MotoGP Mugello 2021: Quartararo siegt, kurioser Auffahrunfall vor dem Start

Fabio Quartararo lässt in Mugello nichts anbrennen und gewinnt - Erstes KTM-Podium 2021 - Marquez stürzt früh - Bastianini sorgt für das Kuriosum des Rennens

MotoGP Mugello 2021: Quartararo siegt, kurioser Auffahrunfall vor dem Start

Fabio Quartararo ist der große Gewinner des MotoGP-Rennens in Mugello: Beim Italien-GP setzte sich der Yamaha-Pilot in souveräner Manier durch. Quartararos Sieg schien nur in den ersten eineinhalb Runden in Gefahr, als Francesco Bagnaia das Rennen anführte. Ein Sturz des Ducati-Piloten machte dann jedoch den Weg frei.

Die Gedanken des Siegers waren zunächst bei Jason Dupasquier: "Es ist ein seltsamer Tag. Vor dem Start waren die Gefühle bei der Schweigeminute sehr stark. Ich bin ein Gefühlsmensch. Immer, wenn ich an Kurve 9 vorbeigefahren bin, habe ich an Jason gedacht. Dieser Sieg ist für ihn. Generell war es ein gutes Wochenende für uns. Aber es ist jetzt kein tolles Gefühl. Ich habe gewonnen, aber einen Freund verloren. Das ist nicht einfach."

 

Die kurioseste Szene des Rennens ereignete sich schon vor dem eigentlichen Rennstart: Am Ende der Auslaufrunde krachte Enea Bastianini seinem Ducati-Markenkollegen Johann Zarco ins Heck. Bastianinis Bike lag anschließend mitten auf der Start-Ziel-Geraden. Er musste das Rennen anschließend auf dem Ersatzmotorrad aus der Boxengasse starten.

Francesco Bagnaia setzte sich am Start durch und wehrte auch erste Attacken von Fabio Quartararo ab. Dahinter reihten sich Miguel Oliveira, Johann Zarco und Jack Miller ein. Marc Marquez lag nach den ersten Kurven auf Rang zehn, stürzte aber eingangs der zweiten Runde. Wenige Kurven später war auch Bagnaia aus dem Rennen: Er stürzte in Arrabbiata 2.

Bagnaia-Crash ebnet den Weg für Quartararo

Dadurch lag nun eine Zweiergruppe bestehend aus Quartararo und Zarco an der Spitze. Beide hatten schon einen kleinen Vorsprung nach hinten, machten diesen mit ihren Zweikämpfen aber wieder zunichte. Nach einigen Runden bestand die Spitze aus zwei Dreiergruppen: Quartararo, Zarco und Oliviera einerseits und Miller, Alex Rins und Joan Mir andererseits.

 

In Runde 5 fiel die Vorentscheidung im Kampf um den Sieg: Quartararo hatte genug Vorsprung, um nicht auf der Geraden von Zarcos Ducati geschluckt zu werden. Er baute sein Polster in diesem Umlauf auf 0,7 Sekunden aus und vergrößerte es anschließend immer weiter.

Hinter Zarco und Oliveira schob sich die Gruppe im Kampf um P4 zusammen. Rins attackierte Miller mehrfach, doch der Australier konterte zunächst jeden Angriff mit Hilfe der Ducati-Power auf der Geraden. In Runde 8 schafften es Rins und Mir endgültig an Miller vorbei. Nun lauerten auch schon Brad Binder und Aleix Espargaro auf ihre Chance. Der KTM-Pilot zog einen Umlauf später vorbei.

Suzuki-Duo holt auf

 

Zu Beginn der zweiten Rennhälfte beruhigte sich das Geschehen für einige Runden. Mir und Rins schlossen jedoch in kleinen Schritten zu Zarco und Oliveira auf. Acht Runden vor Schluss war der Anschluss hergestellt. Oliveira reagierte umgehend und kassierte Zarco in Kurve 10.

Eine Runde später setzte Mir das exakt gleiche Manöver gegen Zarco und eroberte so Rang drei. Rins zog kurz danach in der Casanova-Savelli-Sektion nach. Gegen den Suzuki-Piloten konnte Zarco auf der Geraden nochmals kurz kontern, ein Verbremser in San Donato entschied das Duell endgültig. Am Ende der Runde warf Rins das Rennen jedoch erneut per Sturz weg.

An der Spitze war die Sache jedoch klar: Quartararo überquerte den Zielstrich als Sieger, am Ende betrug sein Vorsprung 3,1 Sekunden auf die Kampfgruppe dahinter. Oliveira hielt sich auf der Strecke Weltmeister Mir vom Leib, wurde wegen Track Limits aber zunächst um eine Position zurückversetzt.
 
Den zweiten Platz erhielt Oliveira wenige Augenblicke später wieder zurück, denn auch Mir verstieß gegen die Track Limits. Somit hatte die ursprüngliche Reihenfolge mit Oliveira vor Mir wieder Bestand. Oliveira durfte aber so oder so über den ersten Podiumsplatz der Saison 2021 für KTM jubeln.

Zarco brachte Platz vier ins Ziel, vor Binder, Miller und Aleix Espargaro. Maverick Vinales wurde nach einem unauffälligem Rennen Achter, vor Danilo Petrucci und Valentino Rossi, der zum ersten Mal in dieser Saison ein Top-10-Resultat holt. Iker Lecuona, Pol Espargaro, Michele Pirro, Alex Marquez und Lorenzo Savadori holen die letzten Punkte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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