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Trainingsbericht

MotoGP-Training Le Mans 2026: Johann Zarco Schnellster, Marc Marquez in Q1

Johann Zarco sorgt mit der Bestzeit im Freitagstraining für Jubel bei den französischen Fans - Marc Marquez verpasst den direkten Q2-Einzug

MotoGP-Training Le Mans 2026: Johann Zarco Schnellster, Marc Marquez in Q1

Johann Zarco begeisterte schon am Freitag die französischen Fans

Foto: Gold Gold

Vorjahressieger Johann Zarco (LCR-Honda) sorgte beim Training für den Grand Prix von Frankreich für Jubelstimmung auf den Tribünen. Der Lokalmatador erzielte vor drei Ducati-Fahrern die Bestzeit. Weltmeister Marc Marquez (Ducati) verpasste als 13. den direkten Q2-Einzug (zum Ergebnis).

Bei Ducati entschieden sich die Satellitenfahrer Alex Marquez (Gresini) und Fabio Di Giannantonio (VR46) für die neue Homologation der Seitenverkleidung. Die Winglets blieben unverändert, also die Version von 2024.

Im Gegensatz dazu wechselte Marc Marquez von der Seitenverkleidung aus dem Jahr 2024 auf die Version von 2025, mit der er so erfolgreich gewesen war. Bei den Winglets blieb auch er bei der Version von 2024.

Die Reifenwahl unterschied sich im Vergleich zum Vormittag deutlich. Alle begannen die Session mit dem harten Vorderreifen, und bis auf eine Ausnahme fuhren alle mit dem weichen Hinterreifen.

Gleich zu Beginn des Trainings stürzte Jorge Martin in seiner ersten fliegenden Runde in "Chemin aux Boeufs" ins Kiesbett, konnte seine Aprilia anschließend aber zurück an die Box fahren.

Im zweiten Run erwischte es Fermin Aldeguer in der ersten Schikane. Am Scheitelpunkt klappte ihm das Vorderrad ein. Die Sportwarte schoben die Gresini-Ducati hinter die Leitplanken.

Technische Probleme gab es bei einer Aprilia. Bei Trainingshalbzeit rollte Raul Fernandez (Trackhouse) im dritten Sektor aus. Am Auspuff rechts unten schlugen Flammen empor, die von den Streckenposten rasch gelöscht wurden.

Extrem enge Zeitabstände

Bevor die Qualifying-Versuche begannen, lagen die besten Zeiten eng beisammen. Die Top 5 mit Di Giannantonio, Pedro Acosta (KTM), Francesco Bagnaia (Ducati), Joan Mir (Honda) und Marco Bezzecchi (Aprilia) lagen innerhalb einer Zehntelsekunde.

Mit Ausnahme von Ersatzfahrer Jonas Folger (Tech3-KTM) befanden sich die 21 Stammfahrer innerhalb einer Sekunde. In den letzten 20 Minuten ging es schließlich um die zehn wichtigen Q2-Plätze.

In seinem ersten Qualifying-Versuch fuhr Acosta zunächst Topzeiten, aber der KTM-Fahrer stürzte in Kurve 13. Fast alle Fahrer nutzten für den Stop-and-Go-Charakter des Bugatti-Circuits den harten Vorderreifen.

Nach den ersten Versuchen führte Bagnaia das Timing knapp vor Mir, Zarco, Di Giannantonio und Marc Marquez an. Das KTM-Duo Enea Bastianini (Tech3) und Acosta folgte auf den Plätzen sechs und sieben.

Das Aprilia-Werksteam war mit Martin und Bezzecchi, die zeitgleich waren, nur auf den Plätzen 16 und 17 zu finden. Die letzten fünf Minuten brachten die Entscheidung. Aufgrund der engen Abstände waren alle Fahrer unter Druck.

30 Sekunden vor Ablauf der Zeit war Marc Marquez nur 13., als er seine letzte fliegende Runde in Angriff nahm. Vor ihm auf der Strecke stürzte sein Teamkollege Bagnaia im zweiten Sektor. Deshalb musste Marc Marquez die Runde abbrechen.

Dass der Weltmeister am Samstag in Q1 antreten muss, war aber nicht die einzige Überraschung. Zarco stellte mit 1:29.907 Minuten die Bestzeit auf. Der Franzose war 0,010 Sekunden schneller als Di Giannantonio.

Auch auf den Plätzen drei und vier folgten mit Bagnaia und Alex Marquez Ducati-Fahrer. Mir rundete als Fünfter den guten Freitag für Honda ab. Das Aprilia-Duo Martin und Bezzecchi sicherte sich mit den Plätzen sechs und sieben Q2-Plätze.

Für eine weitere Überraschung sorgte Yamaha-Fahrer Alex Rins als Achter. Die Top 10 komplettierten Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) und Acosta. Fabio Quartararo (Yamaha) beendete den Tag als 17.

Ersatzfahrer Folger belegte wie am Vormittag den 22. und letzten Platz. Bei seinem ersten Renneinsatz seit 2023 lag der Deutsche zweieinhalb Sekunden zurück.

Das abschließende Training beginnt am Samstag um 10:10 Uhr, direkt gefolgt vom Qualifying ab 10:50 Uhr. Der Sprint über 13 Runden startet um 15:00 Uhr. Für das Qualifying ist außerdem Regen möglich.

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