Nur eine KTM in Q2: Oliveira sieht kein generelles Quali-Problem bei der RC16

So wie am Sachsenring qualifiziert sich Miguel Oliveira in Assen für die zweite Startreihe - Brad Binder hat Probleme und wird nur Vorletzter

Nur eine KTM in Q2: Oliveira sieht kein generelles Quali-Problem bei der RC16

Miguel Oliveira stellte die beste KTM im Qualifying zur Dutch TT in Assen auf Startplatz sechs in die zweite Reihe. Sein Teamkollege Brad Binder hatte große Mühe und qualifizierte sich nur für den 21. und vorletzten Startplatz.

Iker Lecuona verpasste knapp den Q2-Einzug und wird von Position 13 angreifen. Danilo Petrucci landete auf Platz 18. Dem Italiener wurde eine Runde wegen Tracklimits gestrichen. Dann sah er die Zielflagge um eine Sekunde zu früh, um noch einen Angriff starten zu können.

Oliveira konnte sich schon im Freien Training direkt für Q2 qualifizieren. Auf die Pole-Zeit von Maverick Vinales (Yamaha) fehlten sechs Zehntelsekunden. "Der Rückstand ist zwar etwas groß, aber das Ergebnis ist ähnlich", meint der Portugiese.

"Ich starte so wie am Sachsenring von Platz sechs. Das Qualifying ist immer etwas schwierig, weil wir nicht so gut den zusätzlichen Grip der Reifen nutzen können. Die beiden Yamaha und Ducati scheinen das besser zu können. Das ist der Hauptgrund, warum ich nicht schneller fahren konnte."

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira sieht keine generelle Qualifying-Schwäche der KTM

Foto: Motorsport Images

An ein generelles Qualifying-Problem der KTM RC16 glaubt Oliveira aber nicht: "Nein. Jedes Wochenende ist eine andere Herausforderung. Wir mussten das Motorrad für diese Strecke stark verändern. In FT2 hat es geregnet, was unsere Fortschritte etwas gebremst hat."

Insgesamt ist Oliveira für das letzte Rennen vor der Sommerpause zuversichtlich: "Wir haben ein starkes Motorrad und ich glaube, wir werden dabei sein. Ich schätze, dass hinter Vinales und Quartararo einige Fahrer kommen werden. Das werden wir erst im Rennen herausfinden."

Binder hatte ein Problem mit seiner KTM

Auf der anderen Seite der Box hatte Binder kein gutes Qualifying. "Ich hatte in FT4 Probleme und war mir nicht sicher, was es genau war. Als wir im Qualifying den weichen Reifen montiert hatten, gab es die gleichen Probleme. Viel konnte ich nicht machen", zuckt er mit den Schultern.

Brad Binder

Brad Binder waren im Qualifying wegen eines Problems die Hände gebunden

Foto: Motorsport Images

"Das Vorderrad hat sich oft geschüttelt, weshalb ich auf der Geraden das Gas zudrehen musste. Wir dachten, dass es am weichen Hinterreifen liegt, aber im Qualifying hatte ich das gleiche Problem. Ich fühle mich recht gut, aber wenn man mit Problemen ins Qualifying geht."

"Wir haben alle mehr erwartet. Heute gab es Dinge, die nicht in meiner Hand lagen", meint Binder. "Vom Gefühl her hätte ich meine Zeit im Qualifying auch mit einer Hand am Rücken fahren können, wenn es normal gelaufen wäre. Hoffentlich gelingt mir im Rennen ein Comeback."

Seinen letzten Q1-Versuch musste der Südafrikaner wegen gelber Flaggen im dritten Sektor abbrechen. Vorn Startplatz 21 wartet auf Binder eine große Aufholjagd. Dass er es kann, hat er auf dem Sachsenring bewiesen. Dorte schaffte er von Startplatz 13 noch Rang vier.

"Ich möchte natürlich ganz nach vorne, aber wir müssen realistisch sein", dämpft er die Erwartungen. "Die Top 10 wären ein gutes Ergebnis." Offen ist die Reifenfrage. Bei Binder funktionierte der weiche Hinterreifen in FT4 überhaupt nicht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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