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Petronas-Yamaha: Am Freitag schnell, aber nicht ohne Probleme

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Petronas-Yamaha: Am Freitag schnell, aber nicht ohne Probleme
Autor:
Co-Autor: Lena Hemery

Fabio Quartararo in Brünn mit Freitagsbestzeit, aber auch mit Sorgen - Longrun-Bestzeit für Franco Morbidelli, der auf Holeshot-Device hoffen darf

MotoGP-Tabellenführer Fabio Quartararo gab nach seinen zwei Pole-Positions und zwei Siegen beim Jerez-Doppel auch am ersten Tag des Brünn-Wochenendes wieder das Tempo vor.

Im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Tschechien fuhr der WM-Spitzenreiter aus Frankreich mit seiner Petronas-Yamaha Tagesbestzeit, war dabei aber nur 0,007 Sekunden schneller als Teamkollege Franco Morbidelli. Der Italiener wiederum glänzte auf dem Longrun mit der schnellsten Runde und zudem mit der größten Konstanz.

Fotos: Petronas-Yamaha bei MotoGP Tschechien in Brünn

"Ehrlich gesagt war es heute ein bisschen schwierig. Dass wir auf eine Runde gesehen schnell sind, wissen wir. Aber beim Renntempo müssen wir noch zulegen. Wir arbeiten hart, um eine Lösung zu finden", sagt Quartararo, dem am Freitag einige kleine Fehler unterlaufen sind.

Mit der einen oder anderen Geste auf dem Motorrad machte Quartararo seinem Ärger Luft. Woran störte er sich konkret? "Als ich an die Box zurückkam, war das erste, was ich zu meinem Team gesagt habe, dass die Reifen alles andere als konstant sind. Wir glauben aber zu wissen, was das Problem ist und werden uns darum kümmern."

Es ist bekannt, dass sich die Yamaha-Piloten besonders bei wenig Grip auf der Strecke schwerer tun als etwa die Honda- oder Ducati-Piloten. "Bei uns drehen da oft die Räder durch", spricht Quartararo auf das Hinterrad der M1 an und merkt an: "Eigentlich war dieses Problem mit den neuen [2020er] Michelin-Reifen nahezu verschwunden. Heute war es doch wieder da. Wir sind aber bereit, die Ärmel hochzukrempeln und haben schon ein paar Ideen für eine mögliche Lösung."

Morbidelli mit bestem Longrun - darf auf Holeshot-Device hoffen

Morbidelli, der auf eine Runde gesehen nur 0,007 Sekunden langsamer war als Quartararo, überzeugte mit der Longrun-Bestzeit. "Für mich war es ein guter Freitag", sagt der Italiener. "Ich konnte direkt daran anknüpfen, wo wir in Jerez aufgehört hatten. Ehrlich gesagt lief es sogar ein bisschen besser. Ich habe ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. Aber wenn wir auf den Positionen bleiben wollen, auf denen wir liegen, dann müssen wir uns von Tag zu Tag weiter verbessern. So ist das nun mal."

Franco Morbidelli

Starker Freitag in Brünn für Franco Morbidelli - bald noch stärker?

Foto: Motorsport Images

In einem Aspekt stimmt Morbidelli seinem Teamkollegen Quartararo zu: "Die Reifen sind derzeit noch ein kritischer Punkt, an dem wir noch arbeiten müssen. Wir haben schon ein paar Ideen und werden versuchen, diese ab morgen umzusetzen." Am Vorderrad konzentrierte sich Morbidelli am Freitag auf die Soft- und die Medium-Mischung. Die Hard-Mischung will er am Samstag erstmals ausprobieren.

Noch etwas weiter in die Zukunft geblickt, darf Morbidelli dann auch mit der Startvorrichtung (Holeshot-Device) rechnen, die Quartararo und die beiden Yamaha-Werkspiloten Valentino Rossi und Maverick Vinales bereits seit den Wintertestfahrten verwenden.

Auf Nachfrage, ab wann das Holeshot-Device auch an seiner Petronas-Yamaha verbaut sein wird, antwortet Morbidelli: "Das kann ich noch nicht sagen, weil ich Yamahas Zeitscheine respektieren möchte. Was ich aber sagen kann: Es geht voran und dafür bin ich dankbar."

Weitere Co-Autoren: Lewis Duncan. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Brünn
Subevent FT2
Fahrer Franco Morbidelli , Fabio Quartararo
Teams Petronas Yamaha SRT
Urheber Mario Fritzsche