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Pedro Acosta gedemütigt: "Niemand überholt mich und schaut mich an"

In der Schlussphase in Le Mans demütigt Di Giannantonio Acosta mit einem frechen Manöver - Der Spanier war not amused und gab gleichzeitig seinen eigenen Fehler zu

Pedro Acosta gedemütigt: "Niemand überholt mich und schaut mich an"

Pedro Acosta wurde zum Schluss von Fabio DI Giannantonio überrumpelt

Foto: Gold Gold

Pedro Acosta (KTM) und Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) sorgten in der Schlussphase des Grand Prix von Frankreich für ein unterhaltsames Duell. Acosta hatte lange einen Podestplatz gehalten und war nach dem Sturz von Francesco Bagnaia (Ducati) Zweiter.

Aber Aprilia war auch in Le Mans stärker als KTM. Acosta wurde zunächst von Jorge Martin und anschließend von Ai Ogura (Trackhouse) überholt. Damit war der Spanier nur noch Vierter, aber dieses Ergebnis sollte er nicht halten.

Denn in der letzten Runde wurde Acosta noch von Di Giannantonio überholt, was ihm überhaupt nicht gefiel: "Niemand überholt mich und schaut mich dabei an. Ich merke es mir für das nächste Mal."

Aber grundsätzlich ärgert sich Acosta über seinen eigenen Fehler, der ihm diesen Platz kostete: "Ich dachte, Di Giannantonio sei näher dran, als er es in Wirklichkeit war, und ich habe mich zu sehr auf die Defensive konzentriert."

"Und das ist nach hinten losgegangen, weil er mich am Ende überholt hat." Als Vierter war Di Giannantonio einmal mehr der beste Ducati-Fahrer. Er zieht bei diesem Überholmanöver gegen Acosta eine Parallele zur Moto3.

"Ich wollte ihn in Kurve 9 überholen", schildert der Italiener. "Ich habe den Angriff dort vorbereitet, weil ich in der Runde davor aus Kurve 8 wirklich gut herausgekommen bin. Aber in dieser Runde bin ich sehr schlecht rausgekommen."

"Danach habe ich mir gesagt: Erfinde etwas, und zwar schnell. Ich erinnerte mich an eines meiner besten Überholmanöver aus dem Jahr 2018 in der Moto3, das ich genau dort gemacht hatte."

"Ich habe einfach versucht, es zu wiederholen. Es war nicht so schwierig, aber für mich war es natürlich trotzdem schwierig." Acosta hatte mit diesem Manöver in der ersten der beiden Rechtskurven der letzten Kurve nicht gerechnet.

Acosta zieht Vergleich zu Aprilia

"Ganz klar waren wir nicht in der Lage, um das Podium zu kämpfen, verglichen mit den Aprilias", zieht der KTM-Fahrer sein Fazit. "Sie haben ein Tempo hingelegt, das einem Angst macht, vor allem Martin und Ogura, die von hinten kamen."

"Man muss realistisch sein, wo man steht, und zufrieden sein, denn es ist mein bestes Ergebnis in Le Mans, seit ich in der MotoGP bin. Am Ende wäre eine Position mehr oder weniger kein großer Unterschied gewesen."

"Wir müssen weitermachen und unser Potenzial besser verstehen. Ich bin trotzdem zufrieden, denn es war insgesamt mein bestes Wochenende in Le Mans, weil ich normalerweise immer in der einen oder anderen Session stürze."

Pedro Acosta, Jorge Martin

Mit Aprilia konnte KTM auch in Le Mans nicht mithalten

Foto: Getty Images Europe

"In dieser Hinsicht bin ich ziemlich zufrieden. Ich bin auch zufrieden, weil der Start ganz gut war, und auch die ersten zehn bis zwölf Runden waren ganz gut. Bis dahin war das Tempo in Ordnung."

"Ich bin froh, weil das Motorrad besser zu sein scheint als in Jerez." Trotzdem ist KTM hinter Aprilia und Ducati nur die dritte Kraft im Feld. Einen wesentlichen Unterschied sieht Acosta beim Umgang mit dem Hinterreifen.

"Ich meine, es stimmt, dass Aprilia offenbar etwas gefunden hat. Aber ich würde das Reifenmanagement nicht als unser größtes Problem bezeichnen. Wir müssen versuchen, ein stabileres Motorrad beim Einlenken in die Kurven zu haben."

"Es scheint, als hätte Aprilia etwas Außergewöhnliches gefunden, um so schnell in diese erste Kurve einzulenken - wie Kurve 1, Kurve 6, Kurve 7. Es war wahnsinnig, ihnen dabei von hinten zuzuschauen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg."

Nach fünf Rennwochenenden ist Acosta WM-Vierter, einen Punkt hinter Di Giannantonio. Der zweitbeste KTM-Fahrer war in Le Mans Enea Bastianini auf Platz sieben. Brad Binder schied durch einen Sturz aus. Ersatzfahrer Jonas Folger kam nach seinem Sturz im Sprint als 16. ins Ziel.

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