Kevin Schwantz: Warum die moderne MotoGP ein Hit ist

Motorrad-Legende Kevin Schwantz erklärt, was die Motorrad-WM MotoGP so attraktiv macht und weshalb die Gegenwart sogar die oft glorifizierte Vergangenheit übertrifft.

"Für die Fans ist es jetzt viel besser", sagt Schwantz, der 1993 den WM-Titel in der damaligen 500er-Spitzenklasse erzielt hatte. "Jedes Bike – vielleicht noch mit Ausnahme von KTM – hat die Möglichkeit, vorn hineinzufahren."

"Jeder ist im Saisonverlauf mal an der Spitze dabei. Ich finde das klasse. Das macht das Racing nämlich umso aufregender."

Ein Blick in die MotoGP-Fahrerwertung 2017 unterstreicht diese Einschätzung: Die Top 4 in der Tabelle werden zur Sommerpause nur durch 10 Punkte getrennt, mindestens 5 Fahrer zählten zum Kreis der WM-Titelkandidaten. Und diese 5 Piloten sind auf 3 unterschiedlichen Marken unterwegs.

"Ich bin schon sehr gespannt, was die 2. Saisonhälfte mit sich bringt", sagt Schwantz.

"Gerade weil es an der Spitze so eng zugeht, macht jeder mal einen Fehler. Denn jeder Einzelne steht so sehr unter Druck, in jeder einzelnen Runde. Du kannst nicht einfach nur einmal mitrollen und einen 4. Platz einstreichen. Ehe du dich versiehst bist du 14."

"Am Sachsenring bewegte sich das ganze Feld in knapp 2 Sekunden [auf eine schnelle Runde]. Da brauchst du nur mal einen schlechten Tag erwischen, dann stehst du auf Platz 15."

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