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MotoGP-Vorschau Spielberg 2: "Dovizioso muss noch etwas finden"

An diesem Wochenende gastiert die MotoGP noch einmal in Spielberg - Neben den Nachwehen des ersten Rennens bewegt die Frage: Kann Dovizioso erneut siegen?

MotoGP-Vorschau Spielberg 2: "Dovizioso muss noch etwas finden"

Bevor es am Freitag in Spielberg für den Grand Prix der Steiermark zurück auf die Strecke geht, müssen einige Fahrer zum Rapport antreten. Nach mehreren Zwischenfällen im Rahmen der Rennwochenenden in Spielberg 1 und Brünn kündigte die FIM an, die beteiligten Piloten anzuhören, um die Umstände zu klären.

Im Zentrum steht dabei freilich die Kollision zwischen Johann Zarco (Avintia-Ducati) und Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha), die am vergangenen Sonntag zum Abbruch des MotoGP-Rennens geführt hatte. Danach kochten die Emotionen im Fahrerlager hoch, einige Fahrer schossen sich schnell auf Zarco als den Schuldigen ein.

"Hoffentlich haben die Fahrer diese paar Tage genutzt, um in sich zu gehen und das Risiko etwas herauszunehmen", sagt ServusTV-Experte Alex Hofmann vor dem Startschuss für das zweite Spielberg-Wochenende. "Mir fehlen noch immer die Worte", gibt er zu. Allen sei bewusst, dass die MotoGP einer Katastrophe entgangen ist.

Hofmann: "Motorradrennen sind nie ungefährlich"

Kritik gab es im Zuge des schrecklichen Rennunfalls auch am Streckenlayout. Hofmann weiß: "Der Red Bull Ring hat spezielle Eigenheiten und ein Layout, das anders ist als jede andere Strecke. Aber Motorradrennen an sich und vor allem das Fahren im Pulk sind nie ungefährlich. Es ist einfach sehr schlecht gelaufen."

¿pbtag|MotoPodcastSpielberg1|pb¿Auf die Rennaction angesprochen, kann der ServusTV-Experte hingegen nur schwärmen. "Was die MotoGP in diesem Jahr abliefert, ist der Wahnsinn. Eine Yamaha gewinnt das Qualifying auf einer Powerstrecke, Suzuki fährt um den Rennsieg mit und KTM ist überall mittendrin statt nur dabei", fasst Hofmann das Kräfteverhältnis zusammen.

Zwar kam der Sieg von Ducati-Pilot Andrea Dovizioso nicht überraschend. Schließlich ist die Bilanz des italienischen Herstellers auf dem Red Bull Ring makellos. Doch Hofmann warnt: "Für das zweite Wochenende muss Dovizioso noch etwas finden. Ausruhen darf er sich nicht." Denn bis zum Abbruch lag KTM vorn.

MotoGP 2020: Weltmeisterschaft unberechenbar

"Pol (Espargaro; Anm. d. R.) war on fire. Er hatte die richtige Reifenkombination und hätte es ohne Re-Start auch durchgezogen", ist sich der ehemalige MotoGP-Pilot sicher. Im wieder gestarteten Rennen schied Espargaro nach einer markeninternen Kollision mit Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) dann allerdings vorzeitig aus.

Für Spielberg 2 rechnet Hofmann aber wieder mit KTM. Im Hinblick auf die Gesamtwertung hält er fest: "Die Rennen sind alle so unterschiedlich, den konstanten Fahrer haben wir noch nicht gesehen." WM-Leader Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) schwächelte zuletzt. Sein Vorsprung ist auf elf Punkte geschrumpft.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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