Nach KTM-internen Kollisionen: "Sollte thematisiert werden", findet Oliveira

Miguel Oliveira sieht Gesprächsbedarf, nachdem die KTMs in Portimao untereinander kollidierten - "Man erwartet nicht so harte Kämpfe in der eigenen Garage", sagt er

Nach KTM-internen Kollisionen: "Sollte thematisiert werden", findet Oliveira

Der Grand Prix der Algarve in Portugal vor einer Woche geriet für KTM zu einem neuen Tiefpunkt, nachdem zwei markeninterne Kollisionen drei Fahrer aus dem Rennen rissen und einzig Brad Binder die Zielflagge als Zehntplatzierter sah.

Ein später Unfall zwischen Miguel Oliveira aus dem Werksteam und Iker Lecuona von Tech 3 führte drei Runden vor Schluss sogar zum Rennabbruch. Oliveira musste mit einer Trage weggebracht werden. Wenig später gab es aber zum Glück Entwarnung: Der Portugiese kam ohne schwere Verletzungen davon.

"Körperlich bin ich okay", sagt er vor dem MotoGP-Saisonfinale in Valencia an diesem Wochenende. "Ich hatte eine leichte Gehirnerschütterung, deswegen ließ ich am Sonntag im Krankenhaus noch einen CT-Scan machen. Aber alles war okay."

"Natürlich hatte ich am Montag danach hier und da ein paar Schmerzen, aber innerlich war alles in Ordnung. Ich konnte also hier ohne körperliche Einschränkungen anreisen."

Oliveira erinnert an Clash mit Espargaro 2020

Angesprochen auf die Kollision mit Lecuona sagt Oliveira zwar: "Die Entschuldigung direkt danach habe ich natürlich angenommen." Doch er betont: "Es ist hartes Racing. Ob das Management da intervenieren sollte, weiß ich nicht." Einen gewissen Handlungsbedarf sieht er angesichts solcher Vorfälle aber schon.

"Ich hatte eine Situation mit Pol im vergangenen Jahr, das war damals auch ein Rennunfall zwischen zwei KTM-Fahrern. Klar war damit niemand glücklich", erinnert sich der Portugiese an einen Zwischenfall mit Pol Espargaro in Spielberg 2020.

"Es gab danach ein Meeting und das trug zur Beruhigung bei. Es ist traurig, dass wir so viele Zwischenfälle mit KTM-Motorrädern haben. Klar sind wir alle Gegner, aber man erwartet nicht so harte Kämpfe mit Gegnern innerhalb der eigenen Garage. Aber es ist, wie es ist. Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll."

"Ich denke, es sollte thematisiert werden", bekräftigt Oliveira. "Denn das Ziel der Marke ist es, in jedem Rennen Punkte zu sammeln. Jeder Fahrer hat gewiss auch seine eigenen Ziele und Ambitionen. Aber für mich ist es schade, bei meinem Heim-Grand-Prix von einer anderen KTM aus dem Rennen genommen zu werden."

Binder: Solche Unfälle können immer passieren

Oliveiras Teamkollege Binder sieht derweil keinen besonderen Gesprächsbedarf. "Wir fahren Rennen, da kann so etwas passieren", findet der KTM-Pilot. "Mir wurde überhaupt erst nach dem Rennen bewusst, dass es eine Berührung mit Petrucci gab und er daraufhin gestürzt ist. Es war einfach unglücklich, ein Rennunfall."

"Was den Zwischenfall mit Lecuona und Miguel angeht, hatte Lecuona das Pech, dass ihm das Vorderrad eingeklappt ist, als er überholen wollte", rekapituliert Binder die Situation zwischen den Markenkollegen. "Am Ende des Tages ist das Racing."

"Ob es nun KTM gegen KTM oder einen anderen Hersteller ist, solche Dinge passieren und Fahrer machen auch mal Fehler. Ich denke nicht, dass wir da viel ändern können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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