MotoGP-Qualifying Le Mans 2026: Bagnaia vor Marc Marquez auf Pole
Ducati-Doppelspitze im Frankreich-Qualifying: Bagnaia vor Marc Marquez auf Poleposition - Marco Bezzecchi (Aprilia) sichert sich Startplatz drei
Francesco Bagnaia eroberte seine erste Poleposition in diesem Jahr
Foto: Getty Getty
Das Ducati-Werksteam sicherte sich beim Grand Prix von Frankreich auf dem Bugatti-Circuit in Le Mans die beste Ausgangsposition. Francesco Bagnaia eroberte vor Marc Marquez die Poleposition. WM-Leader Marco Bezzecchi (Aprilia) wurde Dritter.
Auch am Samstagvormittag schien die Sonne, und es war ein herrlicher Frühlingstag. Gegen Ende von FT2 stürzte Johann Zarco (LCR-Honda). Andererseits stellte Fabio Quartararo (Yamaha), der zweite Franzose im Feld, die Bestzeit auf.
In Q1 waren die Augen auf Marc Marquez gerichtet, denn der Weltmeister hatte am Freitag die Top 10 verpasst. Nach den ersten Versuchen lagen Quartararo und Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) auf den ersten beiden Plätzen.
Marc Marquez war Dritter. Er lag allerdings nur 0,021 Sekunden hinter der Quartararo-Zeit. Nach dem Wechsel des Hinterreifens wurden die Rundenzeiten deutlich schneller.
Mit 1:29.288 Minuten stellte Marc Marquez einen neuen Rundenrekord für den Bugatti-Circuit auf. Mit dieser Zeit war er um vier Zehntelsekunden schneller als Quartararo. Beide zogen ins Q2 ein (zum Q1-Ergebnis).
In den entscheidenden 15 Minuten legte im ersten Versuch Bezzecchi mit 1:29.825 Minuten vor. Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) und Jorge Martin (Aprilia) folgten auf den Plätzen zwei und drei.
In den zweiten Versuchen wurden die Zeiten schneller. Marc Marquez legte mit 1:29.646 Minuten vor. Di Giannantonio kam fast an diese Marke heran und lag nur 0,053 Sekunden dahinter.
Anschließend kam es zwischen den beiden Ducati-Fahrern zu einigen Taktikspielchen um die Position auf der Strecke. Das kostete beide eine fliegende Runde. Sowohl Marc Marquez als auch "Diggia" verbesserten ihre Zeiten nicht mehr.
Hat das Ducati-Werksteam die Trendwende geschafft?
Stattdessen fuhr Bagnaia mit 1:29.634 Minuten die schnellste Runde. Zum ersten Mal seit Malaysia im Herbst 2025 eroberte der zweimalige MotoGP-Weltmeister wieder eine Poleposition.
"Ich hoffe, dass langsam alles zusammenpasst", sagt Bagnaia. "Es ist nie einfach, das zu sagen, besonders nach dem, was im vergangenen Jahr passiert ist. Also ruhig bleiben, auf dem Boden bleiben und genauso weiterarbeiten wie bisher."
"Beim Test [in Jerez] haben wir definitiv etwas gefunden, das mir hilft. Jetzt müssen wir einfach so weitermachen und versuchen, heute Nachmittag auf demselben Niveau zu bleiben."
Bagnaia war um 0,012 Sekunden schneller als sein Teamkollege Marc Marquez. "Ich bin gerade in einer Phase, in der ich viele Dinge nicht verstehe", gibt der Spanier zu. "Ich muss verstehen, wie ich fahre."
"Es stimmt, dass ich momentan nicht konstant sein kann. Aber wenn ich diesen zusätzlichen Adrenalinschub habe, dann kann ich es schaffen, weil ich weiß, wie man auf einem Motorrad schnell fährt. Ich schaffe es nur nicht konstant."
"Wie man in Q1 gesehen hat, bin ich diese unglaubliche Runde gefahren, die ich in Q2 nicht wiederholen konnte. Aber es hat gereicht. Schritt für Schritt werden wir sehen, ob wir verstehen können, was los ist."
Bezzecchi mit der Aprilia Dritter
Bezzecchi komplettierte als Dritter die erste Reihe. Der Aprilia-Fahrer lag auch nur 0,023 Sekunden zurück und sagt: "Es ist ein schwieriges Wochenende, weil diese Strecke extrem anspruchsvoll ist und die Abstände immer sehr eng sind."
"Aber heute haben wir uns im Vergleich zu gestern etwas verbessert. Schon heute Morgen hatte ich sofort ein besseres Gefühl auf dem Motorrad und die schnelle Runde hat richtig Spaß gemacht."
Di Giannantonio wurde mit lediglich 0,065 Sekunden Rückstand Vierter. Pedro Acosta stellte die beste KTM auf Platz fünf in die Mitte der zweiten Startreihe. Quartararo eroberte Startposition sechs (zum Q2-Ergebnis).
Die Plätze in der dritten Reihe sicherten sich Joan Mir (Honda), Martin und Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia). Jerez-Sieger Alex Marquez (Gresini-Ducati) wurde nach einem Sturz in der ersten Schikane Zehnter.
Die Zeitabstände im Feld waren sehr eng, denn die Top 10 befanden sich innerhalb von drei Zehntelsekunden. Vorjahressieger Zarco wurde Elfter. Alex Rins (Yamaha) war in Q2 das Schlusslicht.
Jonas Folger, der Maverick Vinales im Tech3-KTM-Team vertritt, qualifizierte sich als 22. und Letzter. In Q1 hatte der Deutsche zweieinhalb Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Marc Marquez.
Der Sprint über 13 Runden startet um 15:00 Uhr (zur Startaufstellung).
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