MotoGP Misano 2: Miller am Freitag klar vorn - Quartararo nicht in den Top 10

Jack Miller sichert sich am Nachmittag in Misano die klare Bestzeit vor Johann Zarco und Aleix Espargaro - Fabio Quartararo verpasst die Top 10 im Nassen deutlich

MotoGP Misano 2: Miller am Freitag klar vorn - Quartararo nicht in den Top 10

Ducati-Pilot Jack Miller fuhr im zweiten Freien Training der MotoGP in Misano in einer eigenen Liga. Auf nasser Strecke knackte er als einziger Fahrer die 1:42er-Marke und distanzierte die Konkurrenz mit einer Bestzeit von 1:41.305 Minuten deutlich.

Johann Zarco (Pramac-Ducati) belegte Rang zwei, hatte aber bereits 0,927 Sekunden Rückstand. Aleix Espargaro (Aprilia) wurde Dritter, ihm fehlten 59 Tausendstel auf Zarco.

Da es nicht mehr regnete und sich sogar die Sonne zeigte, wurden die Bedingungen auf der Strecke mit jeder Runde besser. Die große Mehrheit des Feldes fuhr bereits in der Anfangsphase schneller als am Vormittag. So markierte Miller im fünften Umlauf eine neue Gesamtbestzeit und setzte sich früh an die Spitze.

Nicht trocken genug für Slicks

Dort hielt sich der Australier, der sich in der Folge weiter verbessern konnte, den Großteil der Session mit einem überaus komfortablen Vorsprung von mehr als einer Sekunde.

Da es nicht mehr so kühl war wie am Vormittag, probierten viele Fahrer diesmal auch die härtere Variante des Regenreifens aus. Zum Ende des Trainings bildeten sich auf dem Asphalt erste trockene Stellen, doch für Slicks reichte es noch nicht.

In der Schlussphase konnten viele Fahrer zwar zulegen, an Miller kam aber niemand vorbei. Zarco, im ersten Freien Training Schnellster, Aleix Espargaro verkürzten den Rückstand aber immerhin auf unter eine Sekunde. Beide fuhren ihre persönlich schnellsten Runden jeweils im letzten Umlauf.

Große Namen außerhalb der Top 10

Hinter den Top 3 ordneten sich mit Iker Lecuona und Miguel Oliveira zwei KTM-Piloten auf den Plätzen vier und fünf ein. MotoGP-Rookie Luca Marini (Avintia-Ducati) ließ als starker Sechster aufhorchen. Auch Lorenzo Savadori setzte sich bei seinem Wildcard-Start mit Aprilia in Szene und belegte Rang sieben.

Francesco Bagnaia (Ducati) konnte sich wegen eines späten Fehlers nicht mehr steigern und blieb mit 1,364 Sekunden Rückstand auf Platz acht hängen. Die Top 10 komplettierten Danilo Petrucci (Tech-3-KTM) und Jorge Martin (Pramac-Ducati).

Joan Mir (Suzuki) beendete den Trainingsfreitag als Elfter, gefolgt von Enea Bastianini (Avintia-Ducati) sowie beiden Marquez-Brüdern Alex (LCR-Honda) und Marc (Honda). Mirs Teamkollege Alex Rins kam nicht über Platz 15 hinaus.

WM-Leader Fabio Quartararo (Yamaha) tut sich im Nassen weiterhin schwer: Für ihn reichte es nur zum 16. Platz. Auf die Tagesbestzeit fehlten dem Franzosen 1,792 Sekunden. Da es auch morgen Vormittag regnen soll, läuft Quartararo Gefahr, sich womöglich zum ersten Mal in dieser Saison nicht direkt für Q2 qualifizieren zu können.

Trotz des Rückstands war er am Freitag der beste Yamaha-Pilot. Sein Teamkollege Franco Morbidelli rangierte nur auf Platz 20 noch hinter Brad Binder (KTM), Michele Pirro (Ducati) und Pol Espargaro (Honda), der in Kurve 13 für den einzigen Sturz sorgte.

Auch bei Petronas-Yamaha ging nicht viel: Valentino Rossi belegte hinter Maverick Vinales (Aprilia) Platz 22. Ihm fehlten knapp zweieinhalb Sekunden auf die Spitze. Andrea Dovizioso reihte sich noch hinter Takaaki Nakagami (LCR-Honda) ein und wurde mit mehr als drei Sekunden Rückstand Letzter.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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