MotoGP Phillip Island 2025: Premierensieg von Raul Fernandez
Raul Fernandez gewinnt den Grand Prix von Australien souverän - Fabio Di Giannantonio Zweiter - Marco Bezzecchi nach 2 Long-Laps als Dritter auf dem Podium
Raul Fernandez hat seinen ersten MotoGP-Sieg erobert
Foto: Getty Getty
Raul Fernandez hat den Grand Prix von Australien gewonnen. Für den Spanier war es genauso wie für das US-amerikanische Trackhouse-Aprilia-Team der erste MotoGP-Sieg. Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) fuhr als Zweiter ins Ziel. Marco Bezzecchi (Aprilia) arbeitete sich nach zwei Long-Lap-Strafen auf Platz drei nach vorne.
"Ich kann es einfach nicht glauben", jubelt Raul Fernandez. "Ich denke, nach langer Zeit haben wir endlich etwas gefunden. Mein Team hat immer an mich geglaubt, sie haben nie aufgehört, mich zu unterstützen. Das ist die Konsequenz harter Arbeit."
"Ich habe versucht, das Rennen bis zum Ende zu kontrollieren. Wir wussten, dass man auf so einer Strecke den Hinterreifen sehr gut managen muss, und das habe ich versucht, denn am Ende war es wirklich schwierig. Die letzten fünf Runden waren besonders lang für mich."
Beim Start zum Rennen über 27 Runden übernahm Bezzecchi vor Raul Fernandez und Pedro Acosta (KTM) die Führung. Polesetter Fabio Quartararo (Yamaha) fiel auf Platz vier zurück. Zu Beginn von Runde drei schnappte sich Acosta Platz zwei von Raul Fernandez.
Aber Raul Fernandez konnte die KTM wieder überholen. Zu Beginn der fünften Runde hatte Bezzecchi 1,2 Sekunden Vorsprung. Als er seine erste Long-Lap-Strafe antrat, fiel er auf den dritten Platz zurück. In der siebten Runde fuhr er die zweite Long-Lap-Strafe.
Die Reihenfolge lautete nun: Raul Fernandez, Acosta, Quartararo, Alex Marquez (Gresini-Ducati), Di Giannantonio und Bezzecchi. Der Aprilia-Werksfahrer hatte rund 2,8 Sekunden Rückstand auf seinen Markenkollegen an der Spitze.
Raul Fernandez gab Gas und setzte sich bis zur zehnten Runde um rund eineinhalb Sekunden von Acosta ab. In Runde elf überholte Bezzecchi Quartararo auf der Gardner-Straight und war damit Fünfter. Sein Rückstand auf Raul Fernandez wuchs bis Rennhalbzeit auf viereinhalb Sekunden an.
Hinter dem Trackhouse-Fahrer bahnte sich größerer Kampf um die weiteren Podestplätze an. In Runde 16 kam Acosta in der Stoner-Kurve zu weit nach außen. Alex Marquez nutzte diesen kleinen Fehler und bremste sich vor der Miller-Haarnadel an der KTM vorbei.
Für die letzten zehn Runden hatte Raul Fernandez rund drei Sekunden Vorsprung. Bei seinem 76. MotoGP-Start fuhr der 24-Jährige souverän seinen ersten MotoGP-Sieg ins Ziel. Es war auch sein erster Podestplatz in der Königsklasse.
Einige Überholmanöver bei den Verfolgern
Im Verfolgerfeld blieb es spannend. In der 19. Runde überholte Di Giannantonio in Kurve 10 Acosta und eroberte damit den dritten Platz. Auf der Gardner-Straight fuhr Acosta zunächst wieder an der gelben Ducati vorbei, aber im Southern-Loop überholte Di Giannantonio erneut.
Der VR46-Fahrer machte anschließend Jagd auf Alex Marquez und konnte den Gresini-Fahrer in der 23. Runde überholen. Raul Fernandez hatte zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbare dreieinhalb Sekunden Vorsprung.
"Es war ein großartiges Rennen", sagt Di Giannantonio zu Platz zwei, "vielleicht sogar das emotionalste meiner Karriere, weil wir das Potenzial hatten, aber durch das Qualifying die Siegchance verspielt haben. Abgesehen davon war das Rennen fantastisch."
In der Schlussphase musste sich Acosta gegen Bezzecchi verteidigen. In Runde 22 überholte der Italiener in Kurve 8 und war damit Vierter. Bezzecchi machte anschließend Jagd auf die beiden Ducati-Fahrer und holte sie rasch ein.
In der vorletzten Runde bremste sich Bezzecchi in Kurve 10 an Alex Marquez vorbei und übernahm den dritten Platz. Mit diesem Manöver waren die Podestplätze vergeben. "Es war ein super hartes Rennen, denn natürlich war durch die Strafe alles komplizierter."
"Aber meine Strategie hat perfekt funktioniert, weil ich einen perfekten Start hinlegen und am Anfang pushen wollte", sagt Bezzecchi. "Ich hätte nie gedacht, dass ich mit einer Strafe noch aufs Podium komme, deswegen bin ich sehr zufrieden."
Bagnaia scheidet durch Sturz aus
Hinter Alex Marquez kam Acosta als Fünfter ins Ziel. Bester Honda-Fahrer war Luca Marini als Sechster, gefolgt von der besten Yamaha von Alex Rins. Die Top 10 komplettierte das KTM-Trio Brad Binder, Enea Bastianini und Pol Espargaro. Quartararo fiel bis auf Rang elf zurück (zum Rennergebnis).
Die weiteren WM-Punkte gingen an Miguel Oliveira (Pramac-Yamaha), Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia), Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) und Franco Morbidelli (VR46-Ducati). Lorenzo Savadori (Aprilia), Somkiat Chantra (LCR-Honda) und Michele Pirro (Ducati) gingen leer aus.
Vier Runden vor Rennende schied Francesco Bagnaia (Ducati) durch einen Sturz in Siberia aus. Zu diesem Zeitpunkt war der Italiener Zwölfter. Damit ist Bezzecchi neuer WM-Dritter und liegt acht Punkte vor Bagnaia (zur WM-Wertung).
Neben Bagnaia schieden noch drei weitere Fahrer aus: Zu Beginn der fünften Runde stürzte Johann Zarco (LCR-Honda) im ersten Sektor. Im gleichen Umlauf endete auch das Heimrennen von Jack Miller (Pramac-Ducati) durch einen Sturz. Joan Mir (Honda) stürzte in Runde 10.
Der nächste Grand Prix findet bereits am kommenden Wochenende in Malaysia statt. Vom 24. bis 26. Oktober wird in Sepang gefahren (zum Kalender).
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