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Mugello-Wende bei Toprak? "Bin ein komplett anderes Motorrad gefahren"

Toprak Razgatlioglu spürt in Mugello einen wichtigen Durchbruch im Set-up seines Bikes - Entscheidend bleibt für ihn und seinen Fahrstil dabei ein Faktor

Mugello-Wende bei Toprak? "Bin ein komplett anderes Motorrad gefahren"

Razgatlioglu nimmt aus Mugello wichtige Erkenntnisse für sein Set-up mit

Foto: Getty Getty

Auch wenn Toprak Razgatlioglu Mugello ohne Punkte verließ, zieht der Pramac-Pilot ein deutlich positives, wenngleich realistisch Fazit. Der Türke spricht über technische Fortschritte im Zusammenspiel mit seinem Motorrad und darüber, wie entscheidend das Gefühl für die Motorbremse für ihn bleibt.

Razgatlioglu, der für seine kompromisslosen Bremsmanöver bekannt ist, beschreibt vor allem den Rennsonntag als klaren Wendepunkt im Set-up seines Bikes.

Besonders am Morgen im Warm-up habe er ein völlig verändertes Motorrad gespürt: "Ich bin ein komplett anderes Motorrad gefahren. Ich fühle mich viel besser, das Motorrad stoppt besser. Und ich halte mehr Geschwindigkeit in der Kurve."

Diese Veränderung sei für ihn ein großer Schritt gewesen, da er erstmals wieder ein echtes Gefühl für die Motorbremse gehabt habe. Gerade dieser Punkt ist für den dreifachen Superbike-Weltmeister zentral. Sein gesamter Fahrstil hänge stark davon ab.

Razgatlioglu beschreibt sein größtes Problem

"Ich glaube, für mich ist der Schlüssel die Motorbremse. Wenn ich sie spüre, fahre ich viel besser." Ohne dieses Feedback könne er das Bike kaum so verzögern, wie er es aus der Superbike-Welt gewohnt ist. "Wenn ich keine Motorbremse spüre, benutze ich den Vorderreifen nicht richtig. Das ist mein größtes Problem."

Auch im Gespräch mit den Verantwortlichen im Team sei dieser Aspekt inzwischen klar identifiziert worden. Die Crew habe verstanden, dass genau hier der Hebel für weitere Verbesserungen liegt. Nach seiner eigenen Einschätzung ist Razgatlioglu aktuell auf einem guten Weg, auch wenn noch nicht alles perfekt funktioniere.

"Wenn wir so weitermachen, werden wir uns stark verbessern", glaubt der Türke. Zwar sei er noch nicht vollständig im idealen Rhythmus, doch die Richtung stimme.

Wichtige Erkenntnisse für das Set-up erlangt

"Ich bin noch nicht ganz im Toprak-Stil, aber es geht ein bisschen in diese Richtung. Ich bin auf der Bremse nicht wirklich stark, nur in einigen Kurven. Mit diesem Reifen ist es schwierig", sagt er. Sowohl Reifen als auch Motorcharakteristik seien deutlich anders als im Superbike-Bereich, was die Anpassung erschwere.

Doch Razgatlioglu zeigt sich optimistisch, dass die Entwicklung noch nicht am Ende ist. Das aktuelle Paket sei noch nicht ausgereift, doch die Lernkurve stimme: "Wir verlieren jedes Wochenende am Anfang, aber am Ende werden wir besser."

Gerade Mugello, eine Strecke mit langen Geraden und harten Bremszonen, gilt traditionell als anspruchsvoll für Fahrer, die stark über die Bremse arbeiten. Umso wichtiger sei das gewonnene Vertrauen in die Motorbremse für ihn gewesen.

Jetzt hofft der 29-Jährige, dass man mit den neuen Erkenntnissen in Zukunft bereits zu Beginn eines Rennwochenendes konkurrenzfähiger sein kann. "Wenn wir in Balaton Park auf diesem Niveau starten, wäre das für mich unglaublich", blickt er auf den Ungarn-Grand-Prix voraus. "Aber wir werden sehen. Das ist mein Ziel."

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