad Asphalttemperatur war es nicht mehr so warm wie in den Rennen der kleinen Klassen, aber immer noch wärmer als am Trainingsfreitag. In der Startaufstellung wurde noch fleißig an den Bikes geschraubt, hier und da tauschte man kurzfristig die Reifen.

Marquez gewinnt den Start, Morbidelli verliert

Marquez war kurioserweise mit einem Regenreifen in die Startaufstellung gefahren - wohl ein Ablenkungsmanöver, um seine finale Wahl nicht zu verraten. In die Aufwärmrunde ging der Weltmeister schließlich mit der Kombination medium-medium. Das Petronas-Yamaha-Duo aus Reihe eins setzte am Hinterrad hingegen auf die weiche Reifenmischung.

Den Start gewann Pole-Setter Marquez, während Franco Morbidelli im Duell mit Quartararo weit gehen musste und einige Positionen verlor. Quartararo wagte noch auf der ersten Runde einen Angriff auf Marquez und ging vorbei, konnte die Führung aber nicht lange halten. Dem Weltmeister gelang es daraufhin, einen Abstand herauszufahren. Nach zwei Runden hatte er bereits über eine Sekunde Vorsprung auf Quartararo.

 

Unter den Verfolgern entbrannte derweil ein Kampf zwischen Morbidelli und Jack Miller (Pramac-Ducati) um Platz drei. Dahinter hingen Dovizioso und Vinales fest, die zunächst keinen Weg vorbei fanden. Nach fünf Runden hatte sich das Feld weitgehend sortiert und Quartararo versuchte, die Lücke zu Marquez zu schließen, doch der Spanier reagierte sofort.

Miller fällt zurück, Rossi scheidet mit Sturz aus

An dritter Stelle kämpfte Miller vergeblich um den Anschluss, konnte sich aber zumindest von seinen Verfolgern Mordidelli, Dovizioso und Vinales distanzieren. Allerdings hielt sein Vorsprung nicht lange: Innerhalb weniger Runden verlor der Pramac-Fahrer mehrere Positionen und fand sich zur Hälfte der 24 Rennrunden nur noch auf Platz sechs wieder.

Nicht in den Top rangierte zu diesem Zeitpunkt Yamaha-Pilot Valentino Rossi, der als Elfter bereits 13 Sekunden Rückstand hatte. Und das Feld dividierte sich weiter auseinander, denn Marquez zog das Tempo an und baute seinen Vorsprung auf über zwei Sekunden aus. Quartararo musste abreißen lassen und auch sein Teamkollege Morbidelli bekam Probleme, denn sowohl Dovizioso als auch Vinales gingen an ihm vorbei.

 

Mit Anbruch der letzten sieben Runden deutete sich ein Duell der beiden um den letzten Podestplatz an. Vinales setzte Dovizioso immer stärker unter Druck, fand trotz des Kurvenspeeds der Yamaha zunächst aber keinen Weg vorbei. Trotzdem lief es für ihn immer noch besser als für Rossi, der vier Runden vor dem Rennende im Kiesbett landete und ausschied. Ein Wochenende zum Vergessen für den "Doktor".

Vinales verfehlt Motegi-Podium als Vierter knapp

In der Schlussphase konnte sich Dovizioso nicht nur von Vinales freischwimmen, sondern näherte sich auch mit großen Schritten Quartararo - allerdings zu spät für einen Angriff. Der Petronas-Pilot rettete Platz zwei mit einer knappen halben Sekunde Vorsprung ins Ziel, während Marquez einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Dovizioso komplettierte das Podium.

 

Hinter Vinales auf vier schnappte Cal Crutchlow (LCR-Honda) Morbidelli auf den letzten Metern noch den fünften Platz weg. Suzuki-Pilot Alex Rins wurde Siebter vor Teamkollege Joan Mir und den beiden Ducatis von Danilo Petrucci und Miller. Pol Espargaro landete als bester KTM-Pilot auf Rang elf, gefolgt von Markenkollege Miguel Oliveira, Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati), Mika Kallio (KTM) und Aleix Espargaro (Aprilia).

Takaaki Nakagami (LCR-Honda) kam bei seinem Heim-Grand-Prix nicht über Platz 16 hinaus. Für ihn war es das letzte Rennen dieser Saison. Der Japaner unterzieht sich einer Schulter-OP und wird bei den drei noch ausstehenden MotoGP-Rennen von Johann Zarco ersetzt, der nach der vorzeitigen Trennung von KTM in Philipp Island sein Comeback gibt.

Honda-Pilot Jorge Lorenzo schaffte es in Motegi nicht in die Punkte. Er wurde Siebzehnter und konnte nur drei Fahrer hinter sich lassen: Karel Abraham (Avintia-Ducati), Hafizh Syharin (Tech-3-KTM) und Sylvain Guintoli (Suzuki). Neben Rossi kam auch Aprilia-Pilot Iannone nach einem Sturz nicht ins Ziel. Tito Rabat (Avintia-Ducati) setzte verletzt aus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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