Neuer Honda-Motor: Wie er Marquez in diesem Jahr das Leben erleichtert

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Neuer Honda-Motor: Wie er Marquez in diesem Jahr das Leben erleichtert
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25.05.2019, 06:42

Die Honda RC213V verfügt 2019 über eine ausgewogenere Basis als in der Vergangenheit: Marc Marquez muss weniger riskieren, um sich durchzusetzen

Das Potenzial der Honda RC213V war bereits in den vergangenen Jahren sehr groß, wie die WM-Titel von Marc Marquez belegen. In diesem Jahr verfügt Honda über ein deutlich ausgewogeneres Motorrad, das weniger spitz reagiert. Die HRC-Ingenieure opferten mit Blick auf das Qualifying etwas Schlagkraft, legten aber den Grundstein für bessere Rennen. Marquez lobt die Entwicklung seiner Maschine.

"Im vergangenen Jahr war ich im Qualifying sehr stark. Jetzt bin ich vermutlich im Qualifying ein bisschen weniger stark, doch dafür ist mein Renntempo besser", vergleicht Marquez und lobt vor allem den neuen Motor der Honda und das bessere Einlenkverhalten.

"Ich fühle mich jetzt am Kurveneingang sehr wohl. Das ist am wichtigsten. Es gibt aber dennoch noch einige Sachen, die wir verbessern können. Ich kann zwei oder drei verschiedene Fahrstile anwenden, weil ich jetzt mehr Unterstützung vom Motor bekomme. Ich erkannte im vergangenen Jahr bei Dovi (Andrea Dovizioso) und Jorge (Lorenzo), wie man fahren kann, wenn man mehr Unterstützung vom Motor erhält", berichtet Marquez.

"Im vergangenen Jahr verloren wir in einigen Bereichen sehr viel. In diesem Jahr konnten wir einige Bereiche kompensieren. Natürlich gibt es nach wie vor einige Schwachstellen, aber auch einige Stärken", erklärt der Weltmeister. "Der Motor war im Vergleich zu Ducati einer der Unterschiede. In diesem Jahr haben wir einen besseren Motor. Das schenkt mir Selbstvertrauen, anders zu fahren und die Rundenzeit anders zustande zu bringen."

Marc Marquez

Dritter Saisonsieg: In Le Mans baute Marc Marquez die WM-Führung aus

Foto: LAT

In Le Mans gewann Marquez mit dem weichen Vorderreifen. Vor nicht allzu langer Zeit war diese Mischung für Honda keine Option. "Ich verwendete den weichen Vorderreifen. Man darf ihn nicht überhitzen. Früher konnten wir diesen Reifen nicht verwenden. Nun können wir es, weil das Motorrad besser einlenkt", freut sich Marquez.

"Im vergangenen Jahr versuchten wir, die Zeit beim Bremspunkt zu finden. In diesem Jahr haben wir vermutlich ein bisschen verloren, doch dafür in anderen Bereichen dazugewonnen. Das ist der richtige Weg, denn es ist immer mit Risiko verbunden, Zeit am Bremspunkt zu gewinnen. Es ist schwierig, konstant zu fahren", schildert der HRC-Pilot.

"Nun können wir beim Bremspunkt ein bisschen spielen und die Zeit in anderen Bereichen holen", lobt er die Entwicklung der RC213V. Dass die anderen Honda-Piloten zuletzt nicht besonders stark waren, kümmert die Nummer 93 wenig. "Ich schaue nicht auf die anderen Hondas oder meinen Teamkollegen. Ich schaue nur auf meine Positionen. Ich möchte ganz vorne sein", betont Marquez.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Urheber Sebastian Fränzschky
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