Noch keine Unterschrift: Was Marc Marquez bei Ducati zögern lässt
Marc Marquez hat seinen Vertrag mit Ducati über 2026 hinaus noch nicht verlängert - Der Spanier erklärt, warum er mit der Unterschrift bewusst noch wartet
Marc Marquez und Ducati haben ihren Vertrag noch nicht offiziell verlängert
Foto: Getty Getty
Marc Marquez hat zuletzt bestätigt, dass eine Vertragsverlängerung mit Ducati über die MotoGP-Saison 2026 hinaus noch nicht unterschrieben sei, obwohl sich beide Seiten laut dem Spanier in vielen Punkten bereits einig sind.
Der amtierende MotoGP-Weltmeister macht nun deutlich, dass die Verzögerung vor allem mit seiner körperlichen Situation zusammenhängt.
Marquez will erst wieder bei voller Fitness sein
Für ihn sei klar, dass ein MotoGP-Vertrag nur unterschrieben werden sollte, wenn er sich körperlich vollkommen bereit fühle, erklärt Marquez. Deshalb habe er die Gespräche bewusst verlangsamt und Ducati um etwas Geduld gebeten.
"MotoGP-Fahrer zu sein bedeutet für mich, dass der Job zu 100 Prozent die Priorität im Leben ist", sagt der Ducati-Pilot und räumt ein: "Ich habe in der Vergangenheit gelernt: Wenn ich verletzt bin oder mich in keiner guten Verfassung befinde, darf ich keine Entscheidung treffen, auch nicht für einen Vertrag."
Der Spanier hatte sich im Herbst erneut an der Schulter verletzt und arbeitete über den Winter an seinem Comeback. Genau diese Situation war der Grund für die Verzögerung.
"Als wir angefangen haben, über die Zukunft zu sprechen, war ich verletzt. Deshalb habe ich Ducati gebeten zu warten, bis ich wieder besser einschätzen kann, wie ich mich fühle." Noch ist dieser Prozess offenbar nicht ganz abgeschlossen.
"Weiß nicht, wo meine 100 Prozent liegen"
So beschreibt Marquez, dass Verletzungen die eigene Leistungsfähigkeit oft schwer einschätzbar machen. Selbst kleine körperliche Einschränkungen könnten auf dem Niveau, auf dem man in der MotoGP konkurriert, einen großen Unterschied bedeuten.
"Wenn du verletzt bist, lässt die Leistung nach. Du weißt nicht, wo deine 100 Prozent liegen. Manchmal ist es nur ein Prozent weniger, manchmal sind es 20", erklärt er. "Deshalb will ich erst sicher sein, dass ich mich weiter verbessere."
Trotz der Verzögerung betont der neunfache Weltmeister, dass die Gespräche mit Ducati in eine positive Richtung laufen würden: "Wir sind auf einem guten Weg, beide Seiten sind zufrieden und wir sind sehr nah dran." Auftrieb geben ihm dabei auch die jüngsten Fortschritte in seiner körperlichen Verfassung.
Ducati und Marquez "nah dran" an Verlängerung
Denn nach den ersten Tests und dem Saisonstart fühlt sich Marquez sportlich und persönlich inzwischen wieder deutlich besser. Deshalb sei er "optimistisch für die Zukunft".
Gleichzeitig stellt der Spanier klar, dass er sich im aktuellen Team weiterhin wohlfühle: "Ich bin sehr glücklich mit Ducati, und ich hoffe, Ducati auch mit mir." Den Sieg im ersten Sprintrennen der Saison verpasste er nur knapp. Ein Podestplatz beim Grand Prix blieb ihm wegen eines Reifenschadens verwehrt.
Angesprochen auf ein mögliches Karriereende, etwa für den Fall eines zehnten WM-Titels, betont Marquez, dass es dafür noch keine konkrete Planung gebe.
"Der Rücktritt ist eine der schwierigsten Entscheidungen für einen Sportler - wann, wie und warum", erklärt der 33-Jährige. "Ich glaube nicht, dass ich das langfristig planen kann. Das ist etwas, das man irgendwann einfach fühlt."
Damit bleibt zwar vieles offen, doch im Fahrerlager gilt eine Fortsetzung der Partnerschaft zwischen Marquez und Ducati weiterhin als wahrscheinlich.
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