MotoGP 2017 auf Phillip Island: Aprilia-Bestzeit hauchdünn vor Marquez

Aleix Espargaro holt am Freitag in Australien für Aprilia die Bestzeit vor MotoGP-Weltmeister Marc Marquez - Valentino Rossi & Jorge Lorenzo verpassen die Top 10.

Überraschung am Freitag in Australien. Aprilia-Pilot Aleix Espargaro toppt die Zeitentabelle beim Trainingsauftakt der MotoGP 2017 auf Phillip Island und sichert sich mit einer Bestzeit von 1:29.225 Minuten nach den ersten beiden Freien Trainings die Spitzenposition. MotoGP-Weltmeister Marc Marquez musste seine Führung aus der Morgensession abgeben, blieb aber am Nachmittag nur fünf Tausendstelsekunden hinter Espargaro Zweiter.

Beide Trainings zum Großen Preis von Australien konnten auf trockener Strecke stattfinden. Ihre schnellsten Zeiten fuhren die meisten Piloten mit dem Medium-Reifen vorn und der soften Option am Hinterrad. Marquez experimentierte als einziger Fahrer gegen Ende der Session mit dem harten Vorderreifen und konnte seine persönliche Bestzeit damit nochmals steigern, biss sich an der Marke von Spitzenreiter Espargaro aber die Zähne aus.

Ergebnis: MotoGP auf Phillip Island

Insgesamt waren die Abstände jedoch eng. So fehlte auch Ducati-Pilot Andrea Dovizioso am Ende nur knapp eine Zehntelsekunde auf die Tagesbestzeit. Cal Crutchlow (LCR-Honda) kämpfte sich in seinem letzten Run noch auf Rang vier vor. Ihn trennten wiederum nur sieben Tausendstelsekunden von der Dovi-Zeit. Yamaha-Fahrer Maverick Vinales rundete die Top 5 mit knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand ab.

Ducati-Pilot Jorge Lorenzo verpasst die Top 10

Der Spanier kam am Freitag auf Phillip Island deutlich besser zurecht als zuletzt im verregneten Motegi, führte die Zeitentabelle zwischenzeitlich sogar an. Im zweiten Freien Training stürzte er jedoch in der schnellen Kurve 8 über das Vorderrad und konnte sich danach auf seiner zweiten Maschine nicht mehr steigern. Am Nachmittag gingen auch Alvaro Bautista (Aspar-Ducati), Folger-Ersatz Broc Parkes (Tech-3-Yamaha) und Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) zu Boden.

Lokalmatador Jack Miller beendete den Trainingstag auf seiner Heimstrecke mit einem starken sechsten Platz. Der Marc-VDS-Pilot hatte sich Ende September das rechte Schienbein gebrochen und saß am Freitag seit dem Unfall erstmals wieder auf seinem MotoGP-Bike. Suzuki-Fahrer Andrea Iannone knüpfte an seine Steigerung in Motegi an und konnte mit einem siebten Platz direkt in die Top 10 vordringen. Sein Rückstand betrug 0,379 Sekunden.

Johann Zarco (Tech-3-Yamaha), Dani Pedrosa (Honda) und KTM-Pilot Pol Espargaro schafften es am Freitag ebenfalls unter die besten Zehn. Jorge Lorenzo wurde auf seiner Ducati Elfter. Er war einer der wenigen Fahrer, die auf Phillip Island mit der Aero-Verkleidung fuhren, konnte daraus diesmal jedoch keinen Vorteil ziehen. Da auf dem freiliegenden Kurs oft ein starker Wind weht, verzichtete ein Großteil der Fahrer auf die Flügel-Verkleidungen.

Valentino Rossi mit sieben Zehntel Rückstand Zwölfter

Yamaha-Star Valentino Rossi schloss den Trainingsauftakt als Zwölfter ebenfalls außerhalb der Top 10 ab. Sollte es morgen Vormittag regnen, könnte das bedeuten, dass der Italiener in Q1 antreten muss. Nach seinem Sturz in Motegi plagen ihn Schulterschmerzen. Sein Abstand auf die Spitzenzeit von Espargaro betrug 0,752 Sekunden. Hinter ihm schafften es Karel Abraham (Avintia-Ducati), Bradley Smith (KTM) und Alex Rins (Suzuki) in die Top 15.

Pramac-Ducati-Pilot Danilo Petrucci, in Japan noch auf dem Podest, kam auf Phillip Island nicht über Platz 17 hinaus. Mehrfach fand sich der Italiener neben der Strecke wieder, zu Fall kam er aber nicht. MotoGP-Rookie Sam Lowes stellte seine Aprilia auf den 20. Rang. Er war knapp 1,5 Sekunden langsamer als sein Teamkollege an der Spitze. Ersatzmann Broc Parkes wurde Letzter. Sein Rückstand schmolz im Vergleich zum Morgen auf 2,927 Sekunden.

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Rennserien MotoGP
Veranstaltung Phillip Island
Rennstrecke Phillip Island Grand Prix Circuit
Artikelsorte Trainingsbericht
Tags ergebnis, fp1, fp2, gp australien, motogp 2017, motorrad-wm, phillip island, training