MotoGP-Sprint Sachsenring 2026: Marc Marquez feiert Start-Ziel-Sieg
Marc Marquez gewinnt seinen 19. Sprint und ist nun alleiniger Rekordhalter - Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio sorgen für reines Ducati-Podium
Marc Marquez holte sich vor Alex Marquez den Sprintsieg
Foto: Gold Gold
Marc Marquez hat beim Sprint auf dem Sachsenring einen Start-Ziel-Sieg gefeiert. Der amtierende MotoGP-Weltmeister ließ seinem Bruder Alex Marquez (Gresini) keine Chance für einen Angriff. Fabio Di Giannantonio (VR46) komplettierte ein reines Ducati-Podium.
Für das kurze Rennen über 15 Runden wählten alle Fahrer im Spitzenfeld den harten Vorder- und den weichen Hinterreifen. Ab diesem Rennen beträgt der Abstand zwischen den Startreihen nicht mehr neun, sondern zwölf Meter.
Beim Start übernahm Marc Marquez vor seinem Bruder Alex die Führung. Dahinter drückte sich zunächst Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) an Di Giannantonio vorbei, aber der Italiener beendete die erste Runde als Dritter vor dem Trackhouse-Duo.
Di Giannantonio hängte sich in der Anfangsphase an die Marquez-Brüder an. Die drei Ducati-Fahrer konnten sich Schritt für Schritt vom Aprilia-Duo Ogura, Raul Fernandez und Jorge Martin absetzen.
Marc Marquez zog im ersten Rennviertel an der Spitze nicht weg. Alex Marquez folgte ihm wie ein Schatten und direkt dahinter kam die gelbe Ducati von "Diggia". Auch Ogura war nicht weit hinter dem Spitzentrio.
Die Abstände blieben im Spitzenfeld konstant, insgesamt gab es nur ein Überholmanöver. Pedro Acosta (KTM) konnte im ersten Rennviertel Fabio Quartararo (Yamaha) für Platz acht überholen.
Ansonsten kam es zu keinen Duellen Ellbogen an Ellbogen. Marc Marquez feierte seinen vierten Sprintsieg in dieser Saison. Insgesamt war es sein 19. Sprintsieg, womit er in dieser Statistik nun vor Martin alleiniger Rekordhalter ist.
"Natürlich hat Alex ziemlich hart gepusht", sagt der strahlende Sieger. "Ich habe gesehen, dass er immer sehr nah war, sogar in den letzten Runden, und ja, ich habe einfach versucht, eine konstante Pace zu halten."
Alex Marquez und Di Giannantonio sorgten für ein komplettes Ducati-Podium. "Ich habe versucht", sagt der jüngere Marquez, "mein Bestes zu geben, jede Runde, jede Kurve. Ich bin das beste Rennen gefahren, das möglich war."
"Trotzdem kann ich es aufgrund meiner körperlichen Verfassung nicht schaffen, das gesamte Rennen mit 100 Prozent zu pushen. Ich muss immer noch ein bisschen im Sicherheitsmodus bleiben, und ich fahre noch ein wenig zu steif."
Für Aprilia blieb mit Ogura, Fernandez und Martin auf den Plätzen vier, fünf und sechs nur die Verfolgerrolle. Francesco Bagnaia (Ducati) fuhr direkt hinter Martin auf Platz sieben ins Ziel (zum Ergebnis).
Die weiteren WM-Punkte nahmen Acosta und Quartararo mit. Rookie Diogo Moreira (LCR-Honda) sammelte als Zehnter keinen WM-Punkt. Nach fünf Runden sorgte Franco Morbidelli (VR46-Ducati) durch Sturz in Kurve 1 für den einzigen Ausfall.
Mit diesem Ergebnis führt Martin die WM-Wertung elf Punkte vor Bezzecchi und 13 vor Di Giannantonio an. Marc Marquez verkürzte seinen Rückstand auf 32 Punkte z(ur WM-Wertung).
Nicht am Start war Marco Bezzecchi. Der Aprilia-Fahrer stürzte im Qualifying in Kurve 7 und zog sich dabei einen vollständigen, verschobenen Bruch des linken Schlüsselbeins zu. Er reiste zurück nach Italien, wo eine Operation geplant ist.
Der Grand Prix über 30 Runden startet am Sonntag um 14 Uhr (zur Startaufstellung).
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