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MotoGP-Qualifying in Portimao: Quartararo auf Pole, Marquez Sechster

Francesco Bagnaia wird die Pole-Runde wegen gelber Flaggen gestrichen - Fabio Quartararo erbt den besten Startplatz - Marc Marquez in Reihe 2 - Valentino Rossi 17.

MotoGP-Qualifying in Portimao: Quartararo auf Pole, Marquez Sechster

Fabio Quartararo (Yamaha) wird den Grand Prix von Portugal von der Poleposition in Angriff nehmen. Zunächst war Francesco Bagnaia (Ducati) der Schnellste, aber dem Italiener wurde diese Rundenzeit wegen gelber Flaggen gestrichen. Somit lautet die erste Startreihe Quartararo, vor Alex Rins (Suzuki) und Johann Zarco (Pramac-Ducati).

Das Chaos zum Schluss wurde von Miguel Oliveira ausgelöst. Der KTM-Fahrer und Vorjahressieger stürzte spektakulär in Kurve 9. Weil dort gelbe Flaggen geschwenkt wurden, wurden einige Rundenzeiten gestrichen. Darunter jene von Bagnaia und Maverick Vinales (Yamaha).

MotoGP-Ergebnisse Portimao:

Somit erbte Quartararo mit 1:38.862 Minuten die Poleposition. Zum ersten Mal seit Aragon 1 im Vorjahr startet der Franzose vom besten Startplatz. "Es ist eine Pole, doch sie fühlt sich nicht wie sonst an", meint Quartararo. "Wir sahen, dass Bagnaia auf eine Runde sehr schnell ist."

"Ich freue mich mehr über das FT4 und das FT3 als über diese Poleposition. Das Hauptziel war es, in die erste Startreihe zu fahren. Das haben wir erreicht. Wir hätten die Rundenzeit weiter verbessern können, doch ich bin happy. Ich weiß, wie schnell ich im Rennen sein kann."

 

Rins eroberte als Zweiter erst zum fünften Mal einen Platz in der ersten Startreihe: "Ich bin sehr froh. Mal sehen, ob wir morgen einen guten Start erwischen. Fabio demonstrierte im FT4 ein gutes Renntempo. Wir sind auch schnell, vielleicht nicht so schnell wie Fabio, aber mal sehen, was wir ausrichten können."

WM-Leader Zarco nach Sturz in Reihe 1

WM-Leader Zarco stürzte in seinem ersten Versuch und schaffte es mit seiner zweiten Ducati noch in die erste Startreihe. "Der Streckenwart meinte, dass ich nicht weiterfahren kann", schildert Zarco die Szenen nach dem Sturz. "Doch ich bat ihn, weil ich erkannte, dass das Motorrad okay ist."

 

"So war ich deutlich schneller als mit dem Roller. Und der Streckenwart erlaubte es. Vielleicht sollte ich ihm meine Kappe vorbeibringen als Dankeschön. Dank ihm konnte ich zurück an die Box kommen und es noch einmal probieren."

Marc Marquez in Startreihe zwei

Die Plätze vier bis sechs in der zweiten Startreihe sicherten sich Jack Miller (Ducati), Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Marc Marquez. In Q2 fuhr der Spanier nur einen Versuch. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0,259 Sekunden.

 

Aprilia-Speerspitze Aleix Espargaro führt als Siebter die dritte Startreihe an. Eine positive Überraschung war der achte Platz von Rookie Luca Marini (Esponsorama-Ducati). Weltmeister Joan Mir (Suzuki) qualifizierte sich als Neunter.

Vorjahressieger Oliveira landete durch den späten Crash auf Startplatz zehn. Dahinter folgten Bagnaia und Vinales, weil ihnen ihre schnellsten Zeiten gestrichen wurden. Beide kehrten verärgert an ihre Boxen zurück.

Q1: Marc Marquez sucht Windschatten von Mir

Im ersten Abschnitt hängte sich Marc Marquez an das Hinterrad von Mir und ließ sich zur Bestzeit ziehen. Nach den ersten Versuchen führte Marc Marquez das Klassement vor Mir an. Auch beim zweiten Versuch fuhr Marc Marquez direkt hinter Mir aus der Box, lies dann aber einen großen Abstand.

 

In seiner letzten Runde hatte Marc Marquez Bestzeit in den ersten drei Sektoren, verlor dann aber im letzten Sektor Zeit. Trotzdem reichten seine 1:39.253 Minuten für die Bestzeit. Mir kam bis auf 0,049 Sekunden heran. Die beiden Spanier zogen ins Q2 ein.

Von Valentino Rossi (Petronas-Yamaha) war im Qualifying nicht viel zu sehen. Der Routinier hatte 0,690 Sekunden Rückstand und belegte Platz sieben. Das bedeutet Startplatz 17. Rossi war in Portimao bisher der langsamste Yamaha-Fahrer und auch bei der Rennpace fehlte in FT4 mehr als eine halbe Sekunde pro Runde.

Jorge Martin im Krankenhaus, Stürze im Honda-Lager

Für Rookie Jorge Martin ist das Wochenende nach seinem schweren Sturz in FT3 vorbei. Der Fahrer vom Pramac-Ducati-Team befindet sich in einem Krankenhaus in Faro. Martin hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen und womöglich mehrere Frakturen in Hand und Fuß.

 

Er war nach dem Crash bei Bewusstsein, hatte aber starke Schmerzen. Im Krankenhaus wird Martin genau untersucht und durchgecheckt. Dann will sein Team weitere Auskunft geben, wie lange er pausieren muss. Offen ist, ob Takaaki Nakagami am Sonntag fahren kann.

Der Japaner drehte im dritten Training neun Runden und ließ anschließend seine beim gestrigen Sturz angeschlagene rechte Schulter im Medical Center behandeln. Er nahm weder am vierten Training noch am Qualifying teil. Am Sonntag wird entschieden, ob Nakagami fahren wird oder nicht.

Im Vormittagstraining hatte auch Nakagamis Teamkollege Alex Marquez einen Highsider. Er überstand den Crash glimpflich. Im vierten Training flog Pol Espargaro in der schnellen Zielkurve von seiner Honda und brauchte einige Momente, um wieder auf seine Beine zu kommen. Auch er war okay und konnte im Qualifying fahren.

Der Grand Prix wird am Sonntag um 14:00 Uhr MESZ gestartet.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoGP
Event Portimao
Subevent Q2
Urheber Gerald Dirnbeck