Nach 37 Runden war Schluss: Marquez wird von Schulter erneut gebremst

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Nach 37 Runden war Schluss: Marquez wird von Schulter erneut gebremst
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
07.02.2019, 09:58

Honda-Pilot Marc Marquez kann auch am zweiten Testtag nicht optimal arbeiten, seine Schulter sorgt für Probleme - 37 Runden am Donnerstag geschafft

Der zweite MotoGP-Testtag in Sepang, Malaysia, verlief für Weltmeister Marc Marquez erneut nicht nach Wunsch. Der Spanier musste nach 37 Runden, acht mehr als am Vortag, vorzeitig Feierabend machen. Sein gesundheitlicher Zustand ließ nicht mehr Testkilometer zu, die Schulter sei in einem schlechteren Zustand als am Mittwoch. Mit einer 1:59.790 Minuten reihte er sich eine halbe Stunde vor Testende auf Rang fünf ein. Auf seine Bestzeit von gestern fehlten ihm knapp zwei Zehntelsekunden.

Fotos: Marc Marquez beim MotoGP-Test in Sepang

"Ich muss auf meine Schulter hören. Im Moment ist sie noch nicht bereit. Ich muss geduldig bleiben. Wir haben noch einen Monat Zeit bis zum ersten Rennen. Das ist unser Ziel." Mit 37 Runden steigerte sich Marquez, was die Rundenanzahl betrifft, im Vergleich zum Vortag. "Ich konnte ein paar Runden mehr drehen, da ich mich zu Beginn besser gefühlt habe, allerdings wurde es gegen Ende hin immer schwieriger", gibt er zu.

"Im zweiten und dritten Versuch habe ich schon gemerkt, dass die Schulter nicht mehr so stabil ist. Ich hatte immer weniger Kraft und die Schmerzen wurden stärker. Ich fühlte mich schlechter als gestern. Aus diesem Grund habe ich früher aufgehört, als wir geplant hatten." Marquez kann aufgrund seiner operierten Schulter weiterhin nicht seinen gewohnten Fahrstil anwenden, was auch das Testprogramm beeinträchtigt.

Marc Marquez

Keine Longruns möglich: 37 Runden am Donnerstag, 29 am Mittwoch

"Das ist eigenartig [so zu fahren], denn mein Instinkt sagt mir etwas anderes. Das ist eigentlich nicht mein natürlicher Fahrstil. Aus diesem Grund werden wir ein paar Dinge nicht ausprobieren, um die Informationen nicht zu verfälschen", erklärt er. Den Testplan habe er mit dem Team angepasst. Man hat sich dazu entschieden, allgemein wichtige Dinge auszuprobieren.

Denn bei kleinen Details müsse man so natürlich wie möglich fahren. "Das funktioniert derzeit nicht. Vor allem auf frischen Reifen kann ich den Vorteil nicht ausspielen, denn das Bike wird dadurch aggressiver. Das bedeutet, mehr Kraftaufwand für die Schulter. Ich mache es also umgekehrt: Auf frischen Reifen bin ich langsam, auf gebrauchten pushe ich", verrät Marquez.

Grundsätzlich habe man "wichtige" Dinge an der RC213V ausprobiert, doch der siebenfache Weltmeister geht nicht ins Detail. "Wir haben uns auf einige große Dinge konzentriert - den Motor, eine andere Charakteristik des Bikes. Die kleinen Dinge, wie Federn, haben wir jetzt einmal außer Acht gelassen. Morgen werden wir so weitermachen. Auch beim Chassis gibt es kleine Unterschiede, der große Unterschied ist aber der Motor", schildert er den Unterschied zwischen seinen beiden Bikes.

Am Motor sucht Honda vor allem den Topspeed, was allerdings zu neuen Schwierigkeiten führt. "Es wird dann schwieriger in den Kurven. Wir schauen uns daher gerade an, ob wir dieses Drehmoment in den Kurven kontrollieren können. Gestern hatte ich zwar mehr Drehmoment, aber weniger Kontrolle darüber. Heute haben wir es ausgeglichen." Grundsätzlich habe der neue Honda-Antrieb mehr Power, hält er fest.

Am letzten Testtag am Freitag werde Marquez erneut langsam beginnen. "Ich werde versuchen, mehr Runden zu fahren." 30 Runden am Stück seien jedoch nicht möglich. "Außerdem muss ich immer dranbleiben beim Test, auch wenn es sehr warm ist. Ich kann nicht aufhören zu fahren und die Schulter dann wieder aufwärmen, das wäre noch schlechter", schildert er ein weiteres Problem. Das Risiko einer Infektion, die seine Genesung behindern würde, möchte er um jeden Preis minimieren. "Wenn ich mehr Schmerzen als normalerweise fühle, höre ich auf zu fahren."

Mit Bildmaterial von LAT.

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