Persönlicher Negativrekord: Rossi nun öfter als in vergangenen Jahren gestürzt

Der Sturz im Austin-Qualifying war der neunte von Valentino Rossi in der MotoGP-Saison 2021 - So oft lag er in den vergangenen Jahren nicht auf dem Boden

Persönlicher Negativrekord: Rossi nun öfter als in vergangenen Jahren gestürzt

Valentino Rossi qualifizierte sich beim Grand Prix der USA für den 20. und vorletzten Startplatz in der siebten und letzten Reihe. Bei seinem zweiten Versuch in Q1 stürzte der Yamaha-Fahrer und blieb zum Glück unverletzt. In der MotoGP-Saison 2021 war es bereits Rossis neunter Sturz.

Wirft man einen Blick in die Statistik, dann ist das für den 42-Jährigen ein Negativrekord. In der (kurzen) Saison 2020 hatte er sechs Stürze, 2019 und 2018 wurden jeweils acht gezählt. In den Jahren davor war ein Rossi am Boden ein Bild der Seltenheit.

2017 und 2016 gab es jeweils vier Stürze. Und 2015 hatte Rossi in der gesamten Saison überhaupt nur zwei Ausrutscher, und keinen einzigen davon in einem Rennen. Damals hatte er seine letzte Chance auf einen Weltmeistertitel, den er beim umstrittenen Finale in Valencia nicht gewann.

"Ich habe mich heute besser als gestern gefühlt", berichtet Rossi seinen Tag. "In FT3 ist es nicht so schlecht gelaufen, meine Zeitattacke war vernünftig. Für FT4 haben wir die Pace dann etwas verbessert. Ich war ganz gut unterwegs und wir haben hinten verschiedene Reifen ausprobiert."

 

"Mit dem ersten Reifen war es in Q1 nicht so schlecht. Mit dem zweiten Reifen ging es auf der Strecke sehr chaotisch zu, ich hatte viel Verkehr. Dann habe ich attackiert, aber mir ist das Vorderrad weggerutscht", erklärt Rossi seinen Crash in Kurve 5.

Pace nicht fantastisch, Reifenwahl offen

"Das ist sehr schade, weil ich von sehr weit hinten starten muss. Es wird nicht einfach, weil meine Pace auch nicht fantastisch ist. Wir müssen im Warm-up weiterarbeiten und die richtige Reifenwahl treffen."

"Die Reifenwahl ist vor allem hinten offen. Vorne werden glaube ich fast alle den harten Reifen verwenden. Einige Motorräder können den weichen Hinterreifen verwenden, aber nicht Yamaha", hält Rossi fest. "Bei uns wird es sich zwischen Medium und Hard entscheiden."

Valentino Rossi

Valentino Rossi startet sein letztes USA-Rennen aus der letzten Startreihe

Foto: Motorsport Images

"Ich habe beide probiert, aber die Entscheidung ist schwierig, weil es am Nachmittag anders ist als am Vormittag. Der Sonntag könnte der heißeste Tag des Wochenendes werden. Wir werden es sehen."

"Körperlich wird es für alle Fahrer im Rennen sehr anstrengend, weil diese Strecke schwierig ist. Es gibt harte Bremszonen und viele Bodenwellen. Heiß soll es auch werden. Es wird für alle harte Arbeit werden."

Lob für Halbbruder Luca Marini

Über Platz 20 konnte sich Rossi nicht freuen. Dafür zeigten seine VR46-Fahrer wieder eine gute Leistung. Francesco Bagnaia eroberte die dritte Poleposition hintereinander, Franco Morbidelli machte als 13. Fortschritte.

Luca Marini

Luca Marini eroberte sein zweitbestes Qualifying-Ergebnis

Foto: Motorsport Images

Ein gutes Qualifying zeigte Luca Marini, der in Q1 Bestzeit aufstellte und schlussendlich Neunter wurde. Das war nach Rang acht in Portimao das zweitbeste Qualifying-Ergebnis in seiner Rookie Saison. "Luca hat beim Misano-Test einen großen Schritt gemacht", lobt Rossi seinen Halbbruder.

"Sie haben dort etwas am Motorrad verändert. Ich denke, das ist jetzt sein wahres Potenzial. Wenn wir gemeinsam trainieren, dann ist er auf der Ranch, aber auch auf der Panigale sehr schnell und stark. Er hat in der bisherigen Saison nicht sein wahres Potenzial gezeigt. Ich denke, er kann das besser. Heute hat er es gut gemacht. Ich hoffe, dass er ein gutes Rennen fahren kann."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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