MotoGP-Zukunft von Nicolo Bulega: Wechsel auch ohne Ducati möglich
Nicolo Bulega dominiert die Superbike-WM, doch sein Weg in die MotoGP ist noch offen - Sein Manager macht klar: Auch ein Wechsel ohne Ducati ist möglich
Nicolo Bulega wartet auf seine MotoGP-Chance - mit oder ohne Ducati
Foto: Getty Getty
Nicolo Bulega hat sich mit starken Leistungen in der Superbike-Weltmeisterschaft ins Zentrum der Transfergerüchte gefahren. Doch ein Wechsel in die MotoGP ist für 2027 noch keineswegs sicher. Sein Manager Alberto Martinelli betont, dass selbst ein Schritt ohne Ducati nicht ausgeschlossen sei.
Aktuell erlebt Bulega eine beeindruckende Phase: Nach zwei zweiten Plätzen in den vergangenen Superbike-Saisons, jeweils geschlagen nur von Toprak Razgatlioglu, ist er stark in die Saison 2026 gestartet. Neun Siege in Folge sowie eine insgesamt 13 Rennen andauernde Siegesserie unterstreichen sein Potenzial.
Entscheidung hängt von den "großen Namen" ab
Trotz dieser Formkur bleibt seine MotoGP-Zukunft ungewiss. Laut Martinelli liegt das vor allem an der Dynamik des Fahrermarkts. "Wir müssen warten, bis die großen Namen offiziell ihre Absichten mitteilen", erklärt er im Gespräch mit Moto.it.
Erst wenn die Topfahrer ihre Verträge geklärt hätten, würden sich die Teams mit der Besetzung der zweiten Plätze beschäftigen. Damit befindet sich auch Bulega in einer Warteschleife, und das trotz seiner Rolle im MotoGP-Testteam von Ducati.
Ducati erste Wahl, aber keine Garantie
Innerhalb des Prozesses eines möglichen Aufstiegs in die Königsklasse bleibt die italienische Marke, für die Bulega auch in der Superbike-WM antritt klar die bevorzugte Option. Doch Martinelli macht deutlich, dass dies keine Einbahnstraße sei.
"Bei Ducati wissen sie, dass unsere Priorität ist, auch in der MotoGP bei ihnen zu bleiben", sagt er. Gleichzeitig schiebt der Manager nach: "Aber zu einer Ehe gehören zwei."
Herstellerwechsel nicht ausgeschlossen
Heißt: Ohne konkretes Angebot ist ein Verbleib innerhalb der Ducati-Strukturen nicht gesichert. Entsprechend hält sich Bulegas Management bewusst Optionen offen. So beschreibt Martinelli die Chance auf einen MotoGP-Wechsel mit einem anderen Hersteller zwar als "schwierig, aber nicht unmöglich".
Sollte Ducati nicht rechtzeitig handeln, könne man "den Kontakt mit anderen Teams wieder aufnehmen". Zugleich betont er, dass man nicht unbegrenzt warten werde - ein klares Signal an potenzielle Interessenten und auch an Ducati.
Fokus bleibt auf dem Superbike-WM-Titel
Ungeachtet aller Spekulationen bleibt der sportliche Fokus eindeutig. Für Bulega steht die aktuelle Superbike-Saison an erster Stelle. "Nicolo ist ein Profi und hat große Entschlossenheit", sagt Martinelli. "Er weiß, dass der Gewinn der Superbike-Weltmeisterschaft ihn unter die Topfahrer des Motorradsports bringen wird."
Mit seiner aktuellen Form scheint genau dieses Ziel greifbar und könnte zugleich der entscheidende Schritt sein, um sich endgültig für einen MotoGP-Aufstieg zu empfehlen.
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