Oliveira nach Siegesfahrt im Regen von Thailand: "Einfach war es nicht"

KTM-Pilot Miguel Oliveira gewinnt auch das zweite Regenrennen der MotoGP-Saison 2022 und dankt Jack Miller, der ihn bis ins Ziel auf Trab gehalten hat

Oliveira nach Siegesfahrt im Regen von Thailand: "Einfach war es nicht"
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Schon vor seiner Siegesfahrt beim wetterbedingt verzögerten und um eine Runde verkürzten Grand Prix von Thailand in Buriram frohlockte Miguel Oliveira. Der KTM-Pilot musste beim einsetzenden Regen direkt an seine Triumphfahrt beim zweiten Saisonrennen, dem ebenfalls verregneten Grand Prix von Indonesien in Mandalika, denken.

"Ich musste mich richtig beherrschen, um ruhig zu bleiben", gibt Oliveira nach dem Sieg in Thailand zu. So aufgeregt und erfreut war er über den einsetzenden Regen kurz vor dem Start des Rennens. Und Oliveira sollte Recht behalten. Obwohl er als Elfter außerhalb der Top 10 startete, arbeitete sich der KTM-Pilot auf nasser Piste zügig nach vorne.

FOTOS: Miguel Oliveira beim GP Thailand in Buriram

Am Ende der ersten Runde war Oliveira Siebter, nach drei Runden Vierter und nach sechs Runden Zweiter. Bis zur Hälfte der Renndistanz fuhr er dann hinter Ducati-Werkspilot Jack Miller - einem anderen anerkannten Regenspezialisten im MotoGP-Feld - her. In der 14. Runde überholte Oliveira Miller in der letzten Kurve der Strecke (Kurve 12) und gab die Führung anschließend nicht mehr ab.

"Jedes Regenrennen ist schwierig"

"Einfach war es nicht, vor allem mental", gibt Oliveira zu und erklärt: "Jedes Regenrennen ist schwierig. Diesmal war es an einigen Stellen der Strecke wirklich knifflig. Speziell auf den Geraden konnte man kaum etwas sehen. Zudem gab es Aquaplaning. Das machte das Überholen zu Beginn nicht einfach. Als ich einmal freie Bahn hatte, war es besser."

Miguel Oliveira, Jack Miller

Als er einmal an Jack Miller vorbei war, gab Oliveira die Führung nicht mehr ab

Foto: Motorsport Images

Sein Duell mit Miller im Kampf um die Führung beschreibt Oliveira so: "Ich kam Jack Stück für Stück näher und konnte ihn gut studieren. Ich war im letzten Sektor schneller als er und hatte vor allem aus Kurve 11 heraus sehr guten Grip. Aber er war aus Kurve 12 heraus schneller."

"Mein erster Versuch, ihn zu überholen, hat nicht geklappt. Beim zweiten Versuch habe ich es ein bisschen anders gemacht. Wir fuhren etwas länger Seite an Seite und es hat schließlich funktioniert. Und als ich einmal vorne lag, war ich in der Lage, den Vorsprung zu verwalten", so Oliveira.

Nach KTM: Oliveira freut sich auf nächste Herausforderung

Aber der KTM-Pilot, der nach 25 Runden mit 0,730 Sekunden Vorsprung auf Miller als Sieger ins Ziel kam, gibt auch zu: "Jack zwang mich dazu, Runde für Runde Attacke zu machen. Das war sicherlich gut, denn so musste ich immer voll konzentriert bleiben und konnte nicht entspannen."

Jack Miller, Miguel Oliveira

Für die Saison 2023 übernimmt Miller den Platz im KTM-Werksteam von Oliveira

Foto: Motorsport Images

Bei KTM hat Oliveira jetzt noch drei Rennen vor sich, bevor er für die MotoGP-Saison 2023 ausgerechnet von Miller abgelöst wird. "Es ist natürlich traurig, dass es in Valencia zu Ende gehen wird. Gleichzeitig freue ich mich aber auch auf die nächste Herausforderung", sagt Oliveira.

Während der Portugiese seine KTM RC16 im Winter an Miller abtritt, wechselt er für 2023 ins neue Aprilia-Satellitenteam RNF.

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Konkrete Erwartungen an die neue Saison hat Oliveira noch nicht: "MotoGP ist heutzutage eine so schwierige Kategorie. Da kannst du nicht einfach auf ein anderes Bike springen und davon ausgehen, dass es ein besseres ist als das, was du vorher hattest. Ich glaube, der Schlüssel liegt heutzutage vor allem darin, eine gute Gruppe Leute um sich herum zu haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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