MotoGP-Rennen ab 2023: Layout der neuen Strecke in Ungarn vorgestellt

Die Streckendesigner von Dromo präsentieren Details der neuen Anlage in Ostungarn - Mit dem Bau soll im zweiten Quartal 2021 begonnen werden

MotoGP-Rennen ab 2023: Layout der neuen Strecke in Ungarn vorgestellt

Das Projekt für eine neue Rennstrecke in Ungarn wird immer konkreter. Anfang März unterzeichnete Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta mit den lokalen Verantwortlichen einen Vertrag. Die MotoGP soll bereits ab 2023 in Ungarn Station machen. Nun wurden Details der neuen Anlage mit dem Namen "Magyar Nemzetközi Motodrome" präsentiert.

Befinden wird sich die neue Strecke in der Nähe von Debrecen. Das ist die zweitgrößte Stadt Ungarns und befindet sich im Osten des Landes. Von Budapest beträgt die Fahrzeit mit dem Auto rund zweieinhalb Stunden.

Die Pläne für die Anlage wurden von der italienischen Firma Dromo angefertigt. Sie ist auf Rennstrecken spezialisiert und arbeitet schon länger eng mit MotoGP-Promoter Dorna zusammen. Die Strecke wird sowohl für die MotoGP als auch für die Formel 1 geeignet sein.

Der Kurs ist fünf Kilometer lang und umfasst 15 Kurven. Auffällig sind mehrere Höhenunterschiede, überhöhte Kurven, aber auch blinde Ecken. Bei einer Simulation für MotoGP-Bikes wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 184 km/h ermittelt. Die Rundenzeit liegt bei 1:38 Minuten.

 

Inspiriert haben sich die Designer von der alten Assen-Strecke, von Suzuka, von Termas de Rio Hondo und von Phillip Island. Deswegen ist ein sehr flüssig zu fahrendes Layout ohne Rhythmus brechender Schikanen herausgekommen.

Ein großes Augenmerk wurde auch auf die Zuschauer gelegt. Von den überhöht angelegten Tribünen soll man praktisch die gesamte Strecke überblicken können. Auch Hotels sollen in der näheren Umgebung entstehen.

Die Kosten für die neue Rennstrecke wurden mit 65 Milliarden Ungarischer Forint angegeben. Das sind rund 188 Millionen Euro. Mit dem Bau soll bereits im zweiten Quartal 2021 begonnen werden, um rechtzeitig für die geplante MotoGP-Premiere im Jahr 2023 fertig zu sein.

Carmelo Ezpeleta, Ungarn

Anfang März wurden die Verträge mit MotoGP-Promoter Dorna unterzeichnet

Foto: MotoGP.com (Dorna)

"Von Beginn an", sagt Ezpeleta, "stehen wir mit den Personen in Kontakt, die dieses Projekt vorantreiben. Schon vor zwei Jahren habe ich diese Region besucht. Was hier passiert, ist etwas Besonderes. Die FIM verfolgt die Arbeiten genau. Ich denke, es wird eine der besten Strecken der Welt werden."

Zweimal fand bereits ein Motorrad-Grand-Prix in Ungarn statt. Das war in den Jahren 1990 und 1992. Gefahren wurde damals auf dem Hungaroring bei Budapest. Die Sieger der 500er-Klasse waren Mick Doohan (Honda) und Eddie Lawson (Cagiva). Gabor Talmasci wurde im Jahr 2007 der erste Motorrad-Weltmeister Ungarns in der 125er-Klasse.

Mit Bildmaterial von Dromo.

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