Nach 1-2 am Freitag: Bagnaia wünscht sich direkten Zweikampf mit Quartararo

Francesco Bagnaia würde am Portimao-Sonntag gerne direkt gegen Fabio Quartararo kämpfen - Der Weltmeister ist nicht sonderlich heiß drauf, aber auch nicht abgeneigt

Nach 1-2 am Freitag: Bagnaia wünscht sich direkten Zweikampf mit Quartararo

In den Zeitenlisten der beiden Freitagstrainings zum vorletzten MotoGP-Rennen der Saison 2021, dem Grand Prix der Algarve in Portimao, findet sich Yamaha-Pilot Fabio Quartararo auf P1 wieder, gefolgt von Ducati-Pilot Francesco Bagnaia. Im FT1 am Vormittag war Quartararo 0,045 Sekunden schneller, im FT2 am Nachmittag hatte er 0,132 Sekunden Vorsprung.

Der entscheidendere Unterschied zwischen den beiden aber ist, dass Quartararo seit dem vergangenen Rennwochenende vorzeitig als Weltmeister feststeht, wohingegen Bagnaia, der zuletzt viermal in Folge auf die Pole gefahren ist, keine Chance mehr auf den diesjährigen WM-Titel hat.

Trotzdem wünscht sich Bagnaia für das Rennen am Sonntag nichts sehnlicher als ein direktes Duell mit Quartararo. "Es wäre toll, wenn es so weitergehen würde", sagt der Ducati-Pilot nach den beiden Freitagstrainings und berichtet: "Ich habe das wirklich genossen. Jedes Mal, als ich aus der Box fuhr, um eine Rundenzeit zu setzen, war ich Schnellster. Aber jedes Mal, als ich wieder an die Box zurückkam, war Fabio schon wieder schneller."

"Das war ein tolles Duell und ich würde es gerne sehen, wenn es am Sonntag so weitergeht", sagt Bagnaia und merkt an: "Ich glaube, wir beide sind momentan die Stärksten. Hier in Portimao hat er aber gewonnen [im April]. Deshalb wäre es toll, wenn ich am Sonntag direkt gegen ihn kämpfen könnte."

Francesco Bagnaia, Fabio Quartararo

Bagnaia hofft auf das direkte Duell, Quartararo kann auch ohne gut

Foto: Motorsport Images

Und was sagt Quartararo dazu? "Um ehrlich zu sein freue ich mich darauf. Es ist aber nichts, wovon ich besessen wäre. Ich will es jetzt einfach genießen, dass wir in diesem Jahr den WM-Titel errungen haben", bekennt der neue Weltmeister und gibt zu: "Das ist jetzt das erste Mal in meiner Karriere, dass ich ohne jeden Druck in ein Rennen gehe."

"Wenn es ein Duell mit 'Pecco' gibt, dann ist das eben so", meint Quartararo, betont aber erneut, dass ihm der Gedanke daran nicht den Schlaf raubt: "Wenn er gerne ein Duell mit mir hätte, dann ist das okay. Für mich selber aber ist es wichtiger, dass ich jetzt befreit fahren kann. Das ist mir wichtiger als irgendwelche Kämpfe." Letzten Endes sagt der Weltmeister dann aber doch: "Natürlich wäre trotzdem schön, wenn wir gegeneinander kämpfen könnten."

Ganz so nebensächlich wie es Quartararo hinstellt wäre ein direktes Duell der beiden allerdings nicht. Denn die Fahrer-WM ist zwar entschieden. In der Hersteller-WM aber liegt Ducati gerade mal zwölf Punkte vor Yamaha. Und in der Team-WM hat das Yamaha-Werksteam nur neun Punkte Vorsprung auf das Ducati-Werksteam. Somit sind sowohl Hersteller- als auch Team-WM 2021 noch offen und werden möglicherweise beide erst beim Finale am 14. November in Valencia entschieden.

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Weitere Co-Autoren: Vincent Lalanne-Sicaud. Mit Bildmaterial von Dorna Sports.

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