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Teamchef Davide Brivio verlässt Trackhouse - Der Italiener wechselt 2027 in beratender Funktion zu HRC - Honda baut seine MotoGP-Struktur grundlegend um

MotoGP-Paukenschlag: Davide Brivio wechselt von Trackhouse zu Honda

Davide Brivio wird Trackhouse verlassen und zu Honda wechseln

Foto: Trackhouse Trackhouse

Paukenschlag im MotoGP-Paddock in Le Mans: Teamchef Davide Brivio wird das Trackhouse-Aprilia-Team verlassen und 2027 ins Management des MotoGP-Werksteams von Honda wechseln.

Diese Meldung wurde am Samstag zuerst von Sky Sport Italien berichtet und konnte von Motorsport.com Spanien, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, bestätigt werden.

Der Wechsel markiert die Rückkehr des italienischen Managers in eine Werksstruktur. Er war bereits vor mehr als 20 Jahren bei Yamaha tätig, wo er eine Schlüsselrolle beim Aufbau des Teams rund um Valentino Rossi spielte.

Später war Brivio maßgeblich an der Rückkehr des Suzuki-Werksteams im Jahr 2015 beteiligt. Den Höhepunkt bildete 2020 der überraschende MotoGP-Weltmeistertitel von Joan Mir.

Unmittelbar nach dem Titelgewinn mit dem Hersteller aus Hamamatsu wechselte Brivio zur Formel-1-Mannschaft von Alpine. Er startete zunächst als Renndirektor und übernahm anschließend verschiedene Rollen innerhalb der Organisation.

Ende 2023 verließ er Alpine wieder. Im Frühjahr kehrte Brivio in die MotoGP zurück und übernahm bei Trackhouse die Position des Teamchefs. Das Team von Justin Marks hatte Ende 2023 die RNF-Struktur übernommen.

Der US-Rennstall hat den Abgang von Brivio bislang nicht offiziell bestätigt. Der Italiener wird jedoch 2027 in beratender Funktion zu HRC wechseln. Brivio wird aber nicht die Position von Alberto Puig übernehmen.

Puig ist seit 2018 Teammanager bei Honda. Sein Vertrag läuft Ende der aktuellen Saison aus und soll erwartungsgemäß verlängert werden. Erwähnenswert ist auch der Abgang von Hikaru Tsukamoto aus Hondas Rennabteilung.

Alberto Puig

Alberto Puig wird seinen Vertrag erwartungsgemäß verlängern

Foto: Alexander Trienitz

In den vergangenen Jahren hatte Tsukamoto die Entwicklung der Motorradsparte von Honda verantwortet. Beim jüngsten Thailand-Grand-Prix in Buriram verabschiedete er sich vom Paddock-Personal, bevor er nach China versetzt wurde.

Motorsport.com Spanien erfuhr, dass Honda seine Strategie hinsichtlich der Organisation seines MotoGP-Projekts ändert. Japanische Manager übernehmen eine deutlich prominentere Rolle als in den vergangenen Jahren.

So wurde die Operation, die zur Verpflichtung von Fabio Quartararo von Konkurrent Yamaha führte, direkt von Taichi Honda abgewickelt. Quartararo soll ab 2027 der Nummer-1-Fahrer von Honda sein.

Die japanische Führungsgruppe war auch für die Entscheidung verantwortlich, Johann Zarcos Vertrag im vergangenen Jahr um weitere zwei Jahre zu verlängern - ein Schritt, der im Paddock für Stirnrunzeln gesorgt hat.

Die offizielle Bestätigung des Fahrermarkts steht aufgrund der laufenden Verhandlungen zwischen der MotoGP Sports Entertainment Group sowie den teilnehmenden Herstellern und Teams noch aus.

Trotzdem hat Quartararo bereits einen garantierten Platz im Honda-Werksteam. Als sein Teamkollege ist David Alonso vorgesehen, der bereits einen Vorvertrag unterzeichnet hat. Zarco und Diogo Moreira bleiben im LCR-Team.

In den vergangenen Wochen gab es Gespräche, ob Honda sein Aufgebot 2027 auf sechs Motorräder erweitern könnte. Diese Möglichkeit scheint nach den jüngsten Gesprächen in Le Mans erheblich unwahrscheinlicher geworden zu sein.

Derzeit deutet alles darauf hin, dass das französische Tech3-Team unter der Leitung von Günther Steiner aller Voraussicht nach bei KTM bleiben wird.

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