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MotoGP-Sprint Le Mans 2026: Jorge Martin siegt mit Raketenstart

Jorge Martin siegte mit einem fantastischen Start

Foto: LOIC LOIC

Jorge Martin hat den MotoGP-Sprint beim Grand Prix von Frankreich aus der dritten Startreihe gewonnen. Der Aprilia-Fahrer schoss beim Start wie eine Rakete durch das Feld und übernahm in der ersten Schikane die Führung. Martin feierte vor Francesco Bagnaia (Ducati) und Marco Bezzecchi (Aprilia) einen Start-Ziel-Sieg.

"Ich liebe diese Strecke", jubelt Martin. "Im Qualifying hatte ich etwas zu kämpfen, aber ich wusste, dass mein Potenzial viel größer ist. Deshalb habe ich meine ganze Entschlossenheit in den Start gelegt."

Beim Start zum Rennen über 13 Runden setzte sich Martin in der ersten Schikane vom achten Startplatz auf der Außenseite durch und übernahm vor seinem Teamkollegen Bezzecchi die Führung.

"Ich hätte nicht erwartet", sagt Martin, "schon in der zweiten Kurve auf Platz eins zu liegen. Aber ab diesem Moment habe ich einfach gepusht wie früher, so wie ich es gewohnt bin - alleine vorneweg. Merci beaucoup! Ich bin wirklich glücklich."

Dahinter folgten in Runde eins Bagnaia, Fabio Quartararo (Yamaha) und Marc Marquez (Ducati). Einen schlechten Start hatte Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati), der mit einem hohen Wheelie beschleunigte und auf Platz 14 zurückfiel.

Marc Marquez hatte keine gute Anfangsphase. Er wurde von Pedro Acosta (KTM) und Joan Mir (Honda) überholt und fiel auf Platz sieben zurück. An der Spitze verlor Bezzecchi in Runde drei durch einen kleinen Fehler Platz zwei an Bagnaia.

Zu Beginn der fünften Runde führte Martin mit einer Sekunde Vorsprung vor dem italienischen Duo Bagnaia und Bezzecchi. Bei Rennhalbzeit steckte Marc Marquez weiterhin in der Verfolgergruppe auf Position sieben fest.

Fünf Runden vor Rennende hatte Martin rund eineinhalb Sekunden Vorsprung auf Bagnaia, der seinerseits eineinhalb Sekunden vor Bezzecchi lag. Die Positionen an der Spitze waren bezogen.

Marc Marquez fliegt spektakulär ab

Eine spektakuläre Szene gab es am Ende der vorletzten Runde. Marc Marquez stürzte in Kurve 14 per Highsider. Seine Ducati überschlug sich mehrfach. Der Weltmeister schien im ersten Moment unverletzt und ging mit hängenden Schultern davon. Wenig später gab Ducati bekannt, dass Marquez doch verletzt ist.

Martin machte keinen Fehler. Mit seinem 18. Sprint-Sieg ist der Ex-Weltmeister nun wieder vor Marc Marquez alleiniger Rekordhalter bei den Samstagsrennen. Außerdem verkürzte er seinen WM-Rückstand auf Bezzecchi auf sechs Punkte.

Bagnaia eroberte zum dritten Mal in Folge im Sprint den zweiten Platz. "Das bedeutet mir definitiv deutlich mehr als das Podium in Jerez, weil dieses hier verdient war und die Pace gut war", sagt der Ducati-Fahrer. "Darüber bin ich wirklich glücklich."

"Uns fehlt im Vergleich zu Aprilia zwar noch etwas, aber wir machen Fortschritte. Deshalb müssen wir weiterarbeiten und hoffen, dass wir morgen gutes Wetter haben, denn ich glaube, dass wir ein gutes Ergebnis holen können."

Bezzecchi holte sich als Dritter seine erste Sprint-Medaille in diesem Jahr. "Ich bin sehr glücklich", kommentiert der WM-Führende sein Ergebnis. "Es war natürlich ein hartes Rennen."

"Ich habe mich nicht besonders gut gefühlt, deshalb freue ich mich umso mehr über dieses Ergebnis. Ich hatte zu kämpfen, aber ich habe immer weiter gekämpft." Mit diesem Rennergebnis hat Marc Marquez einen Rückstand von 51 WM-Punkten (zur WM-Wertung).

Die weiteren Positionen

Acosta kam als Vierter ins Ziel, gefolgt von Lokalmatador Quartararo sowie Mir. Die weiteren WM-Punkteränge belegten Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia), Alex Marquez (Gresini-Honda) und Diogo Moreira (LCR-Honda) (zum Ergebnis).

In der zweiten Runde schied Luca Marini (Honda) durch Sturz aus. Auch Ersatzfahrer Jonas Folger (Tech3-KTM) stürzte Augenblicke danach. Beide hatte es in Kurve 6 erwischt. Zu Beginn von Runde vier stürzte Di Giannantonio in der ersten Schikane.

Am Ende der fünften Runde stürzte Enea Bastianini (Tech3-KTM) in der Zielkurve. Zu diesem Zeitpunkt war der Italiener Zwölfter. Eine Runde später ging an dieser Stelle Franco Morbidelli (VR46-Ducati) zu Boden.

In der vorletzten Runde stürzte Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) im zweiten Sektor. Von den gestürzten Fahrern fuhr nur Di Giannantonio weiter. Er sah als 16. und Letzter die Zielflagge.

Der Grand Prix über 27 Runden startet am Sonntag um 14 Uhr (zur Startaufstellung).

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