MotoGP-Premiere in Indien: Strecken-Homologation sehr kurzfristig
Die notwendigen Modifikationen an den Auslaufzonen sollen durchgeführt werden - Knapper Zeitplan, denn die FIM nimmt die Strecke erst am Tag vor dem Training ab
In wenigen Wochen wird die MotoGP zum ersten Mal in Indien gastieren. Für den 24. September ist der erste Grand Prix auf dem Buddh-International-Circuit geplant. Die Anlage befindet sich rund 50 Kilometer südöstlich von Neu-Delhi.
Diese fünf Kilometer lange Strecke wurde ursprünglich vom Designbüro von Hermann Tilke gebaut. Sie wurde im Oktober 2011 eröffnet. Von 2011 bis 2013 fanden dort drei Formel-1-Rennen statt. Gewonnen wurden sie alle vom damaligen Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel.
Auch aufgrund von Steuerproblemen mit den indischen Behörden wurde das Rennen wieder aus dem Formel-1-Kalender gestrichen. Seither gab es praktisch keine internationalen Rennveranstaltungen auf dieser Strecke.
Für die Motorrad-WM müssen deshalb einige Dinge modernisiert werden. Das betrifft unter anderem auch Auslaufzonen. FIM-Sicherheitschef Tome Alfonso war im November 2022 erstmals vor Ort, um die Strecke zu inspizieren.
"Wir waren für diesen Besuch ziemlich gut vorbereitet", wird der Spanier von MotoGP.com zitiert. "Wenn man dann vor Ort ist, sieht man viel mehr. Prinzipiell geht es immer um die Auslaufzonen."
"Generell haben wir verlangt, dass die vielen asphaltierten Auslaufzonen reduziert und die Kiesbetten vergrößert werden müssen." Das betrifft auf der Buddh-Strecke einige Kurven, nämlich die Kurven 1, 2, 3, 4, 5, 7, 13, 14.
"Wir haben uns auch darauf geeinigt, die Kurven 3, 13 und 14 etwas zu ändern, um die Auslaufzonen zu vergrößern. Wir integrierten auch Airfences und Schaum, abhängig von möglichen Aufprallwinkeln."
In vielen Auslaufzonen müssen für die MotoGP Kiesbetten installiert werden
Foto: Motorsport Images
"Schließlich haben wir uns auch den Randsteinen gewidmet, denn sie waren mehr für Automobilrennen gedacht. Für uns waren sie etwas zu aggressiv." Das Streckenlayout ist mit kleinen Änderungen grundsätzlich gleich geblieben.
Allerdings gab es in den vergangenen Monaten Berichte, dass sich die Arbeiten an der Strecke verzögern. Bislang hieß es von MotoGP Promoter Dorna Sports, dass das Rennen wie geplant stattfinden wird. Auch der Verkauf der Tickets läuft bereits.
Trotzdem könnte bis zuletzt ein Fragezeichen hinter dem Rennen stehen. Denn Alfonso hält fest: "Die Arbeiten müssen erledigt werden. Die finale Abnahme der Strecke wird erst am Tag vor dem Rennwochenende stattfinden."
Das heißt, die finale Homologation der Strecke wird am Donnerstag (21. September) am Tag vor den ersten Trainings über die Bühne gehen. Dann sind natürlich schon alle Teams vor Ort. Zuletzt war Indien im Rahmen des Spielberg-Wochenendes Thema in der Sicherheitskommission.
"Hoffentlich ist es sicher genug", meint Aleix Espargaro. "Vor einiger Zeit habe ich Fotos gesehen, dass in der letzten Kurve eine Mauer sehr nahe steht, so wie in Indianapolis - verrückt. Ich möchte der Dorna vertrauen. Warten wir ab. Wenn es dort eine Mauer gibt, können wir nicht fahren. Sie haben uns gesagt, dass die Arbeiten laufen und sie rechtzeitig fertig sein werden. Danach sieht es momentan aus."
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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