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Qualifyingbericht

MotoGP-Qualifying Assen 2026: Aprilia auf den ersten vier Plätzen

Jorge Martin erobert seine erste Poleposition als Aprilia-Fahrer - Ogura und Bezzecchi in Reihe eins - Marc Marquez Siebter - Wieder technische Probleme bei Acostas KTM

MotoGP-Qualifying Assen 2026: Aprilia auf den ersten vier Plätzen

Jorge Martin holte seine erste Poleposition mit Aprilia

Foto: Gold Gold

Aprilia dominierte das Qualifying zur Dutch TT in Assen und belegte die ersten vier Startplätze. Jorge Martin eroberte seine erste MotoGP-Poleposition als Aprilia-Fahrer. Ai Ogura (Trackhouse) und Marco Bezzecchi mussten sich jeweils knapp geschlagen geben.

Nach seinem Sturz im Freitagstraining konnte Fermin Aldeguer nicht mehr weiterfahren. Der Gresini-Fahrer hat sich eine Fraktur am Wirbel T7 zugezogen. Die Verletzung soll in den nächsten Tagen eingehender untersucht werden.

Sein Teamkollege Alex Marquez war am Freitag ebenfalls gestürzt und hat sich Prellungen im Bereich der rechten Schulter und Schürfwunden am linken Arm zugezogen. Trotz Schmerzen stieg er am Samstag in FT2 auf seine Ducati.

Im halbstündigen Training vor dem Qualifying blieben Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) und Pedro Acosta (KTM) mit technischen Problemen liegen. Jack Miller (Pramac-Yamaha) stürzte in De Bult (Kurve 9).

Somit stand Miller für Q1 nur noch ein Motorrad zur Verfügung. In den ersten Versuchen in Q1 legte Joan Mir (Honda) mit 1:31.315 Minuten vor. Damit hatte der Spanier einen Vorsprung von vier Zehntelsekunden auf Diogo Moreira (LCR-Honda).

Beim zweiten Versuch unterbot Fabio Quartararo (Yamaha) die Zeit von Mir um 0,044 Sekunden und übernahm mit 1:31.271 Minuten die Spitze. Kurz vor dem Ende von Q1 stürzte Moreira in Kurve 7. Damit zogen Quartararo und Mir ins Q2 ein (zum Q1-Ergebnis).

Aprilia-Quartett beherrscht Q2

Bereits im ersten Versuch in Q2 fuhren die beiden Aprilia-Werksfahrer Bezzecchi und Martin die ersten 1:30er-Runden des Wochenendes. Bezzecchi führte mit 1:30.853, Minuten eine Zehntelsekunde vor Martin.

Marc Marquez (Ducati) wurde die erste Rundenzeit wegen Tracklimits in Hoge Heide (Kurve 13) gestrichen. Auch die zweite Runde wurde dem Vorjahressieger gestrichen, erneut wegen Tracklimits in Hoge Heide.

Nach den ersten Versuchen gab es eine Aprilia-Dreifachspitze: Bezzecchi vor Raul Fernandez und Martin. Nur dieses Trio blieb zunächst unter der 1:31-Minuten-Marke. Acosta hatte als Vierter schon knapp vier Zehntelsekunden Rückstand.

Nach dem Reifenwechsel trat bei Acostas KTM erneut ein technisches Problem auf. Er rollte in Meeuwenmeer (Kurve 12) aus. Das Qualifying war für ihn beendet. Gleichzeitig fuhr Martin mit 1:30.812 Minuten eine neue Bestzeit.

Auch Bezzecchi verbesserte sich, blieb aber 0,033 Sekunden hinter Martins Zeit. Das war jedoch noch nicht die Entscheidung, denn das Trackhouse-Duo hatte noch einen Versuch. Raul Fernandez fuhr zunächst die neue Bestzeit.

Diese Runde wurde ihm jedoch wegen Tracklimits in der Geert-Timmer-Schikane (Kurve 18) gestrichen. Damit hatte Martin zum ersten Mal als Aprilia-Fahrer die Poleposition erobert.

"Meine erste Poleposition mit Aprilia hier in Assen zu holen, in der 'Kathedrale', ist sehr emotional", sagt Martin. "Ich denke, das ist eines der größten Dinge, die man in einer Karriere erreichen kann: eine Poleposition in Assen."

"Ich bin also sehr glücklich. Heute wird ein schwieriges Rennen. Es scheint, dass Marco etwas vor uns ist, aber wir kommen näher, also versuchen wir zu verstehen, wie wir im Sprint besser sein können."

Ogura verpasste seine zweite Poleposition hintereinander um lediglich 0,011 Sekunden. "Es ist gut, wieder ein gutes Qualifying zu haben", sagt der Japaner. "Die erste Reihe ist immer etwas, das uns überrascht. Es war ein weiterer guter Tag."

"Wir wussten schon gestern, dass wir ziemlich konkurrenzfähig sind, aber das Qualifying ist immer ein bisschen knifflig. Es scheint, dass hier auf dieser Strecke alle schnell unterwegs sind. Mal sehen, wie es im Sprint läuft."

Nachdem Bezzecchi alle drei Freien Trainings angeführt hatte, musste er sich im Qualifying um 0,033 Sekunden geschlagen geben und wurde Dritter: "Das Qualifying war gut, das Tempo ist ebenfalls gut, also bin ich mit der Leistung zufrieden."

"Leider hatte ich bei meinem besten Versuch eine gelbe Flagge, aber so ist das eben. Am Ende ist die erste Reihe super wichtig. Ich bin sehr glücklich und sehr stolz darauf, wie die Jungs dieses Wochenende gearbeitet haben, also danke an sie."

Alex Marquez verzichtet auf Q2

Die zweitbeste Runde von Raul Fernandez reichte für Platz vier. Erstmals belegte Aprilia in einem Qualifying die ersten vier Plätze. Ducati folgte dahinter. Francesco Bagnaia und Fabio Di Giannantonio (VR46) komplettierten die zweite Startreihe.

Mit 0,319 Sekunden Rückstand qualifizierte sich Marc Marquez als Siebter. Die weiteren Plätze in der dritten Reihe gingen an Acosta und Quartararo. Die Plätze zehn und elf belegten Mir und Enea Bastianini (Tech3-KTM).

Nachdem Alex Marquez im Freien Training 13 Runden gedreht hatte, entschied er sich, Q2 auszulassen und sich im Hinblick auf den Sprint zu schonen. Er hat das Wochenende noch nicht aufgegeben und hat Startplatz zwölf sicher (zum Q2-Ergebnis).

Franco Morbidelli (VR46-Ducati) belegte in Q1 Platz drei, wird in der Startaufstellung für den Grand Prix am Sonntag um drei Plätze zurückversetzt. Er hatte im Freitagstraining Bastianini auf der Ideallinie behindert.

Ein schwieriges Qualifying erlebte Rookie Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha). Dem Türken fehlten in Q1 1,8 Sekunden auf Quartararo. Mit 1:33.125 Minuten qualifizierte sich Razgatlioglu als Letzter.

Der Sprint über 13 Runden startet am Samstagnachmittag um 15 Uhr (zur Startaufstellung).

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