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Qualifyingbericht

MotoGP-Qualifying Balaton Park 2026: Marquez knapp vor Acosta auf Pole

Favoritenduell im Ungarn-Qualifying - Marc Marquez schnappt Pedro Acosta die Poleposition weg - Beide haben Vorsprung auf die restlichen Fahrer

MotoGP-Qualifying Balaton Park 2026: Marquez knapp vor Acosta auf Pole

Trotz Sturz sicherte sich Marc Marquez die Poleposition

Foto: NurPhoto NurPhoto

Im spanischen Duell um die Poleposition beim Grand Prix von Ungarn setzte sich Routinier Marc Marquez (Ducati) hauchdünn gegen Pedro Acosta (KTM) durch. Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) komplettierte im Balaton Park die erste Startreihe.

Bereits im ersten Abschnitt ging es eng zu. Francesco Bagnaia (Ducati) hatte am Freitag die Top 10 verpasst und musste in Q1 antreten. Seine ersten Versuche waren jedoch nicht gut, denn der Ex-Weltmeister lag nur auf dem neunten Platz.

Nach den ersten Versuchen führte Enea Bastianini (Tech3-KTM) das Klassement mit 1:37.815 Minuten eine Zehntel vor Joan Mir (Honda) an. Nachdem alle zwölf Fahrer auf einen neuen weichen Hinterreifen gewechselt hatten, musste Bagnaia abliefern.

Als die zweiten Versuche begannen, übernahm zunächst das Honda-Duo Luca Marini und Mir die ersten beiden Plätze. Aber dann kam Bagnaia mit 1:37.443 Minuten über die Linie und setzte sich an die Spitze.

Das war bereits die Entscheidung in Q1. Neben Bagnaia zog Marini als zweiter Fahrer ins Q2 ein. Mir blieb als Dritter hängen. Bastianini wurde Vierter (Q1-Ergebnis). Für Fabio Quartararo (Yamaha) wurde es Startplatz 15.

Zu Beginn von Q2 rutschte Marquez in Kurve 1 aus, als er seine erste fliegende Runde in Angriff nehmen wollte. Am Scheitelpunkt klappte ihm in Schräglage das Vorderrad ein. Es ist eine langsame Stelle der Strecke.

Nur Augenblicke danach passierte Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) an derselben Stelle dasselbe Missgeschick. Kurve 1 ist neu asphaltiert worden und bietet laut den Fahrern null Grip. Beide setzten ihre Fahrt fort.

Enges Duell Acosta gegen Marquez um die Pole

Nach den ersten Versuchen hielt Acosta mit 1:37.228 Minuten die vorläufige Poleposition. Marquez schob sich auf den zweiten Platz. Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) folgte als Dritter.

Acosta machte, so wie schon im Freitagstraining, vor allem im dritten Sektor den entscheidenden Unterschied. Anschließend holten sich alle in der Box einen neuen weichen Hinterreifen.

Als die entscheidende Phase begann, machte Marco Bezzecchi (Aprilia) im letzten Sektor einen Fehler und geriet neben die Strecke. Acosta verbesserte die Bestzeit auf 1:36.888 Minuten. Das war jedoch noch nicht die Entscheidung.

Marquez fuhr eine Runde in 1:36.791 Minuten und war damit 0,097 Sekunden schneller als Acosta. Der KTM-Fahrer griff erneut an, blieb aber 0,077 Sekunden hinter der Marquez-Zeit.

Und der Weltmeister legte noch nach. In seiner letzten Runde fuhr Marquez 1:36.785 Minuten und sicherte sich somit seine zweite Poleposition in diesem Jahr. Acosta musste sich in seinem letzten Versuch um 0,053 Sekunden geschlagen geben.

Wer ist der Favorit?

"Der Mann, den es zu schlagen gilt", sagt Marquez nach dem Qualifying, "ist immer derjenige, der von der Poleposition startet. Das ist normal. Aber es stimmt: Heute Morgen habe ich versucht, auf dem Motorrad aggressiver zu fahren."

"Gestern war ich eher im Sparmodus unterwegs, habe versucht, flüssig zu fahren und Kräfte zu schonen. Heute habe ich alles gegeben, weil ich wusste, dass das Qualifying praktisch halb Sprint und halb Hauptrennen ist."

"Von der Poleposition zu starten wird helfen. Aber unser Ziel im Moment ist es nicht unbedingt, um den Sieg zu kämpfen. Das wird über die gesamte Distanz schwierig. Mal sehen, ob wir um das Podium kämpfen können. Viel wird vom Start abhängen."

Acosta ist trotz der knappen Niederlage nicht enttäuscht: "Das erste Ziel ist, überhaupt mit ihm zu kämpfen. Vergangenes Jahr habe ich im Qualifying hier einen großen Fehler gemacht. Deshalb bin ich froh, dass sich das nicht wiederholt hat."

"Es stimmt, dass er der Mann ist, den es zu schlagen gilt. Marc hat hier vergangenes Jahr sowohl den Sprint als auch das Hauptrennen gewonnen. Nach seiner Pace im zweiten Freien Training wird er sehr schwer zu schlagen sein."

Die weiteren Platzierungen

Marquez und Acosta waren in ihrer eigenen Liga, denn Aldeguer hatte als Dritter bereits 0,340 Sekunden Rückstand. Der Gresini-Fahrer erhielt für Ungarn das 2026er-Chassis von Ducati.

Während die erste Startreihe in spanischer Hand ist, ist die zweite in italienischer Hand. Di Giannantonio, Bagnaia und Bezzecchi belegten die Plätze vier bis sechs. Bezzecchi fehlten 0,643 Sekunden auf die Spitze (Q2-Ergebnis).

Fernandez und Jorge Martin (Aprilia) folgten auf den Positionen sieben und acht. Marini komplettierte die dritte Startreihe. Aus Reihe vier werden Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia), Diogo Moreira (LCR-Honda) und Jack Miller (Pramac-Yamaha) angreifen.

Brad Binder (KTM) ist der bislang einzige MotoGP-Fahrer, der an diesem Wochenende schon zwei Stürze hatte. Am Freitag ging der Südafrikaner in Kurve 1 zu Boden und in Q1 zwischen Kurve 2 und 3.

Der Sprint über 13 Runden startet um 15:00 Uhr (zur Startaufstellung).

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