MotoGP-Privattest in Mugello: Viele neue Entwicklungen

Mehrere Teams legen in Mugello einen privaten Test ein: Suzuki probiert neue Vordergabel und neuen Motor. Viele neue Teile bei Aprilia. Neues Ducati-Chassis für Jorge Lorenzo.

MotoGP-Privattest in Mugello: Viele neue Entwicklungen

Einige MotoGP-Teams machten sich in dieser Woche auf den Weg nach Italien, um am Donnerstag und Freitag einen Privattest einzulegen. Die Werksteams von Yamaha, Ducati, Honda, Aprilia und Suzuki setzten die Entwicklungsarbeit in Mugello fort mit den Stammfahrern fort. Von den Privatteams war lediglich LCR-Honda mit beiden Piloten anwesend. Allerdings musste der Tag vorzeitig beendet werden, denn gegen 15:30 Uhr begann es zu regnen.

Ducati nutzte diesen Test, um sich auf das wichtige Heimrennen Anfang Juni vorzubereiten. Jorge Lorenzo probierte ein neues Chassis und eine etwas veränderte Winglet-Verkleidung aus. Offizielle Rundenzeiten wurden von diesem Privattest nicht veröffentlicht. Andrea Dovizioso konzentrierte sich in erster Linie auf die Abstimmung der Desmosedici. Für beide Werksfahrer ist der Test nach einem Tag beendet. Am Freitag wird Testfahrer Michele Pirro übernehmen.

Das Honda-Werksteam nutzte ebenfalls den Donnerstag und setzte die Arbeit vom Jerez-Test vergangenen Montag fort. Neben der neuen Aerodynamik ging es um Details bei der Abstimmung. Die neue Winglet-Verkleidung stand im Fokus, denn Honda könnte die neue Version schon beim nächsten Rennen in Le Mans homologieren. Laut Informationen von 'GPOne.com' soll Marquez am Donnerstag mit einer Runde in 1:46.8 Minuten der Schnellste gewesen sein.

Keine neuen Entwicklungen für Rossi & Vinales

Das Yamaha-Duo Valentino Rossi und Maverick Vinales muss weiter auf größere technische Updates warten. Sie bereiteten sich hauptsächlich auf das Rennwochenende in Mugello vor. Bei den Rundenzeiten soll allerdings rund eine Sekunde auf Marquez gefehlt haben. Andrea Iannone war ungefähr auf einem ähnlichen Niveau unterwegs wie Rossi, Alex Rins legte es auf keine schnelle Rundenzeit an. Suzuki testete eine neue Vordergabel und einen neuen Motor, der aber nicht für einen Renneinsatz bestimmt ist. Die Ingenieure wollten Dinge für die Zukunft ausprobieren.

 

Aleix Espargaro, Aprilia Racing Team Gresini
Aleix Espargaro, Aprilia Racing Team Gresini

Foto Gold and Goose / LAT Images

Viel Arbeit gab es in der Aprilia-Garage. Beide Fahrer warteten sehnsüchtig auf neue Entwicklungen, um die RS-GP konkurrenzfähiger zu machen. "Es gibt viele neue Dinge", sagte Scott Redding im Vorfeld. "Die Liste ist lang: einige Teile für das Chassis, verschiedene Ideen für die Federelemente, vielleicht etwas in Sachen Motor. Es sind kleine Änderungen. Wir müssen etwas finden, um das Heck zum Arbeiten zu bringen."

Teamkollege Aleix Espargaro stürzte einmal am Vormittag. Auch bei LCR-Honda sorgte Takaaki Nakagami für Schrott. Am Freitag werden etwas weniger Motorräder auf der Strecke sein. Ducati arbeitet mit Pirro weiter, die Stammfahrer dürfen schon nach Hause fahren. Auch Honda und Yamaha packten schon wieder zusammen, um die limitierten Testtage für die Stammfahrer zu sparen. Dagegen haben Suzuki und Aprilia wegen der Konzessionspunkte keine Beschränkung der Testtage. Beide Teams setzen am Freitag die Arbeit mit den Stammfahrern fort.

Außerdem nutzen drei Moto2-Teams diese Testgelegenheit: Marc VDS, Italtrans und Swiss Innovation sind ebenfalls in Mugello mit ihren Stammfahrern auf der Strecke.

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