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Nakagami sah Siegchance, aber die Rotphase "veränderte alles"

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Nakagami sah Siegchance, aber die Rotphase "veränderte alles"
Autor:
Co-Autor: Gerald Dirnbeck

LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami lag in Spielberg 2 ganz klar auf Kurs zum angepeilten Podestplatz - Warum er nach dem Neustart chancenlos war

Mit seiner 2019er-Honda des LCR-Teams hatte sich Takaaki Nakagami für den Grand Prix der Steiermark 2020 in Spielberg einen Podestplatz vorgenommen, nachdem er im Qualifying am Samstag in die erste Reihe gefahren war. Im Rennen am Samstag lag der Japaner dann tatsächlich lange auf Podestkurs.

Fotos: Takaaki Nakagami bei MotoGP Steiermark in Spielberg

Die ersten 14 Runden verbrachte Nakagami an dritter Stelle liegend. Dann überholte er Jack Miller (Pramac-Ducati) und rückte auf die zweite Position hinter Spitzenreiter Joan Mir (Suzuki) nach vorn. Doch genau wie Mir so kam auch Nakagami die durch den Sturz von Yamaha-Pilot Maverick Vinales ausgelöste Rotphase mit anschließendem Neustart alles andere als gelegen.

Im zweiten Teil des Rennens lag Nakagami in keiner Runde weiter vorne als an sechster Stelle und wurde schließlich Siebter. Damit war der Japaner zwar einmal mehr mit Abstand der bestplatzierte der vier Honda-Fahrer im 2020er MotoGP-Feld. Zufrieden ist er mit dem Verlauf des zweiten Spielberg-Sonntags aber nicht.

Warum Nakagami im zweiten Teil des Rennens chancenlos war

"Im ersten Teil des Rennens lief es hervorragend. Ich hatte alles unter Kontrolle und es fiel mir leicht, in der Spitzengruppe zu bleiben. Nachdem ich Jack überholt hatte, dachte ich sogar, ich könnte das Rennen gewinnen. Die Rotphase veränderte dann aber alles", so Nakagami.

Takaaki Nakagami, Jack Miller,

Im ersten Teil des Rennens lag Nakagami vor Miller und sah sogar Siegchancen

Foto: Motorsport Images

"Für den zweiten Teil des Rennens haben wir vielleicht einen kleinen Fehler gemacht", räumt der LCR-Honda-Pilot ein. "Wir haben nämlich keinen frischen Reifen aufgezogen. Ich wollte den weichen Hinterreifen behalten. Aber leider hatten wir davon keinen neuen mehr zur Verfügung. Die anderen Topfahrer bekamen alle einen frischen Vorder- und Hinterreifen, aber bei uns waren sie einfach aufgebraucht."

Denkt man nun auch in der LCR-Box darüber nach, sich für einen solchen Fall einen frischen Reifensatz aufzuheben? "Nun, normal ist das ja nicht gerade, aber hier war es jetzt gleich zwei Rennen hintereinander, die unterbrochen wurden. Deshalb müssen wir wohl darüber nachdenken, ja", meint Nakagami.

Kritik an der Reifenauswahl von Michelin

"Wir werden aber auch mit Michelin sprechen, denn das Kontingent ist einfach am Limit. Den harten Vorderreifen haben wir an diesem Wochenende überhaupt nicht verwendet", bemerkt der Japaner, der stattdessen lieber einen zusätzlichen Medium- oder Soft-Reifen im Kontingent gehabt hätte.

So aber musste Nakagami am Sonntag in Spielberg die letzten zwölf der insgesamt 28 Rennrunden mit einem angefahrenen Soft-Hinterreifen und einem angefahrenen Medium-Vorderreifen bestreiten und gesteht: "Von diesem siebten Platz bin ich wirklich extrem enttäuscht."

Takaaki Nakagami

Frust bei Nakagami über die Rotphase und die Reifensituation am Wochenende

Foto: Motorsport Images

"Positiv ist, dass wir gezeigt haben, dass wir definitiv ein Topteam sind. Jetzt müssen wir einfach so weitermachen. Ich kann es kaum erwarten, bis es in Misano weitergeht", so Nakagami, der seine dritte MotoGP-Saison absolviert.

Vorfreude auf "besonderes Rennen" in Misano

Die Vorfreude auf den anstehenden Double-Header in Misano (13. und 20. September) dürfte von Nakagamis Honda-Markenkollegen Cal Crutchlow, Alex Marquez und Stefan Bradl aber nicht unbedingt geteilt werden. Sie alle fahren mit der 2020er-Honda, die bis dato verglichen mit dem 2019er-Bike alles andere als eine Verbesserung darstellt.

Was Nakagami betrifft, so reist er aber auch mit einem wehmütigen Gefühl nach Misano: "Es ist die Strecke, auf der mein bester Freund und Lieblingsgegner Shoya Tomizawa damals 2010 im Moto2-Rennen verunglückt ist. Deshalb ist das für mich immer eine emotionale Angelegenheit. Ich würde aber nicht sagen eine traurige. Ich kann positive Energie daraus ziehen, ganz ähnlich wie es bei meinem Heimrennen in Motegi der Fall ist. Deshalb ist Misano immer ein besonderes Rennen für mich."

Takaaki Nakagami

Mit seinem 2019er-Bike ist Nakagami der einzige starke Honda-Fahrer 2020

Foto: Motorsport Images

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Spielberg 2
Subevent Rennen
Fahrer Takaaki Nakagami
Teams LCR Honda
Urheber Mario Fritzsche