MotoGP-Renndirektor reagiert auf Valentino Rossis Kritik

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MotoGP-Renndirektor reagiert auf Valentino Rossis Kritik
Autor: Sebastian Fränzschky
13.04.2018, 10:51

Nach den Vorfällen in Argentinien vertraut Valentino Rossi der Rennleitung nicht mehr – Renndirektor Mike Webb reagiert gelassen auf die harten Worte des "Doktors".

Crash: Marc Marquez, Repsol Honda Team, Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi fans
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Crash: Marc Marquez, Repsol Honda Team, Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team, Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Renndirektor Mike Webb erlebte am vergangenen Sonntag beim Argentinien-Grand-Prix in Termas de Rio Hondo einen ereignisreichen Arbeitstag. Absolutes Chaos beim Start, eine improvisierte neue Startaufstellung und einige haarige Manöver der Protagonisten im Rennen verlangten den MotoGP-Verantwortlichen einiges ab.

Im Fokus des Interesses stand der Konflikt zwischen Marc Marquez und Valentino Rossi, die kurz vor Rennende aneinander gerieten. Es folgten schwere Anschuldigungen von Rossi in Richtung Marquez und in Richtung Rennleitung. Der Italiener gestand, auf der Strecke vor Marquez regelrecht Angst zu haben und sich von der Rennleitung nicht ausreichend geschützt zu fühlen.

"Ich kann der Rennleitung nicht mehr vertrauen", gab Rossi nach dem zweiten Rennen der Saison 2018 zu Protokoll. Rennleiter Mike Webb kommentiert im Gespräch mit 'Marca' gelassen: "Die Rennleitung ist eine professionelle, faire und zuverlässige Institution. Es ist normal im Leben, dass jeder Involvierte oder Außenstehende seine eigene Meinung hat und diese äußern darf."

Die MotoGP-Verantwortlichen wurden für das Chaos beim Start und die Maßnahmen gegen Marquez kritisiert. Aber auch über den Vorfall zwischen Johann Zarco und Dani Pedrosa wurde eifrig diskutiert. Zarco erhielt für sein hartes Manöver gegen Pedrosa keine Strafe, während Marquez für seine aggressive Fahrweise insgesamt drei Maßnahmen abbüßen musste.

Nach einer Durchfahrtsstrafe auf Grund des Fehlverhaltens beim Start musste sich Marquez um eine Position zurückfallen lassen, als er Aleix Espargaro von der Linie drängte. Für das Manöver gegen Rossi wurde Marquez mit einer weiteren Durchfahrtsstrafe belegt, die in eine 30-Sekunden-Strafe umgewandelt wurde, weil das Rennen bereits beendet war.

"Jeder Zwischenfall ist für sich speziell", bemerkt Webb und verteidigt die Entscheidungen, die von den Verantwortlichen in Argentinien getroffen wurden. Der Neuseeländer erklärt, dass bei jedem Vorfall "die jeweiligen Umstände betrachtet werden, nachdem man sich alles aus verschiedenen Kamerawinkeln angeschaut hat".

Zwischenfälle aus der Vergangenheit spielen ebenfalls eine Rolle bei der Entscheidungsfindung. Den Vorfall zwischen Zarco und Pedrosa möchte Webb nicht mit den Aktionen von Marquez vergleichen. "Alle Zwischenfälle wurden erneut angeschaut und unter Berücksichtigung der herrschenden Zu- und Umstände bewertet", so der MotoGP-Renndirektor.

Der Grand Prix von Argentinien hat in der MotoGP die unschönen Erinnerungen an das Saisonfinale 2015 wach gerüttelt. Vor dem nächsten Rennen möchte Webb die Fahrer zu sich bestellen und noch einmal sensibilisieren.

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