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MotoGP-Renndirektor Mike Webb: Warum es Toleranz bei Track-Limits gibt

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MotoGP-Renndirektor Mike Webb: Warum es Toleranz bei Track-Limits gibt
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Mike Webb klärt auf, warum es beim Missachten der Track-Limits nicht sofort eine Strafe gibt - Er befürchtet ein Chaos, das die Rennen zerstören könnten

Über die Einhaltung der Track-Limits wird auf einigen Strecken diskutiert. Fährt ein Fahrer im Training oder Qualifying neben die Strecke, wird diese Rundenzeit gestrichen. Im Rennen gibt es nach drei Vergehen eine Verwarnung und beim fünften Vergehen eine Strafe in Form der Long-Lap-Penalty.

Geschieht das Vergehen in der letzten Rennrunde, dann muss eine Position abgegeben werden. Doch warum gibt es überhaupt eine Toleranz? Alsodass es im Rennen erst nach drei Vergehen eine Verwarnung gibt?

Renndirektor Mike Webb sagt dazu: "Wir diskutieren das auch mit der Sicherheitskommission, die hauptsächlich aus den MotoGP-Fahrern besteht. Und wir sprechen über eine Null-Toleranz-Politik, die immer dann zur Sprache kommt, wenn sich die Position sofort ändert oder eine Strafe verhängt wird."

"Ich persönlich bin nicht dafür", hat Webb eine klare Meinung gegen die Null-Toleranz-Politik. "Ich glaube, es würde die Rennen zerstören. Ich glaube, wir hätten viel schlimmere Rennen, wenn wir so etwas anwenden würden. Es muss eine Art von Toleranz geben."

Mike Webb

Renndirektor Mike Webb ist kein Fan der Null-Toleranz-Politik

Foto: LAT

Denn Webb befürchtet, dass es ohne Toleranz ein Strafenchaos geben und das Rennen damit zerstört werden würde. "Ich persönlich halte Null-Toleranz-Ansätze für nicht praktikabel. Wir hätten fast keine Rennen."

"Und die einzige Möglichkeit, wieder zu so etwas zurückzukehren, ist, tatsächlich neben der Strecke Gras zu haben." Aber das wurde in vielen Kurven aus Sicherheitsgründen entfernt, womit es die Möglichkeit gibt, über den Randstein hinauszufahren.

Deswegen findet Webb, dass der derzeitige Ansatz im Reglement der beste Kompromiss bezüglich Strafen ist: "Ich bin ziemlich zufrieden damit, wo wir jetzt stehen. Es geht darum, ob wir die Fahrer darauf trainieren, zu verstehen, dass sie einige Fehler machen und damit durchkommen können."

"Das ist ein vernünftiger Punkt, den wir immer im Auge behalten. Und wir sind zufrieden damit, auf Situationen zu reagieren. In der MotoE sind die Rennen zum Beispiel so kurz, dass es dort ein anderes Kriterium gibt, wie viele Fehler sie machen dürfen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoGP
Urheber Gerald Dirnbeck