Mugello-Grand-Prix: Marc Marquez verzichtet auf Bodyguard

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Mugello-Grand-Prix: Marc Marquez verzichtet auf Bodyguard
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
Co-Autor: Oriol Puigdemont
31.05.2018, 17:27

Marc Marquez will im Valentino-Rossi-Land Mugello auch ohne Aufpasser zurechtkommen und sieht den Testcrash nicht als Handicap

Mugello, wo an diesem Wochenende der Grand Prix von Italien stattfinden wird, ist für Marc Marquez so etwas wie Feindesland. Denn spätestens seit seiner Fehde mit Valentino Rossi im Jahr 2016 sind die Tifosi auf den Spanier nicht mehr gut zu sprechen. Beim WM-Veranstalter Dorna machte man sich deshalb sogar Sorgen um die Sicherheit des Honda-Piloten und wollte ihm einen Bodyguard zur Seite stellen, der Marquez im Fahrerlager auf Schritt und Tritt bewacht. Doch dieses Angebot lehnte der WM-Spitzenreiter dankend ab.

Sportlich läuft es bei Marquez momentan wie am Schnürchen. Nach drei Siegen in Folge führt er die WM-Wertung souverän an. Doch nun folgt mit Mugello eine Strecke, an die er nicht die besten Erinnerungen hat. Sein letzter Sieg dort ist schon vier Jahre her. Und vor wenigen Wochen beim Test landete Marquez nach einem Sturz in der Arrabbiata 2 unsanft im Kiesbett.

Diesen Abflug hat der Spanier aber längst abgehakt. "Ich bin gestürzt, weil ich bei nassen Bedingungen rausgefahren bin. Es war sehr rutschig und der Sturz passierte am Ausgang der Kurve, das war irgendwie seltsam."

Dennoch sei der Test auf "einer der schwierigsten Strecken" mehr oder weniger gut gelaufen, meint Marquez. "Aber jetzt ist es wärmer, dadurch wird sich alles verändern. Ich muss einfach so fahren wie in den vorherigen Rennen."

Ob das ausreicht, um den Sieg aus dem Jahr 2014 zu wiederholen, da ist sich Marquez allerdings nicht sicher. "2014 war (das Motorrad; Anm. d. Red.) einfacher zu fahren. Jetzt haben wir andere Reifen, eine andere Elektronik, alles ist anders", sagt er.

Dennoch sei die Honda des Jahrgangs 2018 ein Motorrad, welches ihm auf allen Strecken Siegchancen ermöglichen sollte. "Es sieht so aus, als seien wir unter allen Bedingungen schnell. Auch auf Strecken, auf denen wir sonst Schwierigkeiten hatten, können wir auf das Podium fahren. Das wird in dieser Saison das wichtigste sein", sagt Marquez.

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