"Nichts ist entschieden": Brad Binder kämpft um MotoGP-Zukunft
Brad Binder spricht offen über Zukunftsdruck und laufende Vertragsgespräche in der MotoGP - Er weiß, dass er sich nur mit guten Ergebnissen empfehlen kann
Die Tage von Brad Binder bei KTM scheinen gezählt
Foto: Getty Getty
Brad Binder blickt angespannt, aber entschlossen auf seine Zukunft in der MotoGP. Der KTM-Werksfahrer macht deutlich, dass die Weichenstellungen im Fahrerlager längst begonnen haben, auch wenn offiziell noch wenig verkündet ist.
Auf die Frage, ob er angesichts des offenen Fahrermarkt - die meisten Verträge enden mit dieser Saison - zusätzlichen Druck verspüre, gibt er zu: "Natürlich. Am Ende des Tages bin ich ein MotoGP-Fahrer, das ist mein Job. Ich glaube, das ist mein Platz auf dieser Erde. Das ist, was ich tun will, und ich will es weiter tun."
Dabei beschreibt der 29-Jährige den Druck weniger als äußeren Einfluss, sondern vielmehr als inneren Antrieb. "Sicher, mehr Druck. Nicht Druck von außen, aber Druck", erklärt er. Dieser speise sich vor allem aus seinem eigenen Anspruch.
Seit langem keine Topergebnisse mehr
Binder will liefern, und das möglichst bald. Seit Längerem versuche er, sein volles Potenzial wieder auszuschöpfen. Entsprechend klar formuliert er sein Ziel: "Ich will meine Dinge in Ordnung bringen und versuchen, ein gutes Ergebnis zu holen."
Sein letzter Podestplatz datiert auf den Saisonauftakt 2024 in Katar zurück. Seitdem schwanken Binder Resultate. Zwar kann sich der Südafrikaner in der Regel in den Top 10 platzieren, doch das genügt weder seinen eigenen Ansprüchen noch denen von KTM. Maßstab ist Teamkollege Pedro Acosta, der besser performt.
Dass auch er dazu in der Lage ist, daran hat Binder keine Zweifel. Rückblickend verweist er auf frühere Leistungen, die sein Niveau unterstreichen. Nun gehe es darum, Details zusammenzufügen: "Ich weiß, dass ich zu viel mehr fähig bin. Ich habe es in der Vergangenheit gezeigt." Der Schlüssel liege in den Feinheiten.
"Ich habe das Gefühl, dass ich ein paar kleine Details wirklich zusammenbringen muss. Wenn das gelingt, kann ich einen guten Schritt nach vorne machen", ist Binder überzeugt.
Im KTM-Werksteam wohl kein Platz mehr
Parallel laufen im Hintergrund bereits Gespräche über die Zukunft. Auf die Frage, ob er schon für die kommende Saison verhandle, bleibt der KTM-Pilot offen, aber zurückhaltend: "Natürlich. Jeder spricht, also wenn nicht, wäre das keine gute Sache."
Konkrete Ergebnisse gibt es allerdings noch nicht: "Nichts ist unterschrieben oder entschieden, aber wir arbeiten daran." Eine Verlängerung mit KTM dürfte nicht nur angesichts von Binders durchwachsenen Resultaten schwierig. Dem Vernehmen nach plant der Hersteller die Saison 2027 bereits mit anderen Fahrern.
So sind Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio als neues Gespann für das Werksteam im Gespräch. Sollte sich bewahrheiten, dass Tech3 den Partner wechselt und ab 2027 auf Honda statt KTM setzt, wäre der Kader der Österreicher damit komplett.
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