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MotoGP schließt Verlegung des Katar-Grand-Prix auf andere Strecke nicht aus

Carlos Ezpeleta räumt ein, dass ein anderer Austragungsort für den Grand Prix von Katar 2026 - analog zum Bahrain-Grand-Prix der Formel 1 - nicht ausgeschlossen ist

MotoGP schließt Verlegung des Katar-Grand-Prix auf andere Strecke nicht aus

Starten die MotoGP-Piloten in diesem Jahr in Katar oder nicht? (Foto: 2025)

Foto: Gold Gold

Der Lusail International Circuit in Katar hätte ursprünglich am Wochenende des 12. April der Austragungsort für das vierte Rennwochenende der MotoGP-Saison 2026 sein sollen. Doch aufgrund des militärischen Konflikts, der im Frühjahr im Nahen Osten ausgebrochen ist, haben sich die Organisatoren der Motorrad-WM entschieden, den Katar-Grand-Prix auf das Wochenende des 8. November zu verschieben.

Derzeit ist Katar angesetzt als drittletztes Rennwochenende der laufenden MotoGP-Saison, bevor man anschließend nach Europa zurückkehrt, um den Grand Prix von Portugal (22. November) und eine Woche später als Saisonfinale den Grand Prix von Valencia (29. November) auszutragen (MotoGP-Kalender 2026).

Bei der MotoGP Sports Entertainment Group (MotoGP SEG) hofft man Stand jetzt weiterhin, das Rennen in Lusail auszutragen. Gleichzeitig prüft man aber mögliche Alternativen. Abgesehen von den Herausforderungen der Ausrichtung einer Sportveranstaltung an einem Ort mit offensichtlichen Sicherheitsbedenken, gibt es bei einigen der in der Motorrad-WM tätigen Unternehmen - namentlich Zulieferer - interne Richtlinien, die es verbieten, Mitarbeiter in Gebiete zu entsenden, die als risikoreich gelten.

Auf die direkte Frage nach den in Betracht gezogenen Alternativen für Katar schließt MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta nicht aus, dass die Rennserie einen ähnlichen Weg einschlägt wie es die Formel 1 mit ihrem Grand Prix von Bahrain tut. Das heißt, die Möglichkeit, den diesjährigen Motorrad-Grand-Prix von Katar in einem anderen Land auszutragen, wird beim MotoGP-Promoter nicht ausgeschlossen.

"Da wir zur selben Familie gehören wie die Formel 1, nämlich Liberty Media, beschäftigt uns dieses Thema natürlich", sagt Ezpeleta im Gespräch für Autosport, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Die Situation ist jedoch eine andere. Wir haben nur ein Rennen im Nahen Osten. Aus kommerzieller Sicht ist eine Saison mit 21 statt 22 Rennen eindeutig ausreichend."

Der politische Konflikt am Persischen Golf, der Ende Februar zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ausgebrochen ist, hat direkte Auswirkungen auf den diesjährigen Sportkalender und hat bereits mehrere Rennserien dazu veranlasst, Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben.

Die Formel 1 sagte zunächst die für April geplanten Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien ab. Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) verschob ihr Katar-Rennen zunächst von März auf Oktober, bevor man es - genau wie das für November geplante Bahrain-Rennen - komplett abgesagt hat.

Seitens der Formel 1 wurde vor wenigen Wochen bekanntgegeben, dass der Grand Prix von Bahrain am Wochenende des 4. Oktober ausgetragen wird, allerdings nicht in Sachir, sondern in Sepang in Malaysia. Derzeit beobachtet man bei Liberty Media die Entwicklungen im Nahen Osten weiter, bevor man entscheidet, wie hinsichtlich der Formel-1-Grands-Prix von Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) vorgegangen wird.

Die endgültige Entscheidung darüber, wie mit dem Motorrad-Grand-Prix von Katar verfahren werden soll, ist in jeglicher Hinsicht äußerst komplex. Logistisch gesehen ist es alles andere als einfach, so kurzfristig eine Rennstrecke zu finden, die einerseits die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllt, und andererseits überhaupt verfügbar ist. Zudem muss berücksichtigt werden, dass bereits zwei Wochen später die gesamte Ausrüstung für den Grand Prix von Portugal in Portimao vor Ort sein muss.

Lusail International Circuit in Katar

Ob Lusail im MotoGP-Kalender 2026 auftaucht oder nicht, steht noch nicht fest

Foto: Motorsport Images

"Wir befinden uns zu diesem Zeitpunkt des Jahres in einer Phase, in der die meisten europäischen Rennstrecken bereits belegt sind", sagt Ezpeleta im Interview und betont zugleich, dass seine Priorität weiterhin darin bestehe, im November nach Katar zu reisen. "Ehrlich gesagt hoffe ich, dass wir fahren können. Darauf konzentrieren wir uns derzeit."

Die MotoGP SEG gibt sich bis Ende August Zeit für eine Entscheidung, um genügend Spielraum für beide Optionen zu haben. Je nach Vorgehensweise und der Entwicklung der Lage am Persischen Golf müsste möglicherweise auch der Plan für die Frühphase der kommenden MotoGP-Saison geändert werden.

Fest steht, dass der MotoGP-Saisonauftakt 2027 am 7. März in Buriram (Thailand) stattfinden wird. Derzeit scheint alles darauf hinzudeuten, dass eine Woche später in Lusail (Katar) die zweite Saisonstation ausgerichtet wird. Der Nahost-Konflikt könnte jedoch eine Änderung dieses geplanten Szenarios für den MotoGP-Kalender 2027 erzwingen.

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