MotoGP Sachsenring FT3: Quartararo knapp vor Ducati - Marquez direkt in Q2

In einer engen Session verweist Fabio Quartararo Ducati auf die Plätze - Marc Marquez trotz gestrichener Zeit direkt in Q2 - Suzuki scheitert an der Top 10

MotoGP Sachsenring FT3: Quartararo knapp vor Ducati - Marquez direkt in Q2

WM-Leader Fabio Quartararo sicherte sich im dritten Freien Training der MotoGP auf dem Sachsenring mit 1:20.348 Minuten die Bestzeit und setzte sich hauchdünn gegen die beiden Ducati-Piloten Jack Miller und Johann Zarco durch. Einige große Namen, darunter das Suzuki-Duo, scheiterten am Direkteinzug in Q2.

Die Bedingungen brachten die Fahrer wie schon am Freitag ordentlich ins Schwitzen. Trotz der noch frühen Tageszeit waren die Temperaturen auf 30 Grad in der Luft und 39 Grad auf dem Asphalt geklettert. Wieder waren diverse Reifenkombinationen zu sehen. Alle Mischungen, vornehmlich medium, kamen zum Einsatz.

Yamaha rückte erneut mit einem veränderten Kotflügel aus, der oben eine Öffnung aufweist, die dazu dient, den Reifen zu kühlen und heiße Luft abzuleiten. Das Modell war vor gestern schon einmal im März beim MotoGP-Test in Katar zu sehen.

Marc Marquez, der gestern auf einen finalen Zeitangriff verzichtet hatte, war der erste Fahrer, der sich gegenüber Freitag verbesserte. Mit einem frischen harten Vorder- und weichen Hinterreifen gab der Honda-Pilot sofort Gas und markierte eine vorläufige Sessionbestzeit, mit der er sich im Gesamtklassement in die Top 10 schob.

 

Dass Marquez am Limit unterwegs war, zeigte sich in Kurve 10: Der Spanier verpasste den Bremspunkt und musste durchs Kiesbett fahren, konnte einen Sturz aber verhindern. Für Stürze sorgten in der Anfangsphase Enea Bastianini (Avintia-Ducati) und Iker Lecuona (Tech-3-KTM), die beide in Kurve 1 zu Boden gingen.

Bei Suzuki-Pilot Alex Rins gab es zur Halbzeit ein technisches Problem. Er rollte Ende der Startzielgeraden aus und ging zurück an die Box. Auch für Teamkollege Joan Mir verlief die Session nicht ohne Komplikationen: Der Weltmeister verbremste sich in Kurve 1 und musste weit gehen, stürzte aber nicht.

 

Nachdem sich die Fahrer vor allem auf ihre Rennpace konzentrierten, kam mit Anbruch der letzten Viertelstunde Bewegung ins Klassement. Ducati-Pilot Miller markierte die erste 1:20er-Zeit in diesem Training und damit auch eine neue Gesamtbestzeit.

Immer mehr Fahrer zogen frisch bereift das Tempo an und steigerten ihre Freitagszeiten. Der Kampf um den Direkteinzug in Q2 war eröffnet und ging am Ende denkbar knapp aus. Quartararo, Miller und Zarco trennten in den Top 3 nur 85 Tausendstel.

Auch Miguel Oliveira (KTM) und Aleix Espargaro (Aprilia) lagen - beide zeitgleich - nur 0,103 Sekunden zurück. MotoGP-Rookie Jorge Martin ließ mit einem starken sechsten Platz aufhorchen, während Takaaki Nakagami als Siebter bester Honda-Pilot wurde. Hinter ihm reihte sich Francesco Bagnaia (Ducati) ein.

Marc Marquez kam am Ende nicht über Platz neun hinaus, auch weil ihm seine schnellste Runde wegen Missachtung der Tracklimits gestrichen wurde. Dennoch schaffte der Spanier den direkten Q2-Einzug, ebenso wie Bruder Alex Marquez als Zehnter.

Mir scheiterte als Elfter knapp. Ihm fehlten nur 25 Tausendstel, um direkt eine Runde weiterzukommen. Er muss gemeinsam mit Suzuki-Teamkollege Rins später in Q1 antreten. Dieser klassierte sich nach seinem Technikproblem hinter Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Maverick Vinales (Yamaha) auf Platz 14.

 

Letzterer stürzte in der Schlussphase. Er ging mit seinem Zweitbike danach zwar noch einmal auf die Strecke, verpasste aber den Sprung in die Top 10. Auch Pol Espargaro (Honda) stürzte spät und konnte nicht mehr angreifen. Er wurde Neunzehnter.

Valentino Rossi beendete das Training auf dem 16. Platz, hatte aber nur sechs Zehntel Rückstand, was zeigt, wie eng das Feld beieinander liegt. Somit muss der Petronas-Yamaha-Pilot wiederholt in Q1 antreten. Das gilt auch für KTM-Pilot Brad Binder, der als Achtzehnter ebenfalls deutlich am Direkteinzug in Q2 scheiterte.

Direkt für Q2 qualifiziert sind:

Fabio Quartararo (Yamaha)

Jack Miller (Ducati)

Johann Zarco (Pramac-Ducati)

Miguel Oliveira (KTM)

Aleix Espargaro (Aprilia)

Jorge Martin (Pramac-Ducati)

Takaaki Nakagami (LCR-Honda)

Francesco Bagnaia (Ducati)

Marc Marquez (Honda)

Alex Marquez (LCR-Honda)

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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